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04.12.1985Habite à
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Heiteres Intermezzo II: Penn & Teller
moins de 2 ansSehr empfehlenswert im Bereich unerhaltsame Religionskritik ist das Duo Penn & Teller. Hier über die Bibel:
Viel Spass!
Lu 619 fois | 0 CommentairesScientology
moins de 2 ansWas genau glauben diese Scientologen denn eigentlich? Schön nacherzählt wurde das ganze bei Southpark:
Uh, hoffentlich ist niemand, der das jetzt geguckt hat abergläubisch. Laut Scientologyideologie stirbt man nämlich wenn man unvorbereitet Kenntnis von dieser inzwischen nicht mehr so geheime Story erlangt. Als Vorbereitung für dieses „Geheimwissen“ braucht man gemäss diesen Spinnern eigentlich Jahrelange, teure Kurse bei Scientology, die einen nebenbei auch noch gegen radioaktive Strahlung immun machen sollen. Soweit so absurd. Aber das ihr "Glaube" auf der Absurditätsskala ganz weit oben liegt macht es die Scientologen nicht weniger gefährlich.
Scientology wurde vom Hochstapler und Science-Fiction-Autor (Wen wunderts…) L. Ron Hubbard erfunden. Die Scientologen sind auf Geld und Macht aus und um diese Ziele zu erreichen ist ihnen jedes Mittel recht. Mitglieder werden mit fiesen Methoden rekrutiert, systematischer Gehirnwäsche unterzogen, sozial isoliert (Alle Nichtscientologen sind böse) und finanziell ausgebeutet. Schamlos werden durch Scientologen die Behörden und Gerichte infiltriert. In einer Art Beichte („Auditing“ in Scientology-Terminologie) werden die Mitglieder regelmässig über privateste und intimste Details ausgequetscht. Alles wird aufgezeichnet . Eine herrlich perfide Methode um Informationen zu sammeln mit denen man Abweichler im Falle des Falles erpressen könnte, oder etwa nicht? Scientology rekrutiert auch gerne mal in Holywood neue Maskottchen – die Religion von Tom Cruise und John Travolta kann ja so schlecht nicht sein, oder? Scientology unterhält sogar einen eigenen „Geheimdienst“. Eine Perversion von Religion, sicher. Aber in jeder Perversion stecken Bestandteile vom Original. Ein schönes Beispiel dafür wie unter falscher Flagge die „unantastbare religiöse Toleranz“ missbraucht werden kann. Hier zwei beängstigende Dokumentationen über die Psychofritzen:
BBC Panorama:
Link zu Google-Video: "Scientology and Me"
Inside the Cult:EDIT: Hier wollte ich eigentlich die britische Dokumentation "Inside the Cult" verlinken, aber die ist seit heute nicht mehr auf Youtube. Dafür habe ich eine nette Internetseite gefunden, welche versucht die Machenschaften von Scientology zu dokumentieren.Mehr Videomaterial findet ihr auf "XenuTV".
NACHTRAG:Ach ja, das Video mit den verrückten Scientology Bluthunden darf natürlich auch nicht fehlen. Was hast DU getan? *Glubschaugen*
Also haltet die Augen offen und glaubt nicht alles, was man euch an Strassenständen über Missstände in der Psychiatrie erzählt. Und meidet „gratis Persönlichkeitstests“ wenn euch solche angeboten werden sollten.
Lu 1097 fois | 0 CommentairesHeiteres Intermezzo I
moins de 2 ansBevor wir uns wieder ernsteren Themen zuwenden, ein heiteres Intermezzo aus den Tiefen des Internets. Der amerikanische Komiker Geoge Garlin über Religion:
George Carlin - Religion is Bullshit:
Have fun! :)
Lu 609 fois | 0 CommentairesWahrheit
moins de 2 ansWas ich auch schon gehört habe ist, jeder habe seine eigene Wahrheit. Das Problem ist, dass das Wort Wahrheit eben gerade nicht das beschreibt, was für jeden anders ist. Wahrheit ist nicht subjektiv. Ein subjektives Bild der Welt aber nennt man „Meinung“ und nicht „Wahrheit“. Wahrheit ist universell. Wahr ist eine Aussage, welche unsere Welt so beschreibt, wie sie wirklich ist. „Wahrheit“ hat nichts damit zu tun, welches Weltbild mir ein gutes Gefühl vermittelt. Das Universum schuldet uns keinen Trost. Das Wort "Wahrheit" meint objektiv, und nicht subjektiv richtig.
