Genre
A propos de moi
----------------------------------------------------------------- patti_on_retour:****************************** Als Landpomeranze hatte ich keine Mutter-, sondern Kuhmilch im Schoppen, den bauernschlauen Mutterwitz aber hatte ich schon als kleines Pummelchen gepachtet. Das einzig Mütterliche bleibt heute mein potenziell gebärfreudiges Becken. Die Langsamkeit meiner Masse wird nur duch mein fixes Mundwerk wettgemacht. Wenn’s sein muss auch schriftlich. So habe ich mir - vom Fricktal über Baden nach Zürich - wortreich die Welt erobert. Die Welt hat davon freilich nichts gemerkt.Billets de blog - Août 2008
GegenSätze XI - Quo vadis, Students.ch?
moins de 2 ansColonnesCerpinText
Der Marcyboy war Europa- und Saunameister, die Happysibel langweilt sich stellvertretend für viele ob des zu hohen Anspruchs und der gute hunzikerr will und kann sich nicht entscheiden, was er will. Die «Community» wird angeführt von Nonsens-Puppen wie Stardream – die offenbar zu viele von Mamis Pillen geschluckt hat (was man aber hätte müssen kommen sehen) - oder Vodkaprinz, welche ihre Nonsens-Beiträge unter «Blog» veröffentlichen, was eine Beleidigung für und Missbrauch des Begriffes ist. «Leben und leben lassen», wurde mir einst an dieser Stelle geraten – diskutieren will ich es trotzdem: Students.ch leidet an einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung, weil es nicht weiss, was es sein will. Und doch, es klärt sich immer mehr. Aber man nenne es, wie man will, es hat mit Studieren oder mit Studenten nix mehr zu tun. Im Gegenteil, es ist eine schön aufgemachte Singlebörse geworden, mit Softpornoshows sowie billigen Anlach- und Anmachkommentaren. Jeder hat sich lieb und die interessanten Menschen werden durch Belanglosigkeiten ersetzt, weil die schneller klicken können als denken – und so wirft man das Gehaltvolle langsam ab, weil es zuviel wiegt, so dass der bunte Ballon mit lauter heisser Luft weiter stetig steigen kann.
Patti_on_Retour:
Die Qualität auf students.ch ist genauso bedenklich wie Botellóns, Komatrinker und die heutige Jugend überhaupt. Nämlich gar nicht! Oder anders ausgedrückt: Wie jede beliebige andere Online-Plattform ist sie ein Abbild der Gesellschaft. Die meisten Students-User arbeiten hart. Sei dies nun für’s Studium oder als Kosmetikerin, als Automechaniker oder als Fitness-Trainer. Sie haben am Feierabend kein Lust auf Gehaltvolles. Das Credo ist Hedonismus, der Tenor ist Fun pur. Soweit meine (unprofessionelle) Diagnose.
Fälschlicherweise bezog ich letzthin den Adelstitel „Köingin der Trivialität“ auf mich und sah mich gezwungen, darauf zu reagieren (Betrachte dies als Teil meiner Antwort). Soviel zum Thema heisse Luft. Auch Softpornos sind offenbar nicht jederstudents Sache.
Natürlich würde man sich wünschen, dass die wahren Perlen nicht mit soviel Mist zugedeckt werden. Das haben wir bereits in der ersten Kolumne abgehandelt. Natürlich gibt es User, die schon beinahe schizoid nur noch für Credits und heisse Prozente leben (Siehe: Ein Tag im Leben ... ). Natürlich gibt es Blog-Diarrhoe.
Darauf haben die Macher von students.ch herzlich wenig Einfluss. Es sei denn, sie würden all die hübschen Tools wieder abschaffen oder etliche Member sperren. Was sicherlich dem Geschäftsinteresse und somit dem Weiterbestehen der Plattform nicht nicht dienlich wäre.
Schliesslich gibt es dann noch die Leute wie dich und mich. Ob ich nun - bloss weil auch mein Blog zu den meistgelesenen gehört - eine niveaulose Creditsschlampe, ein aufgeblasener Ballon oder eine billige Anmacherin bin, sei den geneigten LeserInnen überlassen.
