Derniers visiteurs de Gwendolan
Les amis de Gwendolan
Destinations
Gwendolan a marqué 75 villes dans 12 pays

Gwendolan (26)

Gwendolan

Visiteurs

24373 visiteurs depuis 04.11.2004

Etudes

Rechtswissenschaften
Universität Zürich

Vie amoureuse

Je ne le dévoile pas

Beweise die Nichtexistenz Gottes!

Beweise die Nichtexistenz Gottes!

04.11.2008 à 10:03

Solches oder Ähnliches wird mir immer mal wieder an den Kopf geworfen. Und obwohl es zum Teil ärgerlich ist, macht es doch immer wieder eine Freude, darauf zu antworten.

"Aber da niemand dabei war, kann man die Existenz eines Schöpfergottes nicht ausschliessen. Deshalb kann ich frei spekulieren und mit Fug und Recht annehmen, dass es ein Gott getan haben könnte. ", heisst es dann zum Beispiel.

"Klar.", habe ich vor kurzem geantwortet "Oder seine Nudligkeit, das fliegende Spaghettimonster. Und das gilt nicht nur für die Entstehung des Lebens, oder den Urknall. Das gilt eigentlich für jedes Ereignis, von welchem keine Augenzeugen mehr leben, nicht wahr? Die Ermordung Caesars? Das könnten Ausserirdische gewesen sein - oder warst du etwa dabei? Die historischen Berichte? Die wurden natürlich gefälscht, die Ausserirdischen waren ja nicht dumm! Die Französische Revolution? Selbstverständlich von Vampiren angezettelt, um ihre Clan-Kriege auszutragen. Warst du dabei? Nein? Dann darf ich das glauben, oder? Der zweite Weltkrieg? Hitler wurde natürlich von einem Voodoo-Priester ferngesteuert. Du kannst mir nicht das Gegenteil beweisen! Nein? Warst du dabei? Nein? Gut, dann kann es stimmen. Auch die Leute, die Hitler gekannt hatten und Zeugnisse hinterliessen, konnten nicht wissen ob er von einem Voodoo-Priester ferngesteuert wurde oder nicht. Aber eigentlich müssen wir gar nicht in die Vergangenheit gehen. Denn auch heute könnte ja alles anders sein, als uns das "offizielle Weltbild" weissmachen will, nicht wahr? Beweise, dass die Schweiz nicht von bösartigen Insekten gelenkt wird, die die Bundesräte mit nicht messbaren Strahlen erpressen!"

Besonders lustig ist es, wenn sich dann die christlichen Diskussionsteilnehmer darüber beklagen, die Diskussion würde ins Lächerliche abgleiten. Und nicht merken, dass dies in dem Zeitpunkt passiert ist, wo sie die genauso unbewiesene, den bekannten Fakten widersprechende Hypothese ihres Gottes in die Diskussion eingebracht haben.

Leider wird der Comic abgeschnitten. Rechts steht: "Dairy Creationism" ("Molkerei-Kreationismus")

Commentaires
Login
wondak1d
wondak1d 17.11.2008 à 13:26
Kann mehr oder weniger nur zustimmen, alles andere würde vom eigentlichen Thema abscheifen. Danke für die sachliche Diskussion.
Gwendolan
Gwendolan 15.11.2008 à 17:48
1) Du definierst Gott als höhere Macht, die Gläubigen definieren ihn aber als jemanden, der sich dafür interessiert, was du in deinem Schlafzimmer treibst, was du dir auf dein Brot packst, an welchen Tagen du arbeitest und was du für Gedanken über seinen Charakter hast. Machst du irgend etwas davon falsch, quält er dich auf ewig.

2) Wenn alle Lücken geschlossen sind stellt sich die Frage überhaupt nicht mehr. Und ich denke nicht, dass wir in irgend einer der noch bestehenden Lücken auf irgend etwas stossen werden, was sich bereits mit irgend einem heute oder früher vertretenen Gotteskonzept erklären liess.

