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04.12.1985Habite à
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Ein verlängertes Wochenende
moins de 16 jours„Ich sollte“ – Ein Satzfragment, das mein Denken momentan fest im Griff hat. Leider lasse ich ihm keine Handlungen folgen. Die letzten drei Tage, Samstag bis Montag, sind exemplarisch. Ich sollte eigentlich so einiges: Wäsche waschen, eine Vorstandssitzung vorbereiten, einige E-Mails schreiben, Ferien planen, an einem Aufsatz weiterarbeiten, Sport treiben, und am Montag sollte ich zur Arbeit gehen und den Abschluss der Prüfungskorrekturen vorantreiben. Fast nichts davon habe ich getan. Wie ich den Samstag verbracht habe, weiss ich schon nicht mehr. Ich glaube aber, die Zeit mit dem alten Computerspiel „Hitman – Blood Money“ im wörtlichen Sinne totgeschlagen zu haben. Eigentlich wollte ich Wäsche waschen, aber die Waschküche war von den Nachbarn ganztägig besetzt. Am Abend war ich auf alle Fälle zum Essen bei meinen Eltern.
Am Sonntag habe ich dann erstmal ausgeschlafen. Spätestens dannach begann das murmeln im Hirn und das drängelnde Gefühl im Bauch: „Ich sollte…“. Ich habe nicht. Stattdessen habe ich „Hitman – Blood Money“ deinstalliert und wieder einmal das noch ältere „GTA – San Andreas“ installiert. Waschen darf man am Sonntag bei uns nicht (überigens eine äusserst fragwürdige Tradition), weshalb ich den ganzen Rest des Tages vor dem Computer verbrachte. Und die Hälfte der Nacht. Das Spiel zog mich in seinen Bann. Statt meine Pendenzen zu erledigen trieb ich meine virtuelle Gangsterkarriere voran. Während des Spielens verdränge ich, was ich sollte. Genau wie Hunger und Durst – ich nehme es nicht mehr wahr. Meine ungesunden Zwischenverpflegungen verdrückte ich vor dem Bildschirm.Am Montag bin ich relativ früh aufgestanden – schliesslich wartete am Lehrstuhl viel Arbeit auf mich. Bis zur Rückgabe der Klausuren an das Dekanat am Freitag gab es noch einige Dinge zu erledigen. Da ich nun aber so früh dran war, beschloss ich, vor dem Aufbruch noch kurz den Computer anzumachen. Die E-Mails chekcen. „GTA“ aufstarten für eine kleine Gamingrunde lag ja auch noch drin. „Nur noch diese eine Mission“, dachte ich. Mehrmals. Ich beschloss, erst am Nachmittag zur Arbeit zu gehen. Das würde auch ausreichen. Ich schaute nach, ob die Waschküche frei war. War sie nicht, andere Nachbarn hatten sie bereits belegt. Um die Mittagszeit hatte mich das Spiel so absorbiert, dass ich mich entschloss, nicht zur Arbeit zu gehen. Schliesslich hatte ich ohnehin Überstunden abzubauen. Den kurzen, quälenden Gedanken, dass der Abbau dieser Überstunden gescheiter zugunsten meines Aufsatzes geschehen würde, verdrängte ich erfolgreich mit meinem Spiel. Auch jeder Gedanke an die Doktorarbeit wird unterdrückt. Ich ignoriere auch das Wissen darum, dass mein Verhalten diverse Charakteristika einer Sucht aufweist. Am Nachmittag kam ich dann doch noch dazu, meine Wäsche zu waschen. Trotzdem fühlte ich mich schlecht. Meine Augen schmerzten, mein Nacken gab bei jeder Kopfbewegung komische Geräusche von sich und in meinem Bauch breitete sich das ungute Gefühl aus, welches aufgeschobene und unerledigte Dinge immer hinterlassen. Ich ging kurz einkaufen und beendete den Tag mit Junkfood und Bier vor dem Computer. Den montagabendlichen Sport liess ich ausfallen. Dazu, eine Traktandenliste für die Vorstandssitzung zusammenzustellen, bin ich nicht gekommen. Wenigstens habe ich den Betroffenen die Sitzung noch kurz angekündigt. Immerhin!
Heute bin ich dann tatsächlich relativ früh zur Arbeit gegangen. Habe einige Dinge erledigt, auch wenn es mir schwerfällt, mich zu konzentrieren. Das unruhige Drücken im Bauch hat etwas nachgelassen, aber ich fühle mich irgendwie, als ob ich verkatert wäre.