Man könne dem entgegenhalten, dass wir die Wahrheit gar nicht kennen können. Dass wir mit unseren beschränkten Sinnen und durch den Filter der Wahrnehmungsprozesse in unserem Nervensystem die Welt gar nie ganz so erfassen können, wie sie wirklich ist. Das ist selbstverständlich richtig, aber nur weil wir nie sicher sein können die objektive Wahrheit genau zu kennen, dürfen wir nicht den Fehlschluss machen sie existierte nicht. Die Naturwissenschaft abstrahiert so weit wie nur irgendwie möglich von persönlichem erleben. Ihre Methoden sind die einzigen, mit welchen wir der Wahrheit immer näher kommen.
Lu 720 fois | 0 CommentairesWarum ich Antitheist bin oder, warum es mich kümmert was für Märchen die Leute glauben
moins de 2 ansWie ich im vorangehenden Eintrag erklärt habe sind die Behauptungen, welche die Religionen über die Beschaffenheit des Universums aufstellen schlicht und einfach falsch. Aber was geht mich das an? Könnte mir das nicht einfach völlig egal sein? Ich sage nein. Religion ist etwas schlechtes, wird aber weithin als etwas Gutes, ja gar als etwas jeglicher Kritik entzogenes angeschaut. Da in der Schweiz der grösste Teil der religiösen Bevölkerung der Christenheit zugehört ist das Christentum in unseren Gefilden auch die grösste Religiöse Bedrohung. Es ist aufgrund der kulturellen Prägung naheliegend, dass ich mich primär mit den schlechten Seiten des Christentums und damit dem Gott der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam beschäftige. Das soll nicht heissen, dass ich andere Religionen weniger ablehnen würde als diesen, sondern nur, dass sie mich weniger betreffen.
Die "Ethik"/Moral der Bibel
Der Gott des alten Testaments
“The God of the Old Testament is arguably the most unpleasant character in all fiction: jealous and proud of it; a petty, unjust, unforgiving control-freak; a vindictive, bloodthirsty ethnic cleanser; a misogynistic, homophobic, racist, infanticidal, genocidal, filicidal, pestilential, megalomaniacal, sadomasochistic, capriciously malevolent bully.” – Richard Dawkins, The God DelusionDieses Zitat sagt eigentlich schon alles. Die treffendste Charakterisierung des Monotheistischen Gottes der drei „Weltreligionen“ die ich je gelesen habe.
Das neue Testament macht nichts besser
Manche wenden ein, im neuen Testament würde alles besser, was mitnichten der Fall ist. Wo Gott die Menschen im Alten Testament einfach nur mit Tod und Verderben bestrafte wenn sie anders verhielten als es ihm in den Kram passte, so werden ihnen ab dem neuen Testament auch ewige Höllenqualen im Jenseits angedroht. Die Jesusgeschichte ist bestenfalls absurd: Ein allmächtiger, allwissender und allgütiger (!) Gott lässt eine Jungfrau seinen Sohn, der auch er selbst ist, gebären, der sich dann für die sogenannten „Sünden“ , also den Verstoss gegen seine eigenen Gebote, der Menschen, die er selbst geschaffen hat, unter schrecklichen Qualen an einem Holzkreuz aufhängen, so dass Gottvater, respektive er selbst, den Menschen danach eben diese „Sünden“ in alle Ewigkeit vergeben kann.Die Bibel ist ethisch ein katastrophales Buch, und wer etwas anderes behauptet hat sie entweder nicht, oder nur sehr sehr selektiv gelesen.
Die „Wurzel alles Bösen“
Dass religiöser Fanatismus sehr gefährlich sein kann, hat sich durch die Menschheitsgeschichte immer wieder gezeigt. Und wer – „gemässigt“ – grundsätzlich honoriert, wenn Menschen irrationale und unlogische Dinge glauben, der legt damit das Fundament für Fanatiker und Extremisten. Inquisition, Kreuzzüge, Unterdrückung der Wissenschaft, Hexenverbrennungen, Zerstörung immenser „heidnischer“ Kulturschätze, Unterdrückung von Frauen und Homosexuellen, Unterstützung der Nazis während des zweiten Weltkrieges und bei der Flucht danach, hunderte von Kriegen und Konflikten quer durch die Menschheitsgeschichte– für dies und noch viel mehr tragen Religionen und Kirchen (Mit-/Haupt-)Verantwortung.Sehr ans Herz legen möchte ich euch den Dokumentarfilm „Root of all Evil“:Das war früher? Heute ist nichts besser!
