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Billets de blog - Octobre 2008

Schneewittchen

Schneewittchen

moins de 1 ans

Die schönste aller Frauen. Weiss wie Schnee. Rot wie Blut.
Und ich? Bin ich eine Frau? So eine richtige? Fragte ich mich, als ich heute morgen meine schweren Wanderschuhe zuschnürte, welche weniger Sexappeal haben als die hässliche Wetterhexe, welche Schneewittchen den Garaus machen will.

- Ich habe noch nie Stilettos getragen, geschweige denn welche gekauft.
- Ich besitze weniger als vier Paar tragbare Schuhe.
- Ich wurde noch nie für mehr als 20 Franken frisiert und dies auch erst fünf Mal im Leben.
- Ich brauche am Morgen fünf Minuten im Bad: drei fürs Anziehen, zwei fürs Zähneputzen.
- Ich habe noch nie gebügelt.
- Ich weiss nicht, wie man die Waschmaschine bedient.
- Ich habe mir noch keine Folge von Sex and the City und Desperate Housewifes angeschaut.
- Männer mit Muskeln gefallen mir nicht besonders.
- Kinder find ich erst so richtig spannend, wenn sie in der Pubertät sind.
- Ich hasse Shoppen. Es sei denn mit SCH und enthalte Hopfen und Malz.
- Ich vermeide direkte Sonne und damit verbundene Sonnenbäder.Ich bleibe bleich. Weiss wie Schnee.
- Ich friere selten.
- Ich habe mich über den Schnee gefreut.

Doch genau als Frau Holle ihre himmlischen Grüsse sanft herabschweben liess, meldete sich vom Untergeschoss her der schmerzliche Besuch von Tante Rosa an. Ich bin eine Frau. Schneewittchen. Danke, Danke, oh Mutter Natur, Maria, Madonna, Patcha Mama, dass du elende, alte Verräterin mir mein Frausein ausgerechnet auf diese Art in Erinnerung rufen musst!

Lu 563 fois | 9 Commentaires
Was heisst UBS?

Was heisst UBS?

moins de 1 ans

UBS: U & us = UBS?

Anscheinend sind da Satiriker und gar Politiker anderer Meinung. Zwei Beispiele:
Christine Egerszegi: Unsere Bank der Schweizer
Peter Tate: U BullShit




Wie wärs mit:
- Ulkige Börsen Satire
- Unersättliche Bonus-Schweine
- Unbeliebte BittSteller
- Unsichere Bank-Strategen
- Unterste Bank-Schublade
- ubs, das ging daneben ...


Andere Ideen?

Lu 1327 fois | 9 Commentaires
Post von Patti: Liebe Emos

Post von Patti: Liebe Emos

moins de 1 ansColonnes

Liebe Emos
Dank Michèle Roten weiss nun die ganze Nation, dass ihr keine australischen Laufvögel seid und dass man euch kein Obst an den Kopf werfen sollte.
Jahrelang haben wir Pädagogen, Psychologinnen, Lehrer und Sozialarbeiterinnen für mehr Emotionen und Gefühle, für Kuschelpädagogik und diskursive Konfliktlösung gekämpft. Wir haben nackt im Regen unsere Aggressionen weggetanzt und unsere Wut aus dem Beckenboden ausgeatmet. Wir meditierten händchenhaltend und streichelten im Kollektiv negative Empfindungen weg. Wir appellierten im Musenalpexpress poetisch für das Recht des Mannes auf Schminke und das Recht der Frau auf spontane Depression.

Doch kaum sind wir durch PISA und Sylvia Blocher wieder zur autoritären Erziehung zurückgekehrt, kommt ihr mit so einer neuen Jugendbewegung daher und wollt alles besser machen. Mehr Emotionen, mehr Adrogynie, mehr Individualismus.
Natürlich habt ihr auch eure eigene Jugendsprache. Die Zeiten von mega giga geil, krass konkret cool und voll easy sind endgültig vorbei. Das ist euch zu gönnen und mich freut's auch schaurig.

