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Billets de blog - Septembre 2008

Wie hätte ich wohl ausgesehen

Wie hätte ich wohl ausgesehen

moins de 1 ans

... hätt ich in den 50ern, 60ern oder 70ern gelebt? ... wär ich mit dem anderen Geschlecht zur Welt gekommen? ... wär ich ein Ami, hätte 1000 Klassenkameraden (durchaus üblich an High-Schools) und müsste mich deshalb in einem dieser behämmerten Year-Books verewigen?
All diese Fragen beantwortet yearbookyourself.com.


Leider hat das Ding Suchtpotenzial. Auf Facebook und sogar in der Chefredaktion von Students ist es jedenfalls der Renner. Für egozentrische, eitle Pfauen soweiso das Allerschönte: 50 mal ICH!













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Ich hasse Haustiere

Ich hasse Haustiere

moins de 1 ans

oder deren sie vermenschlichenden Frauchen, Herrchen, Kindchen samt -schema. Oder die zuweilen etwas absurden zwischenmenschlich-tierischen Umgangsformen.

- Hasi hat Fieber, Hilfe! Hasi ist ein Familienmitglied, wenn Hasi Fieber hat, dann setzen wir alle Flaggen auf Halbmast und können nicht mehr richtig arbeiten oder studieren. Und falls Hasi tatsächlich sterben sollte, kriegt Hasi ein wunderschönes, rührendes Begräbnis samt Tierurne!

- Hundi will nur spielen! Hundi mag dich eben, sei doch froh! Freu dich doch, dass Hundi dir deine Nasenlöcher ausschleckt und seinen Sabber über dein Gesicht, deine Hände und deine Kleider verteilt. Hundi macht das nur bei Menschen, die er wirklich, wirklich mag! Hundi kann eben zuverlässig gute Menschen von schlechten unterscheiden. Wenn Hundi jemanden nicht mag, dann ist das ein sicheres Anzeichen. Mit solchen Menschen red' ich gar nicht erst!

Büsi ist verschwunden! Schon ganze drei Stunden! Lieber Gott und alle Heiligen! Macht bitte, dass Büsi wieder zurückkommt. Bestimmt ist Büsi etwas ganz unvorstellbar Schreckliches zugestossen. Büsi kann nämlich nicht auf sich selbst aufpassen. Büsi braucht täglich Scheba und Streicheleinheiten. Neinnein, wir wären doch Rabenkatzeneltern, wenn wir Büsi auch einmal selbst nach Nahrung oder Liebespartnern suchen liessen. Nahrung und Liebe kriegt Büsi von uns schliesslich mehr als genug. Büsi darf nämlich auch mit ins Bett. Ins Doppelbett. Und wenn mein jeweiliger Sexualpartner das nicht versteht, und Büsi nicht mag, dann war's wohl eh nix. Denn Büsi wird bei mir immer an erster Stelle stehen. Ach bitte, bitte, Büsi: Komm zurück. Wir vermissen dich ja so sehr!

- Dobby wollte mich eben beschützen. Süsser kleiner Dobby. Dobermänner sind halt so, das ist ihre Natur. Du solltest halt auch nicht ins Büro reinkommen, wenn ich nicht drin bin. Da musst du einfach damit rechnen, dass Dobby dich anfällt. Er hat ja glücklicherweise knapp NEBEN der Halsschlagader vorbeigebissen. Ach, der gute Dobby. Eigentlich ist er ganz lieb. Aber ein bisschen stolz macht es mich schon, dass er mein Büro so gut bewacht.

- Fifi hat Durchfall. Fifi muss kotzen. Fifi hat wohl das falsche Futter gekriegt. Dabei war ich doch bei Fressnapf und hab das extrem edle Edelfutter gekauft. Jetz ist meine Wohnung vollgekotzt und vollgeschissen. Aber das kann man ja putzen. Was ist so ein bisschen Scheisse schon gegen all die Liebe, die ich von Fifi bekomme? Denn Fifi versteht mich. Ja, ich bin sicher, Fifi ist viiiiel intelligenter, als Menschen. Das sieht man in Fifis Augen! Fifi und ich kommunizieren miteinander auf wunderbare Weise. Wir verstehen uns einfach. Tiere sind ja soo ehrlich. Nicht wie die Menschen, die nur lügen und betrügen. Von Tieren könnten wir soo viel lernen. Fifi ist einfach ein besserer Mensch.