3) Schön wäre es, wenn die Gläubigen unter sich blieben und die anderen nicht behelligen würden. Dies ist aber nicht der Fall. Ein Beispiel: Der Kanton Zürich verschwendet im Jahr 50 Millionen Schweizerfranken an Steuergeldern, indem er den "Landeskirchen" die Pfarrergehälter und Bauinvestitionen bezahlt. Nicht aus der Kirchensteuer, sondern den allgemeinen Steuergeldern. Und ohne irgend eine Gegenleistung. Solange solche Dinge in unserer Gesellschaft alltäglich sind, fühle ich mich vom Aberglauben anderer Leute belästigt.
wondak1d
wondak1d 15.11.2008 à 17:41
1) Weil dich die höhere Macht nicht interessiert, ist sie nicht inexistent und darum geht es ja in der Diskussion, oder?. Da weder die Existenz noch die Nicht-Existenz bewiesen werden kann, sagte ich anfangs, dass niemand den Streit über die Existenz Gottes verlieren oder gewinnen kann.
Gott ist nicht in den Büchern. Religionen beschreiben die höhere Macht in ihren "Heiligen Büchern" (andere nennen die höhere Macht Schicksal) und allein die Tatsache, dass soviele verschiedene Beschreibungen existieren, sagt vieles über ihre Wahrheitsnähe aus. Für mich ist Gott= höhere Macht und nicht gleich Religion.

2) Mag sein, dass Gott als Lückenfüller für unbekanntes herhalten musste, aber auch wenn alle Lücken geschlossen sind wirst du die Frage nach der Existenz Gottes nicht beantworten können. Ausserdem würde ich nicht sagen, dass wir heute wesentlich mehr wissen als früher. Wir wissen vieles aber noch lange nicht alles.

3) Du hast Recht, Respekt und Toleranz sind nicht das selbe, denn Respekt basiert auf Gegenseitigkeit. Du zögerst nicht anderen zu sagen, dass sie deiner Meinung nach abergläubisch sind, und ich Schweige aus Respekt. Du nennst mich überheblich, weil ich schweige aber stellst du dich genau mit der Aussage "du bist abergläubisch" über den anderen Menschen. Das tue ich mit dem Schweigen nicht, jeder kann selbst entscheiden, ob er glauben will oder nicht und man muss sich für seinen Glauben nicht vor mir rechtfertigen. Versucht man mich für seinen Glauben zu bekehren respektiert man meinen Glauben/meine Ansicht nicht mehr und ich bin nicht mehr gewillt ihm meinen Respekt entgegenzubringen. Solange er mich jedoch respektiert werden wir beide schweigen und niemand stellt sich über den anderen.
Gwendolan
Gwendolan 08.11.2008 à 02:37
1) Eine höhere Macht, die niemand beschreibt, interessiert mich nicht. Und wenn sie jemand beschreibt, dann kann ich je nachdem Wiedersprüche aufdecken oder, bei einem ganz simplen Gott als "erster Ursache" darauf hinweisen, dass so eine Gottesvorstellung überhaupt nichts zur Erklärung der Existenz unseres Universums beiträgt sondern das ganze im Gegenteil noch verkompliziert. Die Nicht-Existenz einer höheren Macht kann ich nicht beweisen. Das liegt ganz einfach daran, dass man die nicht-Existenz von irgend etwas nicht beweisen kann. Negativa non sunt probanda.

2) Ein Bedürfnis, ja, scheint so. Und vor allem zur Zeit der Gründung der "grossen" Religionen auch sehr sehr viel Unwissenheit über die Beschaffenheit unseres Universums.

3) Ich habe keinen Respekt vor der Religion anderer Leute. Genauso wenig wie ich Respekt davor habe, wenn jemand an Feen in seinem Garten, Gespenster in seinem Keller oder Aliens in seinem Kornfeld glaubt. Ich sehe nicht ein, weshalb so ein Glaube irgendwelchen speziellen Respekt verdienen würde. Respekt würde beinhalten, dass ich es gutheisse. Das tue ich nicht. Selbstverständlich toleriere ich den Glauben anderer, aber Toleranz und Respekt sind etwas grundverschiedenes. Ich akzeptiere es, wenn jemand mit einer falschen und abergläubischen Vorstellung über die Wirklichkeit leben möchte, aber ich habe auch kein Problem damit, ihm zu sagen, dass ich seine Vorstellung für falsch und abergläubisch halte. Alles andere hätte etwas überhebliches, ich würde mich über den anderen stellen wenn ich innerlich davon ausgehen würde, er sei zu schwach, meine Meinung zu ertragen. Wieso man sich mit "blasphemischen Äusserungen" zurückhalten sollte, wie du es ausdrückst, verstehe ich nun wirklich nicht.
wondak1d
wondak1d 07.11.2008 à 14:23
1) Nun deine Beweise mögen Widersprüche aufdecken, aber können sie tatsächlich die Nicht-Existenz einer höheren Macht (Gott) widerlegen oder besagen sie nur, dass alles nicht so existiert wie es beschrieben wird?