Es gibt jedoch ein Tabu, das in Zeiten der internationalen Bildungsstandards nicht gebrochen werden dürfte: Die Vergewaltigung der Orthographie. Für Sprachpuristen ist dies überhaupt die allergrösste Sünde, und ihre Verusrsacher sind des Teufels!
Man shrayBt nun mal aynfaCh nicht zo! Auch niiijihicHT so, iiim fAll! oooder vlt zogar soHoo uund daz one die gaanzen shönen satzzaiKen die mir AiinfaAch fehlen zum besseren verständnijHiis.
Soziolinguisten haben sicher ihre wahre Freude dran. Doch bis die eure Sprache entdeckt haben, gibt es sie (wahrshainlich vlt) nicht mehr.
Im schlimmsten Fall bleibt uns Alten ja noch Grüfnisch oder alternativ die Spick-Geheimschrift.
Enefich wenefuenefensch Enefeenefuch enefallenefes Genefutenefe. Zsxexy Xiyzdn Ety txyzy xueyx Inyxan deyr!

Mit emotionalen Grüssen


Patti_on_pur

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Die postnatale Depression

Die postnatale Depression

moins de 1 ans

... wird auch Wochenbettdepression genannt und hat mich voll erwischt. Ich könnte wochenlang nur noch im Bett liegen, auch wenn es damit wenig zu tun hat.
Postnatale Depressionen ereilen frischgebackene Mütter kurz nach der Niederkunft. Auch ich wurde eben entbunden. Nicht von einem Kind, aber von einer Liz-Prüfungsphase, die länger als eine Schwangerschaft und fast so schmerzhaft wie eine Zangengeburt war. Bezeichnen wir es als Kopfgeburt mit Steisslage.

Das Tragische: Es handelt sich noch nicht mal um meine eigenen Prüfungen. Der Bärtige hatte heute seine letzte Mündliche. Nun, das muss gefeiert werden.
Ich kochte ihm also Blaukraut mit Zitronenpfeffernudeln auf einem Zwiebelbett, dazu Äpfelschnitze und Rauchwürste. Er mags eben deftig.

Kaum war er zu Hause stürtze er sich in seinen Tarnanzug, schnallte die GTE (für Nicht-Dienstleister: so eine Art Gstältli mit vielen nützlichen Gadgets wie Pistole, irgendwelchen geheimnissvollen Behältern und sonstigem Ramsch) um, schlang das Essen hinunter, salutierte und verschwand per SBB irgendwo in die Berge.
Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Was macht man nicht alles für die Schweiz ...
Und nun sitz ich hier. Nach langen Monaten mit Fernsehverbot, keiner Ausgangs-, aber zumindest Einladungssperre, Sexentzug und möglichst wenig unbelasteter Zweisamkeit hock ich zu Hause und sehe mich schon wieder nur mit mir selber konfrontiert.

Voraussichtlich hat der Bärtige Cum Laude abgeschlossen. Nachdem in meiner Familie jemand mit mit Magna Cum Laude, ein anderer mit absoluten Bestnoten und sehr schnell drauffolgendem Doktortitel und ein weiterer als Jahrgangsbester an der ETH (dotiert mit 5000.-) das Studium beendet hat.
Scheisse. Man kann sich nicht vorstellen, wie viel Druck das aufbaut. Es wäre ja geradezu peinlich, wenn ich nun so knapp genügend durchs Studium schlittern würde.

Ich reservier schon mal die Prüfungstermine im Sommer 2015. Bis dahin darf ich noch mit Liz abschliessen. Und schneller schaff ich ein Summa Cum Laude auf keinen Fall.

Lu 569 fois | 0 Commentaires
Fragen an den US-Wahlkampf

Fragen an den US-Wahlkampf

moins de 1 ans

- Warum erinnert mich Sarah Palin an Monica Lewinsky? Kann sie wohl auch eine Zigarre quer in den Mund schieben und dazu nuscheln: "I didn't inhale"?

- "Yes we can!" ist das nicht der Slogan von Bob the Builder?

- Warum nur haben die Demokraten sich einen Kandidaten ausgesucht, dessen Name einem islamistischen Diktaor eines totalitären Nahost-Staates gehören könnte?

- Dürfte nach einem Sieg Obamas der Regierungssitz noch "The White House" heissen?

- Sollten wir nicht alle UN-Beobachter aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten abziehen, damit sie die US-Wahlen beobachten können? Vor allem die in Florida. Dort könnten sie sich mit der Greenpeace zusammentun. Ganz nach dem Motto: "Schützt die Wahlen".

- Ist es ein Zufall, dass die Wahlen kurz nach Halloween stattfinden? Damit wir uns schon mal an die grässlichen Fratzen gewöhnen können? Der eine Kandidat sieht aus, als trüge er eine Hitchcock-Gummimaske im Gesicht, der andere erinnert entfernt an Dumbo.

- Was bringen solche Fragen eigentlich?


