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Volksbildhauerin, Texterin, Unterhalterin

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sind deren viele. Das bin ich meinem Geschlecht und meinem (Be-) Ruf einfach schuldig.
Die Entjungferung der Schweiz (und weshalb ich dabei tatenlos zusehe)

Die Entjungferung der Schweiz (und weshalb ich dabei tatenlos zusehe)

moins de 1 ans

Danke, lieber Vetter, für die Einladung in die Facebook-Gruppe. Leider kann ich nicht beitreten:

Unbefleckt, rein und blütenweiss liegt es auf rotem Grund. Ein kreuzförmiger Keuschheitsgürtel auf dem blutenden Muttermund der Demokratie. Ein Heftpflaster, das die vier Landesteile mehr schlecht als recht zusammenhält.
Jeder hat sein Kreuz zu tragen und die leicht kreuzkriecherische Haltung wurde uns mit dem Landeswappen auf unsere Identität gestempelt. Die Schweiz, welche wie ein morgenrotes Ferkel dahertritt: Ein Umriss, ein Wappen, ein einig Volk von Glaubensbrüdern. Das weltweit einzige, welches sich per definitionem mit der Nationalität auf dem Personalausweis identifizeiren muss. Kleinkreuzkariert vereint in kurzschwänziger Egalité, neidisch schielend auf die schamlos zur Schau gestellte Stosskraft der Halbmondsicheln.

Standhaft hat sich die tapfere Helvetia gegen fremde Vögte gewehrt. Sie liess sich nicht besitzen noch besetzen. Bestiegen wurde höchstens mal die Jungfrau, diese Hure, wenn die willigen Alpinisten genügend Geld auf dem Hotel-Nachttisch zurückliessen.

Weder Schild noch Wappen, kein Kreuzpflaster und kein Keuscheitsgürtel können jedoch einen machtlüsternen Phallus von der Penetration abhalten. Panikerstarrt registriert die plötzlich wehrlose Helvetia die pulsierende, pochende Potenz des islamischen Speeres.

Die 700 Jahre währende Jungfräulichkeit wird beendet, das Hymen gewaltvoll durchbrochen, die Demokratie wird defloriert. Eine Eruption östlicher Leidenschaft, ein trojanischer Hengst, minarette sich, wer kann!

Über die bis anhin Unbefleckte ergiesst sich nun, Allah lobpreisend, ein virenschwangeres Ejakulat. Hilflos vergewaltigt, mit Milben, Dreck und Abschaum infiziert, mit bestialischen Bastarden geschwängert, befleckt, bespuckt und besudelt ist die Schweiz dem Untergang geweiht. Heil dir, Helvetia!

Als Frau kriege ich keine Kreuz-, sondern Unterleibsschmerzen beim Anblick dieser Vergewaltigung. Als Frau müsste ich diese Propaganda mit wehenden Schweizerfahnen unterstützen. Freudig müsste ich die freudianische Botschaft verstehen und schweizerkreuzritterlich für die Keuschheit kämpfen.

Doch eines habt ihr vergessen, ihr vermeintlichen Meinungsmacher, ihr rechtschaffenen Mannen.Sogar Helvetia und ihre Töchter wollen nicht als alte Jungfern sterben und sagen sich: lieber einmal richtig gevögelt werden, als in inzestuöser Verlogenheit oder vor lauter keuscher Langeweile zu krepieren.

Commentaires
doublewe
doublewe moins de 1 ans
klingt fast wie eine rechtfertigung.
patti_on_tour
patti_on_tour moins de 1 ans
@W: jein. ich verstehe besipielsweise relativ wenig von wirtschaft. deshalb verlasse ich mich auf arena, zeitungen & co.
ich verstehe im gegenzug relativ viel von bildung. und ärgere mich grün und blau, weil oft sogar die sogenannten bildungspolitiker so einseitig oder gar falsch argumentieren, da zeitungen wie tagi und nzz wichtige aspekte einfach ignorieren und auch moderatoren und journalisten lieber die die sensationsversprechenden, polemischen debatten als wirkliche, sachliche und möglichst neutrale informationen in die medien bringen.

ich nehme an, dass es allen anderen spezialisten auf jeweils ihren gebieten auch so geht.
doublewe
doublewe moins de 1 ans
ich weiss nicht. die argumente werden einem doch zu füssen gelegt. im abstimmungsbüchlein, in der arena, im halbwegs seriösen wochenblatt. und wer nicht funktionaler analphabet ist, _kann_ verstehen, um was es geht. ich würde sagen, viele sind einfach zu bequem.
patti_on_tour
patti_on_tour moins de 1 ans
ganz so amerikanische verhältnisse haben wir glücklicherweise noch nicht. wirklich viel ändert nicht in einer direkten demokratie, und wirklich schnell geht es auch nicht. dazu muss man nur einmal die ergebnisse der abstimmungen von volksinitiativen der letzten 50 jahre betrachten. wir neigen zu trägheit, stil hin oder her. durch mehr geld und mehr polemik kann das vielleicht ändern.

ein viel grösseres problem sehe ich jedoch darin, dass das wissen immer grösser, spezialisten immer spezialisierter und und auch gesetzte immer ausgefeilter werden. mit andern worten: abstimmungsvoralgen und initiative werden tatsächlich immer komplexer. das beste beispiel ist HarmoS. die wenigsten leute verstehen, worum es da eigentlich geht. ein beachtlich grosser teil der arbeitenden bevölkerung hat weder lust, zeit noch die nötige energie, sich wirklich vertieft mit den abstimmungsvorlagen und der ganzen thematik auseinanderzusetzn. dankbar stürzt man sich auf die allzu vereinfachende polemik irgendeiner kampagne. oder man lässt es eben grad ganz sein.
doublewe
doublewe moins de 1 ans
hat viel mit stil zu, wie ich meine. stil legt argumente offen, lässt gegenargumente gelten und führt einen offenen diskurs.
doublewe
doublewe moins de 1 ans
im zweiten sinne war's gemeint.
der appell nach stil macht vielleicht partei-politisch nicht immer sinn, aber mehr stil fördert sicher die qualität der politik insgesamt. insofern stimme ich dem leichtbekleideten herrn zu, dass die demokratie vielleicht mehr noch als die finanzwelt in einer krise steckt.
doublewe
doublewe moins de 1 ans
ich bezweifle, dass allseitig polemische kampagnen politisch sinn machen. abgesehen davon, dass bei einigen parteien "stil" im parteiprogramm steht (und wählerstimmen generiert), "gewinnen" dann einfach die mit dem grössten portemonnaie. da fehlt den meisten parteien einfach die cash cow.
patti_on_tour
patti_on_tour moins de 1 ans
@ doublewe: da geb ich dir natürlich recht. das gilt allerdings auch für scheinbar auf dem heimischen mist gewachsene werte.
mir geht es bei meiner bildbetrachtung (wie diese bezeichnung schon ausdrückt) auch mehr um die kampagne als um die eigentliche debatte.
doublewe
doublewe moins de 1 ans
man braucht nun wirklich keinen überhöhten nationalstolz, um die wahllose rezeption verschiedenster kultureller werte und unwerte mit einer gewissen portion argwohn zu betrachten. und ich rede dabei nicht von türmchen, notabene.
marc
marc moins de 1 ans
Wenn es nach mir ginge, könnten auch die Glocken verstummen
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