Tobt euch ruhig aus: Es ist eure letzte Möglichkeit in diesem Blog, die GegenSätzlichkeiten des Lebens zu kommentieren.
Und noch was: Wie wärs mit einem Chat oder Diskussionsforum für die reinen Spassbeiträge? (Siehe hier)
Gegensätze verabschiedet sich hiermit und wünscht euch allen einen gelungenen Semesterstart und weiterhin gute Unterhaltung auf students.ch. Wenn auch grundsätzlich gegensätzlich.
GegenSätze X - Wer hat’s erfunden?
moins de 2 ansColonnesDer tell’sche Minderwertigkeitskomplex
Patti_on_Tour de Suisse:
Ich geb’s zu: Ich mag die Schweiz. Jenseits von Albisgüetli-Rethorik und Heidi-Heimweh-Kitsch kann ich ihr immer wieder gute Seiten abgewinnen. Dreieinhalb Sprachen und zwei grosse Konfessionen sind auf kleinstem Raum vereint, ohne in den letzten Jahren nennenswerte Konflikte provoziert zu haben. Um gegenteilige Beispiele zu finden, müssen wir nicht nach Südossetien und Osttimor schielen. Ein Blick nach Belgien oder Irland reicht schon.
Gemütlich nerven wir uns über Skandälchen und Kataströphchen, streiten uns freundeidgenössisch und können jahrelang über die Einführung der Standardsprache im Kindergarten feilschen. Wir schaufeln den Röstigraben bisweilen etwas tiefer, als er wirklich ist, und freuen uns heimlich über Mörgeli-Sörgeli, die er hervorcouchepinntisiern kann.
Sogar die viel gerügte schweizerische Unterkühltheit birgt durchaus ihre eigene Nestwärme. Dringt man einmal durch den gletschergeschwängerten Eispanzer hindurch, findet man oft wahre Freunschaft. Meine eigenen Erfahrungen, sei es in ewig fröhlicher südlicher Siesta oder in den easy-peacy ehemaligen englischen Kolonien haben gezeigt: Das Misstrauen, überspielt mit entwaffnender Herzlichkeit, sitzt allerorten tief. Mit der heimatlichen Vertrautheit kehrt an der Schweizergrenze jeweils auch das Vertrauen(-können) zurück. Ein wichtiges Gut. Gestützt auf das Wissen, dass direkte Demokratie und Föderalismus, Institutionen, EO, IV, AHV und die träge Verwaltung in Bern einigermassen gut funktionieren, muss ich nicht jede Banknote und jedes Freundschaftsangebot auf ihre Echtheit prüfen. Schweiz, Suisse, Svizzera: Es geht uns gut.
CerpinText:
La Suisse: zéro points. Man hat sich daran gewöhnt. Der Schweizer Fussball ist höchstens Mittelmass und die Schweizer Musikszene ist im Gegensatz zu anderen Ländern (wie z.B. Belgien oder Irland) ein Trauerspiel.
Natürlich bin ich froh um den Frieden in unserem Land, dafür aber fehlt uns die Leidenschaft. Da muss man nicht mit einem Iren vor dem «Gap of Dunloe» diskutiert haben, um den Unterschied zu erkennen. Wir sind ein Land voller Verhinderer. Trotz des Friedens ziehen wir uns in ein Réduit zurück, dass nur dem hirnverblödenden Schwachsinn aus Amiland (via dem grossen Bruder Deutschland) Einlass gewährt. Die Kopierer der Kopierer, sozusagen. Und kaum gelingt uns dann trotzdem zufällig etwas, nerven wir jeden mit einem: «Wer hat’s erfunden?». Das genügt dann aber auch schon, weil die Genügsamkeit ist unsere «Tugend». Und genau hier liegt der Hund begraben. Das verwesende alte Düngemittel für die meterlange Wurzel allen Übels.