(Bild: sweetcrack.wordpress.com/2008/09/27/the-aftermath-obama-vs-mccain-debate/

Lu 821 fois | 9 Commentaires
Post von Patti: Lieber Geroge W. Bush

Post von Patti: Lieber Geroge W. Bush

moins de 1 ansColonnes

Lieber George W. Bush
Deine glorreichen Tage sind gezählt. Während sich Obama mit Deinem Botox-gesichtigen Kumpel Fernsehduelle liefert, könntest Du noch einmal in eine wahre Schlacht ziehen. Ein ruhmreicher Abgang; kein Schlusspunkt, nein, ein Ausrufezeichen wäre Dir sicher!

Die Finanzen sind im Keller und die Börse spürt die Gravitationskraft stärker als Deine Tränensäcke. Leider haben die paar Naturkatastrophen, das bisschen Terrorismus und Deine Kämpfereien im nahen Osten nicht gereicht, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Du solltest vor deinem präsidialen Abgang noch schwereres Geschütz auffahren.

Erklär Europa den Krieg! Diese aristorkratischen und bildungsbürgerlichen Schnösel mit ihrem latenten Anti-Ameriaknismus und ihrer historisch überfrachteten Arroganz hätten schon lange eine Abreibung verdient.

Ein lustiges Wettrüsten, milliardenschwere Investitionen in Verteidigungsmassnahmen, geistige Landesverteidigung in Form einer schon lange nötigen Bildungsexpansion wären die Folge beidseits des Atlantiks. Die Herausforderung, welche der Gegner Europa an die USA stellen würde, wäre auf jeden Fall grösser als diejenige einiger Islamisten aus einem bäuerlich geprägten Umfeld.

Im Übrigen wäre ein zünftiger Weltkrieg ein Grund mehr, Deinen Parteikollegen McCain mit seiner heldenhaften Aktiv-Dienst-Vergangenheit zu wählen. Derweil könnte Sarah Palin eine Fruchtbarkeitskampagne für zukünftiges Kanonenfutter starten. Als ultra-christliche, kreationistische fünffache Mutter stellt sie ein wunderbares Propaganda-Sujet dar. Da können nicht einmal die blondbezopften Plakat-Übermütter vom letzten Weltkrieg mithalten.

Die Schweiz würde natürlich neutral bleiben. So könnte sie Rüstungsmaterial auf alle Seiten liefern, das CERN könnte an einer neuen Atombombe herumtüfteln und die UBS würde bereitwillig ihre leeren Tresore für Kriegsgelder zur Verfügung stellen.

Es wäre allen gedient.

Ich hoffe, dass Dir das Wohl Deiner Partei, der Wirtschaft, Deines Lands und schliesslich das der ganzen Menschheit ebenso am Herzen liegt wie mir.

Mit feindlichen Grüssen
Patti_on_War

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Rätsel

Rätsel

moins de 1 ans

Was ist das?

- Es hat drei Buchstaben

- Der erste ist ein U

- Ein S kommt auch vor

- Es wird von alten, reichen Männern regiert

- Momentan ist alles im Umbruch

- Es deutet alles auf mehr staatliche Regulierung hin

- Geheimhaltung ist oberstes Gebot

- Krisen und Probleme haben globale Ursachen und Auswirkungen

- wobei die Ursachen der Probleme und Krisen fast noch eher hausgemacht sind, wenn ich’s recht bedenke

- in den letzten neolibaralisierten Jahren wurde es schick, davon Fan zu sein

- Es ist zu gross und zu stark und es hat zuviel Geld

Ist es eine Bank? Ist es ein Land? Ich wünsche auf jeden Fall gute Besserung!

Lu 227 fois | 0 Commentaires
virtuelle masturbation

virtuelle masturbation

moins de 1 ans

es ist unerhört unglaublich, was man heute so alles im netz bewerkstelligen kann. meine sozialen kontakte laufen über facebook, meine aufträge generiere ich über unterhalter.ch oder über meine homepage, meine anerkennung hole ich mir mit blog-schreiben, unterhaltung gibt's auf youtube und wenn ich mal sex brauche... nunja, mehr varietäten und perversionen dieser schönsten nebensache gibt's wahrscheinlich nirgendwo sonst. und alles gratis.

wir entwickeln uns zu einem volk von masturbierenden, sagt kolle, der niederländisch-deutsche aufklärungspionier.

