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Billets de blog - Avril 2009

Ja zur Komplementärjuristerei!

Ja zur Komplementärjuristerei!

moins de 1 ans

Ich biete ab sofort komplementärjuristische Beratung an: Gutes Zureden und Lutschbonbons gegen Rechtsprobleme! Selbstverständlich ist das nur als Ergänzung zu einer schuljuristischen Beratung anzusehen. Bei ernsthaften Problemen wenden Sie sich zusätzlich an einen Anwalt.Verrechnung meiner Leistung erfolgt dennoch nach (leicht reduziertem) Anwaltstarif: Denken Sie nur an die Einsparung an Geld und Ärger, wenn sie die Geschichte statt zu klagen aufgrund des guten Zuredens und des Lutschbonbons einfach vergessen! Dass gutes Zureden und Lutschbonbons gegen Streitigkeiten helfen, basiert auf jahrtausendealter Erfahrung! Jeder hat das in seiner Kindheit schon erleben dürfen. Und denken Sie daran: Auch mit einem Schuljuristen unterliegen Sie manchmal vor Gericht!

Ausserdem wollen Sie doch nicht die engstirnige Schuljuristenindustrie mit ihrer inhumanen Klientenabfertigungsmentalität unterstützen? Natürlich kann der Erfolg meiner Methode zur Beseitigung ihrer Rechtsprobleme nicht mit den in der Schuljuristerei üblichen Methoden gemessen werden. Deswegen darf man auf die Komplementärjuristerei diese Methoden ja auch nicht anwenden. Komplementärjuristische Beratung ist nämlich viel zu individuell für die vereinheitlichten Verfahren der Schuljuristen zur Feststellung der Rechtslage, wie zum Beispiel dem angeblichen Goldstandard "Gerichte". Schliesslich ist erwiesen, dass auch Gerichte manchmal Fehlurteile fällen!

Damit ist auch klar, dass Komplementärjuristerei wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich ist. Also entscheiden Sie sich noch heute für eine komplementärjuristische Beratung. Ist der Kundenstamm erst gross genug, kriegen wir die Komplementärjuristerei in die Verfassung und schon bald wird sie aus den Grundleistungen der Rechtsschutzversicherungen nicht mehr wegzudenken sein!

Rechtswissenschaft und Komplementärjuristerei - natürlich gemeinsam!

(Für Skeptiker, welche nach der Wirkungsweise fragen: Das Rechtsproblem wird natürlich aufgrund unerklärlicher, wahrscheinlich quantenphyiskalischer, Vorgänge auf das Lutschbonbon gebannt, wenn es in dessen Gegenwart zur Sprache kommt. Ist das Lutschbonbon erst mal weggelutscht, ist das Problem auch gegessen! Das ist absolut wissenschaftlich.)

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Teh caht of ze Edwart Currend

Teh caht of ze Edwart Currend

moins de 1 ans

Edward Currents neuster Youtube-Streich:

Wer lacht kommt in die Hölle. :-)

Lu 832 fois | 3 Commentaires
Warum Beda Stadler und Christian Waber in Sachen Komplementärmedizinsabstimmung einer Meinung sind

Warum Beda Stadler und Christian Waber in Sachen Komplementärmedizinsabstimmung einer Meinung sind

moins de 1 ans

Auch wenn dieses geflügelte Wort nicht gefallen ist, hätten die Befürworter wohl ironischerweise gar nicht so unrecht gehabt, wenn sie Beda Stadler (erklärter Atheist, Professor für Immunologie Uni Bern) und Christian Waber (fundamentalistischer Christ, EDU) in der Arena vom 24.4.2009 als unheilige Alianz bezeichnet hätte. Es ist auf den ersten Blick sehr erstaunlich, dass in Sachen Komplementärmedizin zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, in die gleiche politische Meinung vertreten. Auf den zweiten Blick wird aber klar, wieso das so ist, und wieso sie in der Sache recht haben.