Homo homini lupus est? Mag sein. Animal homini homo est? Auf jeden Fall. Artgerecht ist das nicht. Soviel steht fest.

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Das Proseminar...

Das Proseminar...

moins de 1 ans

... heisst heute Kernmodul und wird vor allem der Credits wegen besucht. Ich für meinen Teil besuche Proseminare nur noch, wenn es unerlässlich ist. Ein wandelnder Anachronismus mit meinen 7, 8 Semestern und mindestens so vielen Seminararbeiten im Unirucksack. Wenn man mein Methusalter und mein (sogenanntes) Erststudium mitrechnet, so könnte ich ohne weiteres auch die Dozentin, statt die Rezipientin sein.
Ich sitz also im überfüllten Hörsaal:
Dozent: Sie sind ja nun quasi, hehe, frisch ab Presse, direkt von der Matur, jaja, so junge Gesichter, hehehe ...
Ich (in Gedanken): Schön wärs, gopfnonmol, muss dringend mal wieder meine Haare färben gehen wegen der Grauhaarabdeckung, und grins nicht so blöd, ich könnt' im Fall weder deine Tochter noch deine Geliebte sein, eher deine Ehefrau...
D: Und natürlich haben Sie keine Ahnung von Disziplinen wie Wirtschaft, Psychologie, Soziologie, Kommunikation... Sie kennen ja nur die Schulfächer, hehehe...
I: Wir leben im 21. Jahrhundert. Sogar meinen Sek-Schülern lehr ich Kommunikationstheorien und Wirtschaftskunde. Apropos, shit, muss noch die Steuererklärung fertig machen ...
D: Deshalb sollte dieser Kurs dazu dienen, dass Sie sich überlegen können, ob Sie dieses Fach wirklich studieren wollen...
I: Irgendein Nebenfach muss ich ja wohl studieren, meinst du, ich änder das jetzt noch?
D: Und dann können Sie tatsächlich ein erstes Mal eine richtige wissenschaftliche Arbeit nach wissenschaftlichen Standards schreiben. Ohne zu plagiieren, versteht sich. Wissen Sie, was das ist, ein Plagiat? Abschreiben aus dem Netz beispielsweise. Damit hatten wir viele Probleme...
I: Mach hinne, Mann. Ich plagiiere noch nicht mal in meinem Blog. Man hat ja seinen Stolz. Solange ich davon überzeugt bin, dass eh niemand besser schreibt als ich selbst, käm ich wohl kaum auf die Idee... Daher bietet eine gewisse Arroganz durchaus auch einen Schutz vor solchen Peinlichkeiten.
D: Die Arbeit wird dann etwas sechs bis acht Seiten umfassen ...
I: So lange ist doch normalerweise die Bibliographie?
D: Das Thema bekommen sie dann im Dezember, damit Sie während der Semesterferien ...
I: Wie soll ich mit sechs Seiten die Semsterferien füllen? Eine Seite pro Woche?
D: Doch nun: Sagen Sie mir mal, weshalb Sie überhaupt diese Fach studieren wollen?
I: Bestimmt nicht, um solch doofe Fragen zu beantworten. Ich muss hier raus. Tschüss Sitznachbarin. Bis nächste Woche.
D: Ja, Sie da, Sie müssen nicht aufstehen. Hehehe, wir sind ja modern, nicht wahr. Sprechen sie ruhig. Nur frisch heraus, Sie müssen nicht nervös sein. Ich verstehe das, als Erstsemestrige sind Sie noch nicht gewohnt, vor Leuten zu sprechen ... Nun sagen Sie, weshalb besuchen Sie diesen Kurs?
I (laut): Um ehrlich zu sein, stelle ich mir diese Frage auch. Die Antwort finde ich vielleicht bei einem Glas Bier. Ich geh dann mal. Prost.

