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Rechtswissenschaften
Universität Zürich

Vie amoureuse

Je ne le dévoile pas

Das Dissertationsthema mäandert im Kopf

28.02.2010 à 15:12

Das Dissertationsthema mäandert im Kopf. Ein Wechselbalg, zweifellos, ein Mischwesen. Eine Chimäre, wie diejenigen, deren Erschaffen das Fortpflanzungsmedizingesetz und das Stammzellenforschungsgesetz verbieten. Da ist es nicht erstaunlich, wenn es keine klare Gestalt annehmen will. Die grobe Form ist zwar da, der Aufbau erahnbar, aber es lässt sich nicht benennen. Zu grosse Teile liegen noch im Dunkeln verborgen. Ich habe den Titel in den letzten zwei Tagen sicher fünfzehnmal geändert, und noch immer scheint mir keiner der Namen ganz der richtig zu sein.

Einerseits wird es um Bioethik gehen. Genauer: Um den bioethischen Diskurs. Um die strafbegründenden Aspekte des bioethischen Diskurses, vollständig ausgedrückt.

Andererseits um den materiellen Verbrechensbegriff, beziehungsweise dessen strafbegrenzende Funktion. Insoweit sich das aus dem unüberschaubaren Schrifttum herausschälen und rekonstruieren lässt.

Und es geht um das Spannungsverhältnis zwischen dem einen und dem anderen. Um die Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen strafbegründen Aspekten des bioethischen Diskurses und der strafbegrenzenden Funktion des materiellen Verbrechensbegriffes, also. „Strafbegründung und Strafbegrenzung im Spannungsverhältnis: Materieller Verbrechensbegriff und bioethischer Diskurs“? „Legitimität bioethisch motivierter Strafbestimmungen aus der Perspektive eines materiellen Verbrechensbegriffs – Ein Beitrag zur Strafbegründung und Strafbegrenzung“? Oder einfach „Begründungsprobleme des Biostrafrechts aus Sicht eines materiellen Verbrechensbegriffs“?

Der Titel evolviert weiter. Das Thema ist eingekreist. Eins ist sicher: Es wird spannend werden.

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