wie wahr. wenn masturbieren als synonym für das ersetzen von interaktionen durch autonomes handeln verstanden wird, dann stimmt das bei mir völlig.
insofern masturbiere ich mich durchs studium, indem ich mir vorlesungsskripte von der institus-homepage und quellen von gutenberg herunterlade. sich einen runterholen gewinnt eine ganz neue dimension.
soll ja auch gut sein gegen langeweile, diese selbstbefriedigung. oder als ausweichmanöver, wenn man eigentlich wichtigeres zu tun hätte.
hier finde ich ebenfalls eine vollkommene analogie. ich onanier mir ein bisschen universitäres wissen rein, und das freiwillig. obwohl ich eigentlich eine aufgabe in meiner kernkompetenz zu erledigen hätte: dumm schnurre und damit geld verdienen.
mein comedy-programm, das in wenigen tagen stehen und eine kleine vorpremiere in geschlossener gesellschaft feiern sollte, klebt harzig zwischen den ganglien und den tasten.
möglicherweise eignen sich inhalte, welche für ein publikum bestimmt sind, einfach nicht für masturbation und sind deshalb äusserst unbefriedigend.
vielleicht sollte ich mal vor dem spiegel üben. das soll ungemein erregend sein. im falle eines comedy-programms ist es allerdings eher peinlich. vor allem für mich als fremdschämerin (geht auch beim eigenen spiegelbild).
dann doch lieber youtube.

Lu 1532 fois | 4 Commentaires
Post von Patti: Liebe SBB

Post von Patti: Liebe SBB

moins de 1 ansColonnes

Liebe SBB
Ich bin Studentin und Zugfahrerin. Beides freiwillig, vorbildlich und zum Wohl der Gesellschaft. Soll ersteres zur Erhellung der Menschheit beitragen, so will letzteres die Erhitzung der Gemüter abkühlen, dem geringen CO2-Ausstoss sei Dank.
Obwohl ich täglich nur an die 40 Schienen-Kilometer zurücklege, habe ich mir den Luxus eines GA’s geleistet, damit ich mich nicht mit Billett-Automaten herumschlagen muss*. Dadurch subventioniere ich Ihr Unternehmen mit knapp 2000.- pro Jahr, denn ein 1000-fränkiges Strecken-Abo täte es auch. Dies meint zumindest das Steueramt, welches meine GA-Rechnung mit trauriger Regelmässigkeit ablehnt.
Soviel zu meinem Beitrag für eine bessere Welt.
Nun zu dem Ihrigen: Sie wollen die Billettpreise in den Stosszeiten erhöhen, damit, ich zitiere: „Rentner, Studenten und Ausflügler“ auf Züge umsteigen, die nach 9 Uhr verkehren. Denn Studenten, das haben Sie messerscharf erkannt, sind faule Säcke. Sie wohnen alle in Zürich und den anderen Universitätsstädten, da es dort bekanntlich extrem viel günstigen Wohnraum gibt. Somit müssen sie keine langen Wege unter die die Füsse, Verzeihung, unter die Räder nehmen und können getrost bis zum Mittag ausschlafen. Natürlich können sie auch ihren Stundenplan vollkommen selbstbestimmt zusammenstellen, vor allem seit der Bologna-Reform. Wer beginnt schon vor 9 Uhr morgens zu studieren?
Ihre Züge sollen besser ausgelastet werden, nicht aber die teuren Universitätsgebäude (man denke nur an die Calatrava-Bibliothek und ähnliche Prunkbauten), welche beheizt und unterhalten werden. Und dies auch vor 9 Uhr morgens.
Das macht Sinn, denn die Unis werden schliesslich staatlich, sprich vom Steuerzahler finanziert. Nur der Staat ist dank Moriz und all den anderen grünen und linken Spinnern verpflichtet, „Anreize zu schaffen“ für klimafreundlichen Transport.
Sie sind jedoch privatisiert und wollen auch etwas vom Kuchen der steigenden Öl-Preise und der Klimadebatte abhaben. Es lebe der deregulierte Liberalismus nach US-Vorbild!

Mir bleibt nur eins: Ich spar mir das GA und leiste mir von dem Geld einen Schrebergarten und einen Offroader. Wenn ich Glück habe, geht dieser dann als Landwirtschaftsfahrzeug durch und wird von den Steuern befreit.


Im Namen aller Grossverdiener mit flexiblen Arbeitszeiten (StudentInnen, VerkäuferInnen und SekretärInnen) grüsst Sie Klima-wärmstens

Patti_on_Track


*Leider wurde mir auch diese Freude mit den Nachtzug-Zuschlägen gründlich verdorben.

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