Beda Stadler hat fundiert erklärt, warum „Komplementärmedizin“ Humbug ist: Wenn eine komplementärmedizinische Methode funktioniert, also wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich ist, dann geht sie in die Schulmedizin über. Kein Skeptiker hat ein Problem damit, wenn aus Pflanzen heilkräftige Stoffe gewonnen und diese medizinisch eingesetzt werden. Im Bereich der „Komplementärmedizin“ bleibt nur, was eben gerade nicht wirksam ist und deshalb nicht in die Schulmedizinische Lehre und Praxis übernommen wird. Als Beispiel soll uns die Homöophatie dienen. Auch wenn das viele nicht gerne hören, aber Homöophatie ist nichts als Voodoo, nichts als magisches Denken. Einerseits ist die Auswahl der „Wirkstoffe“ schon absurd: Der Stoff (häufig ein Gift), welcher ein ähnliches Symptom wie dasjenige des Patienten hervorruft, soll eingesetzt werden, um das Symptom zu bekämpfen. Und zwar völlig blind für die Tatsache, dass gleiche Symptome (man denke an Fieber) eben extrem unterschiedliche Ursachen haben können. Der Ansatz ist also schon recht absurd, aber der Hammer kommt ja erst noch: Da die Stoffe, welche Krankheitssymptome hervorrufen können, ja in wirksamen Mengen für die Patienten gefährlich wären, werden sie verdünnt. Und zwar jenseits des Vorstellbaren verdünnt. Die Homöophaten nennen es „Potenzieren“, weil sie ihre alchemistischen Trinkturen dabei rituell herumschwenken und schütteln, und weil sie glauben, das Zeug werde wirksamer, je mehr sie es verdünnen. Was natürlich Humbug ist. Die Präparate werden dermassen verdünnt, dass in den meisten Fällen die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur noch ein einziges Molekül des „Wirkstoffes“ (der sowieso nicht wirken würde, siehe oben) in dem Endprodukt vorhanden ist, gleich null ist. Richtig: Null. Wenn irgendwo in der Schweiz eine einzige Tollkirsche in einen Bach fällt, enthält unser ganzes Wasser eine höhere Belladonnakonzentration, als die meisten Homöophatischen angeblichen Belladonnapräparate. Deswegen glauben die Homöophaten ja auch, der „Wirkstoff“ hinterlasse durch das rituelle Schütteln einen spirituellen Abdruck in der Lösung, in welcher sie ihn verdünnen. Eigenartigerweise hinterlassen die ganzen Fäkalien, welche in Kläranlagen aus unserem Wasser herausgefiltert wird, offenbar keinen spirituellen Abdruck. Was natürlich Humbug ist. Voodoo. Magie. Wer homöophatische Produkte kauft, kauft Zucker und Wasser. Das wäre nicht so schlimm, wenn nicht der Produzent einen verdammt unfair hohen Preis für seine Zuckerkügelchen und seine Wasserfläschchen abkassieren würde. Und das, wenn man den Befürwortern des Verfassungsartikeln folgen würde, künftig auch noch die Krankenkassen berappen sollten! Wer mir das jetzt alles nicht einfach so glauben will, der soll sich doch den Wikipediaartikel über Homöophatie zu Gemüte führen, oder, etwas weniger trocken, sich das ganze von James Randi über Goggle-Video erklären lassen. Beda Stadler ist also ein Gegner der Homöophatie und anderer sogenannt „Komplementärmedizinischer“ Methoden, weil er sie für Voodoo und Magie hält.

Warum ist nun Christian Waber gegen die Komplementärmedizin? Viele der Methoden scheinen ihm unheimlich zu sein. In der erwähnten Arena-Sendung hat er angedeutet, der Anwender von Komplementärmedizin könnte seine Seele ausversehen dunklen Mächten verscherbeln. Er glaubt, so könnte man sich von Dämonen und Teufeln abhängig machen. Auch er ist der Meinung, vielen Methoden der Komplementärmedizin hafte etwas magisches, etwas übernatürliches an. Als fundamentalistischer Christ verbietet ihm sein Glauben natürlich den Umgang mit Magie, welche in nichtchristlicher Weise praktiziert wird. So geht es ja schon aus der Bibel hervor: Wenn Jesus durch Handauflegen Kranke mit der Kraft Jehovas heilt oder Besessenen Dämonen austreibt, dann ist das gut, weisse Magie sozusagen. Hexen und Zauberer hingegen, sollen nicht am Leben gelassen werden.

Was ist nun der Unterschied zwischen Christian Waber und Beda Stadler, wenn sie doch beide der Meinung sind, viele Komplementärmedizinische Methoden seien nichts als Magie und Hokuspokus? Nun, im Gegensatz zu Christian Waber glaubt Beda Stadler nicht an Magie. Und das sollte eigentlich auch sonst kein vernünftiger Mensch tun.

Darum: NEIN zur Verankerung der "Komplementärmedizin" in der Verfassung- obwohl Christian Waber auch dagegen ist.

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