Denn wichtige Dinge, wie unseren vermeintlichen Nationalhelden, haben nicht wir, sondern hat ein Deutscher erfunden. Da gehen wir Wohlstandskrücken glatt mal kacken! Und der Wohlstand wiederum tötet uns das Feuer, murkst den Antrieb ab und lässt uns zu einer Nation voller Rosinenpicker werden. Es geht uns zu gut.
P.S.: «Dreieinhalb Sprachen»? Ist dies das «Quäntchen» städtischer Arroganz?
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GegenSätze IX - Gesimste Binsenwahrheiten
moins de 2 ansColonnesInfos de l'équipe StudentsDie Geister, die wir (an)riefen
CerpinText:
Das «moderne» Kommunikationsfunkloch heisst: Handy. Jungs machen per SMS mit ihren Mädchen Schluss und Jugendliche müssen mit ihrem Handydaumen zum Arzt. Dazu kommen die zum Teil horrenden Rechnungen, welche die Jugendlichen nach Hause bringen.
Früher jedoch fluchte und schimpfte man gleichermassen über Walkman und Discman. Es wären Kommunikationsbarrieren und die Jugendlichen würden sich von der Aussenwelt abschotten. Jede neue Technologie hat ihre Konsequenzen und damit auch ihre Nachteile. Es hilft aber nichts, sie zu verteufeln und sich zu wundern. Auch wenn Jugendliche Rechnungen von über 100 Franken oder mehr nach Hause bringen. Ist das denn primär ein Problem neuer Kommunikationsmittel und Technologien? Jugendliche mussten auch früher lernen, mit Geld umzugehen. Und Jungs machten früher zwar nicht per SMS mit ihren Mädchen Schluss, aber per Briefchen, welche man ihnen ins Pult legte. Im Gegensatz zu vielen anderen Dingen ist das Handy eine Erfindung, welche sich tatsächlich noch etwas Zeit gelassen hat, so dass heute (fast) jeder einigermassen damit umgehen kann. Zumal es eine Weiterentwicklung von etwas Bestehendem war. Und das ist für mich das Wesentliche: Neue Technologien dieses Formats zu akzeptieren und zu lernen, wie man damit für sich am besten umgeht. Wir laufen ja schliesslich auch nicht mehr mit der Keule und einem Pelzkleid durch die Gegend.
Patti_on_Retour:
Statt ein Zuwenig herrscht heute ein Zuviel an Kommunikation. Ein 12-jähriges Mädchen berichtet, sie könne doch nicht schlafen gehen, ohne noch all ihren Freundinnen gute Nacht gewünscht zu haben. Ihre Gotte bezahle ihr das Abo, statt das Geld auf einem Sperrkonto anzulegen, und es sei nicht unmässig, sondern mit einer monatlichen Sperre auf 999 Franken beschränkt. Ihre Freundin habe nicht so viel Glück. Deren Eltern würden nur 500 Franken bezahlen, sonst müssten sie beim Essen sparen.
Solche Auswüchse sind leider nicht die Ausnahme. Ich nehme mir das pädagogische Recht heraus, dies bedenklich zu finden. Habe ich noch vor wenigen Jahren einen damals recht lustigen Sketch einstudiert, wo sich zwei Freunde per Handy verabreden, obwohl sie sich in Rufnähe befinden, so ist dies heute die bittere Realität.
Die mobile Kommunikation wird bald so billig werden wird wie Internet und Fernsehen. Nur sind wir noch nicht so weit. Und bis dahin sollten sich die Eltern überlegen, ob das übersteigerte Kommunikationbedürfnis oder gesunde Ernährung und Bildung ihrer Sprösslinge wichtiger seien.