Auch ja: Diesen Blogeintrag habe ich im Büro verfasst. Das sollte besser ich nicht. Ich weiss. Aber auch ein schlechtes Gewissen hat offenbar keine besonders grosse Macht über mich.
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Warum ich keine Frauen anspreche - eine Checkliste (Zugleich: Negativdefinition meiner Traumfrau)
moins de 23 joursFrauen, die ich nicht anspreche:
Frauen die ein komisches Gesicht haben. Ein ansehliches Gesicht finde ich wirklich wichtig. Man guckt das doch recht häufig an. Es muss ja nicht prinzessinnenhübsch sein, aber wenigstens nicht komischer als mein eigenes.
Frauen, die wesentlich älter sind als ich.
Frauen, die wesentlich jünger sind als ich.
Frauen, die grösser sind als ich.
Frauen, die schwerer sind als ich.
Frauen, die muskulöser sind als ich.
Frauen mit zu grossen Brüsten. Zu matronenhaft.
Frauen mit zu kleinen Brüsten. Zu knabenhaft.
Frauen mit zu grossem Hintern. Siehe oben.
Frauen mit zu kleinem Hintern. Siehe oben.
Frauen, die mit unangenehmer Stimme oder unangenehmem Dialekt sprechen. Sorry, aber das törnt einfach ab. Wobei: Ich kann mich an so einiges gewöhnen.
Ungepflegt wirkende Frauen. Ja, das gilt auch und gerade für selbsternannte Hippie-Bräute.
Frauen mit Tätowierungen oder Piercings, die eine gewisse tolerable Schwelle in Bezug auf Quantität und Grösse überschreiten. Das schaut nicht gut sondern einfach nur verlebt aus.
Frauen mit einer Sonnenbrille auf der Nase. Eine Sonnebrille blockiert nun wirklich jede Kommunikation.
Frauen, die einen Ring an einem Ringfinger tragen. Hier gehe ich von anderweitigen Bindungen aus.
Frauen, die in Beziehungen sind. Auf Hahnenkämpfe lasse ich mich nicht ein.
Frauen, die bereits eigene Kinder haben. Für solche Spässe bin ich zu jung. Und wenn Kinder, dann eigene.
Frauen, die sich mit Kindern ablichten lassen. Hier gehe ich davon aus, dass es sich um eigene Kinder handelt. Dazu, siehe oben.
Frauen, die mit Kindern unterwegs sind. Dito.
Frauen mit Hund. Hunde stinken und kläffen. Das mag ich nicht.
Rauchende Frauen.
Frauen, die ein Kruzifix tragen. Sorry, aber wir wären wirklich zu verschieden. Unsere Weltbilder sind unvereinbar.
Frauen mit Kopftuch. Dito.
Frauen, die an Astrologie und anderen esoterischen Unsinn glauben. Dito.
Frauen, die dumm oder ungebildet sind. Ich finde Intelligenz sexuell anziehend. Wirklich.
Frauen, auf welche keines der genannten Ausschlusskriterien zutrifft. Die sind selten und so perfekt, dass ich mich dann doch nicht für gut genug halte. Und selbst wenn ich es wagen wollte: Ich brächte kein Wort heraus.
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Freidenker-Hochschulgruppe kritisiert missionarische Veranstaltungen an der ETH
moins de 1 moisDer nachfolgende Beitrag ist letzte Woche in meinem richtigen Blog erschienen. Wegen der Verbindung zum Hochschulumfeld veröffentliche ich ihn nun auch noch auf Students.ch:
Die evangelikalen Lobbyorganisationen Campus Live und Dozentenforum führten am Dienstag, 13. 7.2010 und 15. 7.2010 eine Propagandaveranstaltung mit dem Chemiker Henry F. Schaefer III., z.Z. als Gastprofessor in der Schweiz, an der ETH Zürich durch. In seinem Vortrag “The Big Bang, Stephen Hawking and God” suggeriert der Fellow des kreationistischen, d.h. anti-evolutionären Discovery Institutes (Seattle) die absurde These, die Urknalltheorie lasse auf die Existenz des christlichen Schöpfergottes schliessen. Dies in erster Linie, indem er so ziemlich jeden Wissenschaftler zitiert, der je das Wort „Gott“ benutzt hat. Die „Argumentation“ besteht aus Anekdötchen, Strohmannargumenten und einer Aneinanderreihung der erwähnten Zitate.