Auch heute sind unterschiedliche Vorstellungen über nicht existente Fabelwesen Nährboden für viel Leid auf dieser Welt. Islamischer Terrorismus, diverse Kriege (Nahostkonflikt. Tschetschenien. Irland. etc.) wären ohne Religion gar nicht erst entstanden oder hätten viel leichter gelöst werden können. Auch behindern religiöse Gruppierungen mit ihrer falschen Vorstellung über die Welt nach wie vor in vielen Ländern die Wissenschaft. Die Resultate von Stammzellenforschung könnten vielen Tausenden richtigen leidenden Menschen Erleichterung und Heilung bringen. Aber solange man dafür ohnehin der Vernichtung geweihte menschliche Zellklümpchen – Embryonen also – benötigt melden die Kirchen „ethische Bedenken“ an. Hallo? Was genau soll daran ethisch sein, kranke Menschen verrecken zu lassen um Zellklumpen statt der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen zu vernichten? Jetzt haben Wissenschaftler zwar einen Weg gefunden pluripotente Stammzellen aus Embryonen zu extrahieren ohne diese zu vernichten (dann werden sie halt nachher, „ethisch korrekt“ vernichtet), aber diese religiösen Absurditäten haben die Forschung über Jahre verzögert und viel Leid verursacht. Auch ein Papst, der in Drittweltländern (mit zT. Frappierenden HIV-Raten) gegen den Gebrauch von Präservativen predigt/predigen lässt handelt zutiefst unethisch.Was kranke christliche Ideologien und ihre Vertreter aus Kindern machen können, sieht man in erschreckender Weise im Film Jesus Camp. Und da haben wir mit Scientology und sonstigen kranken Sekten noch nicht mal angefangen...Ich finde es unhaltbar, dass der Staat für die Kirchen die Vereinsbeiträge eintreibt (Und das jede Firma in der Schweiz diese bezahlen muss und sich nicht wie eine Privatperson davon befreien kann).
Ich finde es unhaltbar, dass Gott in der Präambel unserer Bundesverfassung steht.
Ich finde es unhaltbar, dass Art. 261 (NICHT 261bis) StGB es verbietet öffentlich so über Religionen zu sprechen, wie es ihnen gebühren würde.
Ich finde es unverständlich, weshalb „Glaube“ und „Religion“ in der Gesellschaft als etwas grundsätzlich Gutes angesehen werden.
Ich finde es inakzeptabel, dass Vertreter der kranken Christlichen Ideologien erste Wahl für Ethikräte und dergleichen sind.
Deshalb finde ich, dass irrationale Ideologien jeglicher Art offene Ablehnung und offene Missbilligung verdienen - und meine Darstellung der Verbrechen und Vergehen der Religionen erhebt noch nicht einmal Anspruch auf Vollständigkeit.
Da ich aber ein rationaler Mensch bin werde ich nicht einfach die Beherrschung verlieren sondern versuchen, unsere Gesellschaft mit sachlicher Diskussion weiter zu bringen. Es ist an der Zeit, dass die Menschheit ihre grosse Kinderkrankheit Religion endlich abstreift.