Derselbe CerpinTaxt übrigens, welcher in der ersten Kolumne die grössere Quantität und damit einhergehende schlechtere Qualität von Blogs bedaurte, dürfte sich über eine solch geartete Kommunikation nicht eben freuen:

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GegenSätze VIII - Stadt, Land, (Ein-)Fluss
moins de 2 ansColonnesKuhglockengebimmel oder Menschengewimmel
Patti_on_Town:
Das Landleben ist schön. 23 Jahre meines Lebens verbrachte ich auf einem Bauernhof, fern vom schädlichen Einfluss der Stadt, fern von Kultur- und Bildungsstätten, fern von der Möglichkeit, den Horizont über den Homberg und die Ibergerfluh hinaus zu erweitern. In Freizeit und Ferien arbeitete ich auf dem Hof und kam so nicht auf dumme Gedanken. Dass ich als Streberin gemobbt wurde, weil ich eine gewisse Bildungsaspiration in mir trug, nahm ich hin. Meine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht - die Auswahl war eher bescheiden - musste ich nicht nur mit dem Dorf, sondern dem ganzen Tal teilen. Seit es Internet und einen Autobahnanschluss gibt, ziehen zunehmend arrivierte Städter in mein Heimatdorf. In ihren zu Villen umgebauten Bauernhäusern mit Swimmingpool versuchen sie, ihre Sehnsucht nach dem intakten Landleben zu stillen. Um sich dann lauthals darüber zu beschweren, dass ihre Lieblings-Diät-Produkte im Volg nicht angeboten werden, dass Nachbarn, Schulpflege und Gemeinderat tratschen, dass am Samstag Gülle ausgebracht wird, dass der Schnee morgens um 7 genau vor ihrem Haus noch nicht weggeräumt ist oder dass der Ortsbus nur bis 19 Uhr verkehrt.
Ja, wenn ein Städter mir erzählt - mit diesem Quäntchen an Arroganz und Überheblichkeit - es gäbe nichts Schöneres, als das Landleben, dann lächle ich milde. Ich wohne in der Stadt und das ist gut so.
CerpinText:
Stadtneurosen. Ich will ja gar nicht erst mit Woody Allen kommen. Im 21. Jahrhundert verneint kaum ein Landleben in der Schweiz die Möglichkeit, den Horizont zu erweitern. Die Frage ist auch, welchen Horizont man weiten möchte. Wenn ich durch die Städte unserer Leidgenossenschaft trample, finde ich nicht, dass man hier gross etwas erweitern kann. Alle haben den gleichen Fummel um die abgemagerten Hüften gewickelt, sprechen von den angesagtesten Clubs in der «Szene» und fragen sich, ob ihre Pseudo-Emo- oder Pesudo-Indie-Frisur denn auch wirklich hipp ist – oder ob sie überhaupt und sowieso sitzt. Stadt ist nicht gleich Stadt und Land ist nicht gleich Land. Die meisten Menschen haben eh permanent Angst, etwas zu verpassen. Im Schutze der Anonymität lassen sich so auch die dümmsten Gedanken verwirklichen. Und überhaupt geht deine Darstellung nicht ganz auf, liebe Patti. Du schreibst: «Ja, wenn ein Städter mir erzählt - mit diesem Quäntchen an Arroganz und Überheblichkeit - es gäbe nichts Schöneres, als das Landleben, dann lächle ich milde». Du darfst nicht vergessen, dass du vom Land in die Stadt gezogen bist. Doch wohl auch nicht mit einem «Quäntchen» an Sturheit und bäuerischer Art? Wenn du der Stadt einen solchen Einfluss zuschreibst, dann kann es dort nicht schön sein. Ich wohne nicht (mehr) in der Stadt – und das ist besser so.
GegenSätze VII - Kopfgeburten des Geschlechterkampfs
moins de 2 ansColonnesWas Mann nicht schwanger schafft
CerpinText:
„Ihr Männer solltet froh sein, dass ihr nicht schwanger werden könnt. Ihr würdet sterben vor Schmerzen!“ Wenn ich jedes Mal ein Kind bekommen würde, sobald ich diesen Satz höre, wäre ich 167-facher Vater. Der Exklusivclub der kinderkriegenden Besserwisser (womit also explizit betont wäre, dass es sich hier nur um eine bestimmte Randgruppe handelt) gibt solche Parolen sogar schon dann heraus, wenn die jeweiligen Protagonistinnen selbst noch gar nie schwanger waren.