Schaefers Ideen entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage, er vertritt eine äusserst fragwürdige, rein religiöse Glaubenslehre.
Die Veranstaltung war gespickt mit missionarischen Einwürfen, wie z.B. der Empfehlung, täglich eine Stunde in der Bibel zu lesen – zumindest in der Dienstags-Veranstaltung. In der Donnerstagveranstaltung verzichtete Schaefer auf diesen Hinweis, nachdem im Saal bereits zuvor Protest darüber laut wurde, dass das ganze sich als christliche Propagandaveranstaltung herausgestellt hatte. Auf dem Feedback-Formular der Organisatoren (Campus Live & Dozentenforum) hätte man sich für ein weiteres “Treffen mit Prof. Schaefer zum Thema wie kann ich Gott persönlich kennen lernen” und für “Alpha-Live-Kurse mit Inputs und Diskussionen zu Themen wie: Wer war Jesus? Warum und wie bete ich? Wie führt uns Gott? Heilt Gott heute noch Krankheiten“ anmelden können.
Die Veranstaltung erscheint als besonders problematisch angesichts der Tatsache, dass das Raumbenützungsreglement der ETH vorsieht, dass Veranstaltungen durch Dritte nicht bewilligungsfähig sind, wenn
Art. 10 Abs. 5 lit.
a. der falsche Eindruck eines Bezugs der Veranstaltung oder der Veranstalter zur ETH entstehen könnte;
[...]
d. die Veranstaltung einen politischen oder konfessionellen Charakter hat.
Die Hochschulgruppe frei denken – eine junge Vereinigung naturalistisch und säkular orientierter Angehöriger verschiedener Bildungsinstitutionen im Hochschulraum Zürich – sieht den guten Ruf der ETH in Forschung und Lehre durch derartige Auftritte gefährdet. Sie fordert die ETH in einem Protestbrief auf, sich vom genannten Vortrag zu distanzieren und künftig auf die Durchführung unwissenschaftlicher und missionarischer Veranstaltungen dieser Art zu verzichten.
Mitglieder der Hochschulgruppe frei denken verteilten nach der Veranstaltung am Donnerstag Flugblätter, welche die Problematik von Schaefers Argumentation aufzeigten.
Lob erhalten hat die Hochschulgruppe frei denken für ihr Engagement unter anderem auf dem Skeptiker-Blog.
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Insomnia
moins de 1 moisIch wälze mich schlaflos. Die Stunden verstreichen zähflüssig. Ärgere mich über mich selbst. Darüber, keine Gefährtin zu haben, keine Liebe zu empfinden, und seit so langer Zeit weder Nähe noch Sex zu erleben. Bin ich überhaupt noch fähig, solche Gefühle zu entwickeln? Leidenschaft? Verlangen? Sehnsucht? Liebe? Wie früher? Schon enttäuschte Liebe wäre schöner als die Leere. Denke ich. Ich rapple mich auf. Für fünf Minuten. Ungebrochen, nicht enttäuscht vom Leben, frohen Mutes, schmiede Pläne. Für vier Minuten. Nehme mir vor, wieder besser in Form zu kommen, wieder mehr Wert auf schöne Kleider zu legen, mehr raus zu gehen, mehr neue Leute kennen zu lernen, und vor allem interessantere. Was heisst: Potentielle Parterinnen. Für drei Minuten. Will weniger brüten, mehr ausgehen, an den See, in die Sonne. Weniger trinken und dafür aufmerksamer sein. Nehme mir vor, Frauen anzusprechen, wenn sie mir gefallen. Auch wenn sich schon beim Gedanken daran das mulmige Gefühl zu erwartender Abweisung breit macht. Will mich überwinden. Für zwei Minuten. Gehe ins Bad, trinke einen Schluck Wasser. Rasiere mich, betrachte mich im Spiegel und finde mich in Ordnung. Für eine Minute. Gehe schlafen. Alles vergessen. Der nächste Tag beginnt gleich wie alle anderen. Verläuft gleich. Endet gleich.
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Jeder Kirchenaustritt zählt!
moins de 3 moisine unterstützenswerte Aktion der Freidenker:
Volkszählung 2010: Jeder Kirchenaustritt zählt!
Bist du Kirchenmitglied und nicht sicher, warum eigentlich? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt auszutreten.
2000 waren 11% der Bevölkerung als konfessionsfrei registriert.
1990 waren es erst 7% gewesen.
Am 31.12.2010 wird das Bundesamt für Statistik die Register der Gemeindeverwaltungen übernehmen und auswerten.