Lu 1618 fois | 13 Commentaires
Warum ich Atheist bin
moins de 2 ansManche Menschen versuchen die Welt mit Gott zu erklären. Aber abgesehen davon, dass sie sich dabei immer in Widersprüche verwickeln und kläglich scheitern, braucht es ganz einfach keine übernatürlichen Mächte zur Erklärung unseres Universums. Oder um es mit den Worten des Astronomen Pierre-Simon de Laplaces auf Napoleon Bonapartes Frage, wo denn Gott in seinen astronomischen Berechnungen stecke, auszudrücken: „Diese Hypothese benötige ich nicht!“
Das naturwissenschaftliche Weltbild
Die Naturwissenschaften können die Natur nicht nur auch ohne Gott erklären; sie können sie sogar viel besser ohne einen himmlischen Dirigenten erklären, der mit seinen ganzen Zusatzproblemen nur stören würde. Die Einführung der Gotteshypothese würde unsere Welt unlogisch machen. Nachdem mal alles angefangen hatte (darauf werde ich im nächsten Abschnitt zu sprechen kommen) nahm die Natur ihren Lauf. Sterne bildeten sich und vergingen wieder, leichte Elemente wurden zu schwereren. Aus dem Sternenstaub vergangener Sterne formten sich neue Sternengenerationen. Aus den sie umgebenden Staubscheiben formten sich manchmal Planeten. Jahrmilliarden dauerten diese Prozesse. Immer komplexere Moleküle konnten entanden, bis eines Tages die simpelste Form eines replizierenden Moleküls den Ozeanen der jungen Erde entsprang. Es kopierte sich immerfort, manchmal passierten Fehler. Je mehr Replikate solche Moleküle produzieren konnten, desto weiter verbreiteten sie sich. Und die Evolution des irdischen Lebens nahm ihren Lauf. Naturwissenschaftliche Erklärungen können sich mit fortschreitender Erkenntnis (im Gegensatz zu religiösen Dogmen) verbessern. Es kann sein, dass wir uns in einigen Punkten irren. Aber im grossen und ganzen sollte das etwa hinkommen.Die erste Ursache
Manche mögen einwenden, die Naturwissenschaft könne nie eine Antwort darauf geben, was denn die erste Ursache gewesen sei, was den Ausschlag gegeben habe für vor knapp 14 Milliarden Jahren gestartete kosmische Kausalkette. Tatsächlich ist sich die Naturwissenschaft noch nicht sicher, wie genau das passiert ist. Weshalb es etwas gibt, und nicht vielmehr nichts. Möglicherweise werden der Anfang von Raum, Materie und der Zeit selbst für immer im dunklen Bereich der Spekulation bleiben. Was allerdings jedem einleuchten muss, ist, dass die Einführung eines intelligenten, allmächtigen, allwissenden und damit Unheimlich Komplexen Gebildes, welches das uns bekannte Universum „gestartet“ hat, das Ganze nicht vereinfach sondern extrem verkompliziert. Man kann etwas (verglichen) einfaches wie einen Urknall nicht damit erklären, dass man etwas viel komplizierteres als Auslöser davor setzt. Schon gar nicht wenn unerklärt bleibt, wo dieses komplizierte Etwas denn hergekommen ist. Und wenn es nirgends hergekommen ist, sondern schon immer da war dann ist die Erklärung viel einfacher, dass das Universum nirgends hergekommen ist sondern schon immer da war.Der Sinn des Lebens
Ein weiterer Einwand gegen ein pur materialistisches Weltbild ist, dass die Naturwissenschaft nur das „wie“, nicht aber das „warum“ erklären könne. Zuerst einmal beansprucht die Naturwissenschaft eigentlich gar nicht, den Sinn des Lebens zu klären (der ja ohnehin bekannt ist und „42“ lautet). Das liegt ganz einfach daran, dass die (meisten) Naturwissenschaftler ehrliche Kerle sind und nicht behaupten etwas erklären zu können, was sie nicht können. Die Religionen behaupten zwar diesen zu kennen, aber behaupten kann nun mal jeder was er will. Wer glaubt der Sinn seines Lebens eher durch antike und vorantike Mythen und Märchen, statt durch selbständiges Denken, Fühlen und Handeln ergründen zu können, dem sei das belassen. Erklären können sie das grosse „Warum“ auch nicht. Ich kann es verstehen, wenn manche Menschen es ein schönes Gefühl fänden, ihr Leben hätte irgendeinen höheren, universellen Sinn. Dieses Gefühl ändert aber nichts an der tatsächlichen Beschaffenheit des Universums – Dieses schuldet uns aber nun mal keinen Trost.Beweis der Nichtexistenz Gottes?
Man könnte mir auch entgegenhalten (und hat das auch schon getan), es sei trotz den naturwissenschaftlichen Erklärungen denkbar, dass ein Gott dahinter steckt und alles so geschaffen hat, wie wir es vorfinden. Schliesslich könne man nicht beweisen, dass er nicht existiert. Es ist vollkommen richtig, dass man die Nichtexistenz von etwas nicht beweisen kann. Man kann auch nicht beweisen, dass es keine unsichtbare pinkfarbene Einhorner gibt (Das Bild oben ist eine abstrahierte Darstellung dieser Figur). Man kann die Nichtexistenz von Zeus nicht beweisen. Man kann die Nichtexistenz von Drachen, Feen und des Osterhase nicht beweisen. Es ist tatsächlich so, dass für einen Sachverhalt immer unendlich verschiedene Erklärungen denkbar sind. Allerdings sind nicht alle gleich gut. Mit derselben Argumentation könnte man auch behaupten, wir lebten in der "Matrix". Oder seien vollständig Produkt einer aufwändigen Simulation. Und wenn eine einfache, natürliche Erklärung einen Sachverhalt zufriedenstellend beschreiben kann, dann besteht ganz einfach kein Bedarf eine wahnwitzig komplizierte kosmische unbekannte Variabel in das Weltbild einzuführen.Wahrlich, es besteht kein Bedarf an solch einer Hypothese.