Ich gebe es gerne zu: Ich bin wehleidig. Mit jeder Faser meines empfindlichen Körpers. Da kann Häuptling zwickender Fuss auch mal alle Indianer entehren und kennt tatsächlich Schmerzen. Und das wird mitgeteilt. Mehrfach. Frauen wollen jedoch keine Weichlinge, sie suchen richtige Männer. Nur halt dann nicht, wenn man kuscheln und schmusen will. Da muss er sensibel sein. Und Fussball geht natürlich gar nicht.
Ja, wir können keine Kinder kriegen. Und dies ist wohl das blödeste Argument in der Geschichte des Geschlechterkampfes. Es wäre zu vergleichen mit: „Ihr Frauen solltet froh sein, dass ihr keinen Bart habt. Ihr würdet sterben beim Schminken!“ Das ist lächerlich. Gleichberechtigung in Ehren, aber anatomische Unterschiede als Selbstbestätigung zu verwenden ist Mumpitz.
Patti_on_Retour:
Du übersiehst, dass es sowol Frauen mit Bart gibt, als auch Männer, die sich schminken. Das Kinder kriegen allerdings müssen die Frauen alleine übernehmen. Dazu gehört einiges. Nicht nur, dass sich der Körper der Mädchen in der Pubertät dramatischer verädert als derjenige der Jungs, und das erst noch zu ihren Ungunsten. Jungs werden grösser und stärker, Mädchen werden rundlicher. Es ist kein Zufall, dass das weibliche Geschlecht mit einer zehnmal höheren Prävalenz zu Essstörungen neigt. Dass wir Frauen ab etwa dem 11. Lebensjahr monatlich - oft begleitet von starken Schmerzen und Stimmungsschwankungen - einige Deziliter Blut verlieren, haben wir gefälligst zu kaschieren. Ein schmieriger Blutfleck auf der Hose ist weniger locker mit einem Spruch wettzumachen als ein Dreitagebart. „Die hat wohl ihre Tage!“ wird uns vom anderen Geschlecht nicht mit dem Unterton von Bewunderung und Dankbarkeit entgegengebracht. Im Gegenteil: Ich müsste mich wohl noch entschuldigen dafür, dass ich diesen Scheiss zur Erhaltung des Menschengeschlechts durchmache.
Weißt du eigentlich, was uns unsere weibliche Anatomie an Energie, an Zeit und an Geld kostet? Das rechnet sich über so ein Leben, sogar wenn wir nie gebären. Man denke nur einmal an all die Monatshygiene-Artikel und Schmerzmedikamete. Darauf ist die immer noch durch und durch männlich geprägte Gesellschaft zwar ein-, aber nicht ausgerichtet. Grosszügige Mutterschaftsurlaube gehen nur zu oft einher mit geringen Karrierechancen.
Meine besten Freundinnen, welche bereits geboren haben, erzählen: „Weißt du, der Dammschnitt, der tut nicht weh, das spürst du gar nicht mehr, weil die Presswehen so extrem stark sind.“ Danke. Ein Dammschnitt, das heisst von der Vagina bis zum After aufgeschlitzt zu werden, ohne Anästhesie. Kannst du dir das vorstellen, lieber CerpinTaxt? Ja, du würdest vielleicht sterben vor Schmerzen und ich sterbe beinahe vor Angst, wenn ich mir dies als mögliches Zukunftssszenario vorstelle.
Vergiss deshalb einmal das „Argument“, welches du dahinter vermutest. Du hast recht, es ist keines. Vielleicht könnte man es am ehesten als eine kleine Kompensation für die Ungerechtigkeit dieser Welt sehen. In einer Gesellschaft, welche nach wie vor von Männern dirigiert wird, wo Menstruation, Schwangerschaft und Stillzeit als Einstellungsrisiko und als wirtschaftshemmend gelten, solltest du den Frauen zumindest ihre physische Überlegenheit beim Geburtsvorgang zugestehen. Wenn du also das 168ste Mal mit dieser Aussage konfrontiert wirst, dann reagiere nicht als wehleidiger Mann, sondern als sensibler Psychologe und antworte: „Ja, ich würde vermutlich sterben. Ich bin froh und voller Bewunderung und Dankbarkeit, dass ihr Frauen diesen Job übernehmt.“
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