2) Ich sehe auch nicht ein warum Menschen, ihre ureigenen Kraftreserven ohne "Märchengeschichten" nicht abrufen können. Ich bin auch nicht auf Religion angewiesen, um meine Kraftreserven auszuschöpfen und von daher auch nicht besonders gläubig. Ich vermute, dass sich Menschen, die keine Aussicht auf Besserung ihrer misslichen Lage haben, sich lieber an etwas festhalten was gewiss ist - dem Tod. Gibt es ein Leben nach dem Tod, werden am Himmelstor die Karten neu gemischt, aus ihren Augen wahrscheinlich die einzige Möglichkeit auf Besserung.
Aber ich kann das selbst nicht begründen, da ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaube. Es muss aber einen Grund geben warum auf so vielen Teilen der Erde, Religionen unabhängig voneinander entstanden sind. Ein Bedürfnis muss also vorhanden gewesen sein.

3) Das "nicht alles an Religion ist schlecht", war wohl mehr eine Bitte sich mit blasphemischen Äusserungen ein wenig zurückzuhalten, rein aus Respekt zu jenen, die daran glauben.
Gwendolan
Gwendolan 07.11.2008 à 07:06
1) Zu beweisen, dass es irgendeinen Gott nicht gibt, ist nicht schwer. Die christliche Gottesvorstellung bzw. Gottesbeschreibung widerlegt sich zum Beispiel durch innere Wiedersprüche selbst. Das Problem ist nur, dass diejenigen, welche an irgend einen Gott glauben wollen, sich im normalfall weigern, die Beweise anzuerkennen. Bei einer öffentlichen Diskussion geht es aber gar nicht darum, den Gegner zu überzeugen, sondern vielmehr das Publikum. Von dem her gewinnt bei einer Diskussion durchaus die eine oder andere Seite.

2) Ich sehe nicht ein, weshalb die Menschen ihre ureigenen Kraftreservern ohne Märchengeschichten nicht erschliessen können sollen. Die Vertröstung von Menschen, denen es beschissen geht, auf ein "besseres Jenseits" finde ich bestenfalls zynisch. Es führt dazu, dass sie sich willenlos ihrem Schicksal hingeben, statt für ein reales besseres hier und jetzt zu kämpfen.

3) Weil es in dem Zusammenhang vor allem darum ging, ob ein Gott als Faktum existiert, nicht ob der Glaube daran gutes oder schlechtes bewirkt.
wondak1d
wondak1d 06.11.2008 à 22:35
1) gewinnen = beweisen, dass man Recht hat im Streit um die Frage um die Existenz Gottes.

2) Gegenfrage: Was ist schlecht an Religion?
Viele Menschen schöpfen Kraft aus der Religion, entwickeln ein Zusammengehörigkeitsgefühl etc.. Werte nicht was aus Gründen des Glaubens getan wird, sondern was der Glaube den Menschen gibt!

3) "gut" und "schlecht" können nicht über die Frage, ob "richtig" oder "falsch" bestimmen, wieso sollten sie dann relevant sein?
Gwendolan
Gwendolan 06.11.2008 à 16:57
Worin besteht das "Gewinnen" irgend einer Diskussion? Was gibt es deiner Ansicht nach Gutes an Religion? Und überwiegt es Schlechte? Und sind "gut" und "schlecht" für die Frage nach "richtig" oder "falsch" relevant?
wondak1d
wondak1d 06.11.2008 à 14:48
Warum sich streiten, wenn keine der beiden Seiten gewinnen kann? Scheinbar scheint ein Streit, den man genausowenig verlieren kann Spass zu machen...

Ich sehe mich selbst nicht als gläubig, aber nicht alles an Religion ist schlecht.
Gwendolan
Gwendolan 05.11.2008 à 15:01
@ sundance: Es ist immer schön, auf Gleichgesinnte zu treffen. Wenn du Lust hast, schau doch mal auf atheismus.ch vorbei, da haben wir zur Zeit gerade eine ziemlich lustige Diskussion mit ein paar Christen am laufen. Die Einladung gilt natürlich für alle Interessierten.
/ 2 > > 15 résultats