Lu 786 fois | 5 CommentairesDie Pascalsche Wette
moins de 2 ansDie Wette
Eines der dümmsten „Argumente“ welches einem gläubige Menschen ab und zu an den Kopf werfen ist die Pascalsche Wette. Es gibt verschiedene Variationen davon, aber im Kern geht sie etwa so:„1. Wenn es Gott nicht gibt und du hast daran geglaubt, hast du nichts verloren.
2. Wenn es Gott gibt, und du glaubst daran, kommst du in den Himmel.
3. Wenn es Gott gibt, und du glaubst nicht daran, kommst du in die Hölle.
Ergo kannst du also nur gewinnen, wenn du an Gott glaubst, aber sehr viel verlieren, wenn nicht! Es wäre also dumm, nicht an ihn zu glauben!“
Du findest, das tönt einleuchtend? Du würdest einem Nachwuchsmissionar, der dich mit diesem „Argument“ konfrontiert tatsächlich „hm, ja, das hat was… Ich werde drüber nachdenken.“ antworten?
Keine Angst, spätestens nach dem lesen dieses Blogposts (hoffentlich natürlich schon zuvor) kann dir das nicht mehr passieren. Ich erhebe keinen Anspruch auf vollständige Abhandlung aller unlogischen und falschen Elemente der Pascalschen Wette, aber werde die für mich offensichtlichsten aufzuzeigen versuchen.
Welcher Gott?
Zuerst einmal reduziert Pascal die Möglichkeiten auf zwei: Entweder gibt es einen Gott, oder es gibt keinen. Das Problem ist aber, dass nicht nur ein Gott denkbar ist, im Gegenteil. Die Menschheit hat sich schon hunderttausende von Göttern ausgedacht. Und es sind noch hunderttausende weitere denkbar. Und wenn eine dieser Gottesvorstellungen wahr wäre, der Gott, vor welchem der Tor der auf Pascals Wette hereinfällt sich zu verantworten hat aber nicht Jehova ist, aber genauso eifersüchtig, na dann adieu Himmelreich. Alle Menschen sind Atheisten bezüglich der meisten Götter, an welche die Menschheit je geglaubt hat. Die Menschen, die man als Atheisten bezeichnet, gehen nur einen einzigen Gott weiter. Pascal reduziert die unendliche Anzahl denkbarer Göttern auf einen einzigen. Damit vereinfacht er das Problem in unzulässiger Weise auf eine „entweder-oder-Situation“, wo eine solche gar nicht gegeben ist. Prämissen zwei und drei sind damit falsch.Nichts zu verlieren?
Ausserdem reicht es einem Gott natürlich nicht, dass man nur an ihn glaubt. Er erwartet auch, dass man ihn lobpreist, ihm Opfer bringt, heilige Kriege führt und so weiter und so fort. Man kann sehr viel dadurch verlieren, dass man an Gott glaubt. Sein richtiges, einziges Leben nämlich. Jede Sekunde die ein Mensch mit der Anbetung eines nichtexistenten Superpapis verbringt ist eine weggeworfene Sekunde. Jedes religiöse Gebot schränkt den Menschen unnötig ein. Mal abgesehen davon, dass gläubige Menschen mit ihren Ideologien eine Bedrohung für die ganze Menschheit sind.Sich dafür entscheiden zu glauben?
