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Österreich im Würgegriff des Islamismus?

Österreich im Würgegriff des Islamismus?

17.05.2008 à 21:04

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Keine Ahnung, was ich davon halten soll. Ich kenne die Situation in Österreich nicht. Und ich möchte mich explizit auch in keine xenophobe Ecke stellen (wenn schon, bin ich religiophob, und zwar egal ob fremd oder heimisch). Andererseits erachte ich den Islam (im Gegensatz zum Autor sehe ich keinen fundamentalen Unterschied zwischen Islam und Islamismus, im Gegenteil: Islamismus ist nur konsequent gelebter Islam) durchaus als Gefahr für unsere Gesellschaft. Der Einfluss wächst mit der Populationsgrösse. Das Ziel ist der Gottesstaat. Gottestaaten im allgemeinen und islamische Gottesstaaten im speziellen sind undemokratisch, inhuman und widersprechen unserer aufgeklärten Vorstellung eines Staats- und Gemeinwesens. Ich könnte das jetzt noch substantieren, habe aber weder Zeit noch Lust dazu. Die nächsten paar Tage bin ich in einem Seminar, es sind also keine Blogposts oder Kommentare meinerseits bis Mittwoch zu erwarten. Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich würde denken, das würde euch interessieren. Einfach so. Oder so.

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Gwendolan
Gwendolan 15.06.2008 à 15:59
Ja, nur: Diese reaktionär-traditionell-agressiven Interpretationsarten sind möglich. Das ist das gefährliche. Die Haddith sind ja glaub auch nicht zu vernachlässigen neben dem Koran, und die sind ja glaub etwas einschlägiger was die konkreten Regeln betrifft? Deswegen sollte man sein Leben und die Entscheidungen darin mithilfe seines Verstandes gestalten und treffen, nicht mithilfe alter Märchen. Denn Märchen und ihre Interpretation sind immer völlig beliebig. Meistens sind die Folgen schlecht, und wenn sie einmal gut sind, dann weil es der Zufall so wollte.

Das Problem ist, dass bei religiösen Texten halt die geistliche Elite die Deutungshoheit hat, dh. ihre Interpretation gilt automatisch als "richtig", die der "Normalbürger" wäre - bei Widersprüchen - reinste Ketzerei.
Gwendolan
Gwendolan 15.06.2008 à 00:47
Alle Abrahamitischen Religionen sind gleich, und alle sind gefährlich. Nur ist das Christentum halt (in Europa) relativ "domestiziert". Selbst gestandene Theologen getrauen sich hier nicht mehr, wenn sie von "Himmel & Hölle" sprechen selbige als mehr als Metaphern zu bezeichnen.

Ich sage nicht, dass jeder Moslem eine Gefahr für die Gesellschaft ist, genauso wenig wie jeder Christ eine Gefahr für die Gesellschaft ist. Das Problem ist nicht der einzelne Gläubige, sondern das irrationale Glaubenssystem an sich.

Du magst den Koran und die ganzen "Begleittexte" und Interpretationen nicht als Vorschrift, nicht als sakrosankt betrachten. Aber mache Moslems tun dies, und die Stimme des "gemässigten" Islams ist schwach bis unhörbar. Wahrscheinlich, weil jeder, der sich dem Verdacht aussetzt, dem Islam(ismus) den Rücken gekehrt zu haben sich der Gefahr einer Fatwha aussetzt. Ich weiss nicht, was in "eurer Tradition" erlaubt ist bezüglich Demütigung und Hinrichtung. Aber ich weiss, wie das die Staaten, welche nach der Sharia aufgebaut sind handhaben. Die radikalen Moslems mögen mit nicht mit jeder Tradition zu tun haben - klar. Aber selbst wenn sie nur eine Minderheit ausmachen, so scheinen sie bei der Meinungsbildung, z.B. in politischen Fragen, eine sehr sehr laute Stimme zu haben.

Das Christentum hat selbstverständlich durchaus auch eine blutige Tradition, weswegen es auch saugefährlich wäre, wenn das Christentum (wie im Mittelalter) politisch das sagen hätte.
Gwendolan
Gwendolan 04.06.2008 à 15:11
Worin besteht der Unterschied zwischen "normalen" Moslems und radikalen Islamisten? Meiner Erfahrung nach darin, dass die Islamistenden Koran, Hadith, etc. und ihre Gebote ernster nehmen, also näher am Islam dran sind. Und dass die Umsetzung der dortigen Vorschriften für unsere Gesellschaft eine Gefahr darstellen, liegt auf der Hand - oder soll ich besser sagen: Auf der abzuhackenden Hand des eines geringen Vermögensdeliktes Beschuldigten?

Selbstverständlich gibt es auch "radikale", also schrift-nahe und damit konsequente Menschen und grausame Traditionen in anderen Religionen - deswegen gehören die anderen Religionen genau so abgelehnt und bekämpft.

Wirklich schade, dass disbezüglich viele Menschen glauben eine Meinung zu haben, obwohl sie sich nie wirklich damit auseinandergesetzt haben.