Eine korrekte Religionsstatistik ist eine wichtige Hilfe gegen die Vereinnahmung durch die Kirchen. Jede Karteileiche stärkt die religiösen Machtansprüche!
Stelle sicher, dass Du als konfessionslos registriert bist!In den meisten Gemeinden kannst du das auf dem Steuerformular sehen.Wo keine Kirchensteuer besteht, hast du das Recht, auf der Gemeindeverwaltung zu erfahren, wie Du registriert bist.Schicke Dein Austrittsschreiben vor dem 31. Oktober 2010 ab!Nur dann hast Du einigermassen Gewähr, dass die Austrittsbestätigung der Kirche rechtzeitig auf der Gemeindeverwaltung eintrifft.
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Happy Towel-Day!
moins de 3 moisWie der Titel schon sagt: Happy Towel-Day!

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Ich bin mal wieder umgezogen...
moins de 4 moisNach: http://gwendolan.wordpress.com/
Wordpress bietet mir einfach ein bitzeli mehr Möglichkeiten als "Students". Wenn natürlich leider nicht automatisch die Menge Leser/innen, die ich hier habe.
Ich würde mich sehr freuen, meine Stammleser/innen im neuen Blog anzutreffen. ;-)
Momentan ist das ganze noch recht leer, es gibt eine überarbeitete und konsolidierte Version der Blogposts zu "The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ", eine Rubrik über mich und eine über meine Positionen.
Ob ich in Zukunft mehr hier, mehr dort oder parallel bloggen werde, hängt wohl von den Leserzahlen ab. Und davon, wie gut ich mich bei Wordpress eingewöhne.
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Wer wissen will, was alles so mit seinen Steuergeldern finanziert wird...
moins de 4 mois...sollte sich ab und zu auf den Seiten der Bundesbehörden umschauen.
Seit dem 1. Januar 2003 übernimmt die Militärversicherung als Pflichtleistung ebenfalls die Kosten aus folgenden komplementärmedizinischen Bereichen:
Klassische Akupunktur
Anthroposophische Medizin [wie bitte???]
Chinesische Medizin [wie bitte???]
Homöopathie [wie bitte???]
Neuraltherapie [wie bitte???]
Phytotherapie
Ich hoffe mal schwer, dass wenigstens die Sanis richtige Medizin und keine Glaubuli-Apotheken ausgehändigt kriegen? Was kommt als nächstes? Thelepathiebatallione? Eine Nekromantenstaffel, welche beschworene Untote auf den Feind hetzt? Eine Kampfhexerkompanie?
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The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ - II. Teil
moins de 4 moisInzwischen habe ich das hier vorgestellte Buch gelesen, es ist wirklich ziemlich gut. Eine schöne Geschichte, mit rührenden Seiten. Sprachlich wirkt es anfangs naiv, aber das ist natürlich Absicht – und erleichtert ausserdem die englische Lektüre.
Das Buch ist aufgebaut als Nacherzählung der Evangelien - aber halt mit Abweichungen, welche sich im Laufe der Geschichte zu grossen Diskrepanzen ausweiten. Diese Abweichungen sind aber Teil der Geschichte selbst. Letztlich ist es eine Geschichte darüber, wie Geschichten enstehen. Eine gewisse Bibelkenntnis ist bei der Lektüre von Vorteil , ansonsten einem an vielen Stellen wohl das Augenzwinkern des Autors entgeht.
Ich hätte die die Geschichte noch perfekter ohne die Einführung eines (realen) "geheimnisvollen Fremden" gefunden - die Geschichte wäre ganz gut ohne das, ich nenne es einmal "Dan-Brown-Element" ausgekommen. Aber das ist eher ein Detail.
Besonders beeindruckend und gelungen finde ich das Kapitel "Jesus im Garten Gethsemane", wo Jesus in einem an Gott gerichteten Monolog den Verlust seines Glaubens zum Ausdruck bringt.
Das Buch ist wirklich ein Kleinod und eine Empfehlung wert.
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Wirtschaftskriese leicht erklärt
moins de 4 moisWirklich praktisch, dass die perversen heidnisch-Erdanbetenden-kommunistischen-sozialistischen-unmoralischen Gesamteuropäer an allem Schuld sind. Dank ihrer calvinistischen Arbeitsmoral haben die kapitalistisch-ethischen Amerikaner ja auch wirklich überhaupt keine wirtschaftlichen Sorgen.
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