Desweiteren ist es ja auch nicht so, dass Menschen sich dazu entscheiden würden, etwas zu glauben. Was ich „glaube“ und was nicht hat nichts mit einer Entscheidung zu tun, sondern damit, wie mein Verstand meine Umwelt interpretiert. Es ist gar nicht möglich, sich zu entscheiden, an etwas zu glauben. Pascal kann also nur gemeint haben, man solle vorgeben an Gott zu glauben, man solle so tun als ob. Aber Moment, einen allwissenden Gott belügen? Ist das nicht ein klitzekleines Problem?Fazit
Pascals Wette ist – wie jedes theistische „Argument“ – einfach nur dumme Bauernfängerei. Und diese Tatsache muss man den Möchtegernmissionaren auch nicht vorenthalten. ;-) Lu 744 fois | 4 CommentairesEröffnung von Gwendolans a(nti)theistischem Blog
moins de 2 ansDu glaubst weder an Drachen, Feen noch Einhörner? Du glaubst auch nicht an den Osterhasen? Du glaubst an keine Götter? Du hast auch erkannt, dass die „grossen Weltreligionen“ in erster Linie Schlechtes tun? Du hältst deren intoleranten, weltfremden und lebensfeindlichen Ideologien für die grössten Gefahren (auch) des 21. Jahrhunderts? Du durchschaust die unappetitlich schleimigen Attitüden ihrer Vertreter? Dann bist du hier richtig. Und wenn nicht, erst recht: Öffne deine Augen und nutze deinen Verstand gegenüber Religion genau so kritisch wie sonst auch.
Fangen wir doch mal mit ein paar Grundlagen an, die ein aktiver Internet-A(nti)theist nicht missen sollte.
Links:
YouTube kennt eigentlich jeder, aber vielleicht ist nicht jedem bewusst, dass es dort eine recht ausgebaute Atheistencommunity gibt. Besonders ans Herz legen möchte ich euch an dieser Stelle die sehr unterhaltsamen Videos von „Nick Gisburne“. Er selbst wurde zwar inzwischen von YouTube verbannt, aber seine Filmchen tauchen da immer wieder mal auf.
Das "Rational Respond Squad" ist eine grössere amerikanische A(nti)theistencommunity. Unter anderem Initiator des Blasphemy-Challenge auf YouTube.
Godisimaginary und Whywontgodhealamputees veranschaulichen sehr unterhaltsam viele Absurditäten der christlichen Heilslehre.
Im deutschsprachigen Brightsblog werden aktuelle, vornehmlich europabezogene, a(nti)theismusrelevante News besprochen.
Auf Atheismus.ch findet man Beiträge zu vielen A(nti)theistischen Themenbereichen und hat auch gleich die Möglichkeit, diese zu kommentieren und zu diskutieren.
Das fliegende Spaghettimonster: Hier findet man den deutschsprachigen Internetableger der satirischen Religionsgemeinschaft seiner Nudligkeit.
Apropos Satire: Die „Landoverbaptists“ sind eine sehr aufwändige und sehr unterhaltsame Parodie auf die amerikanischen Extrem-Evangelikalen. Ihr „Pastor Harry Hardwick“ war zweimal zu Gast beim „Infidel Guy“ und verkörpert dort den religiösen Fanatiker so haarscharf an der Realität, dass man wirklich eine Weile braucht um zu bemerken, dass es sich um Satire handelt.
Podcast:
Es gibt ein paar Podcast welche sich mit Atheismus beschäftigen. Aufgrund teilweise schlechter Qualität der anderen (mir bekannten) möchte ich an dieser Stelle allerdings vor allem die Podcasts des „Infidel Guy“ empfehlen. Einfach mal im iTunes-Store nach „Infidel Guy“ suchen. Unter anderem diskutiert der Podcaster mit Persönlichkeiten wie Richard Dawkins und Subjekten wie Kent Hovind
Bücher:
Ja ich weiss, Bücher sind aus Papier, kosten Geld und Geduld und man hat für die Uni eigentlich schon genug davon durchzuackern. Aber diese paar sollten in einem a(nti)theistischen Bücherregal nun wirklich nicht fehlen:
Richard Dawkins
- Das egoistische Gen: Evolution anschaulich erklärt
- Der Gotteswahn: Gnadenlose Abrechnung
- Eine kurze Geschichte der Zeit: Grundlagen der Existenz unseres Universums
- Der Herr ist kein Hirte: Religionskritik vom Feinsten
- Das Ende des Glaubens: Stellenweise etwas esoterische, aber trozdem sehr empfehlenswerte Lektüre
- Manifest des Evolutionären Humanismus: Man kann ja nicht nur gegen etwas sein, man muss auch etwas anbieten. Eine vernunftbasierte Ethik zum Beispiel.
Diese Bücher sind dir zu teuer? Dann hol dir deine Bildung halt sonstwo…

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