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Die Hexe hat geschossen

Die Hexe hat geschossen

moins de 1 ans

Die Jüngste bin ich nicht mehr. Und, was viel wichtiger ist, ich bin kein Leichtgewicht. Kombiniert mit meiner schwachen Rückenmuskulatur, bin ich das gefundene Fressen für Weltverbesserer, welche die Menschheit gesünder, sportlicher, fitter, schlanker und schöner machen wollen. Die Jeansverkäuferin schaut mich mitleidig an und bringt mir eine Hose für Frauen in anderen Umständen. Der Fitnesstrainer will mir partout sein Rückentrainingsprogramm andrehen. Die Ernährungsberaterin erzählt mir, was ich sowieso schon weiss. Übergewichtige haben die Tendenz, weitaus besser über gesunde Ernährung und Kalorientabellen Bescheid zu wissen als ihre schlanken Artgenossen.
Am unbarmherzigsten jedoch ist die Hexxe, welche alle paar Monate mal wieder ihre schmerzhafte Botschaft abschiesst und dabei mal den Nacken, mal den Beckenbereich trifft.
Meist tut sie dies gerade dann, wenn ich mir vorgenommen habe, sportlicher, beweglicher, umtriebiger zu werden. Ein Schuss vor den Bug. Ein Warnschuss möglicherweise. Offenbar soll so verhindert werden, dass ich meinen guten Vorsätze Taten folgen lasse.
Mit verspannten Muskeln und elenden Schmerzen richte ich mich auf der Couch ein, ess einen Kübel Schokoladenpudding und sinniere über die Ungerechtigkeien des Lebens nach.
Wenn die Schmerzen vorbei sein werden, dann, ja dann, beginnt ein anderes Leben. Sicher. Jeden Morgen Sit- und Push-ups, fünf mal Gemüse und Früchte am Tag, kein Frustfressen, keine illegalen und legalen Drogen, mehr Sport, mehr Lebensfreude, mehr Sex. Versprochen. Wenn die Schmerzen vorbei sein werden. Villeicht Neujahr. Das ist sowieso die beste Zeit, für gute Vorsätze.

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zum semesterstart: studenten à la bolognese

zum semesterstart: studenten à la bolognese

moins de 1 ans

studenten sind nicht mehr als ein brodelnder topf voller spaghetti bolognese. entweder sind sie lang, dünn, bleich und gottlos, wie eben besagte nudel. die spaghetti werden zu anwältinnen, juristen, ökonominnen oder möglicherweise medizinern.

oder dann gibt es die ätherisch beissenden, die zwiebeln. mit einem hang zur depression bringen sie sich und ihr umfeld regelmässig zum heueln. die zwiebeln kleiden sich in viele schalen hüllender gewänder und gedeihen am soziologischen, am ethnologischen und am psychologischen institut am besten.

die roten tomaten mit dem grünen basilikummantel vermischen sich zur breiigen einheitspappe und überschwemmen die gesamte philosophische fakultät. auch sie sind, man bedenke den h2o-gehalt dieser paradies-äpfel, eher nah am wasser gabaut.

bleibt noch das hackfleich am knochen. minutiös durch den credits-fleischwolf gedreht, in exakt gleichgrosse stücklein zerteilt, nährt es uns -nebst den spaghetti- am besten. das fleisch, exakt gemischt aus rind und schwein, kommt vornehmlich un der eth-mensa auf den tisch.

schliesslich sind da noch die kleinen scharfzüngigen pfefferkörner und das salz in der bologna-suppe. die gewürzmenage braucht in vielen fällen die lizenz zum scharf schiessen, aber auch in die bolognese verirren sich ihre geschütze. sie stammen aus publizistischen füller-patronen, verirren sich aber auch gerne in andere disziplinen.

am topf steht mamma alma und rührt kräftig. und sie bittet zu tisch, die nährende mutter. es ist angerichtet.

ich wünsche euch einen appetitlichen semesterstart! e guete!

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autum comes

autum comes

moins de 1 ans

Früher war der Herbst meine liebste Jahreszeit. Die Novemberstürme waren für mich -als eher etwas träges Mädchen- die einzige Möglichkeit, den Wind mit 100 Sachen auf meinem Gesicht zu spüren und mein Haar zerzausen zu lassen.
Als armes, mittelloses Bauerntöchterchen stellte ich mir jeweils vor, die golden herabsegelnden Herbstblätter seien Sterntaler. Ich füllte mir die Taschen mit Blättern, Kastanien, Hagenbutten, manchmal waren wohl auch einige Schnecken und Spinnen mit dabei. Jedenfalls trieb ich meine Mutter zur Weissglut ...
Und heute? Der Herbst ist leicht entzaubert. Ich nerv mich über den Wind, der das Velofahren erschwert und meine ohnehin nicht vorhandene Frisur noch gänzlich zerstört. Die Scheissblätter machen den Boden glitschig und den Balkon zum mittleren Saustall. Und sowieso merk ich jedes Jahr mehr, dass auch ich nicht mehr im Frühling meiner Jugend stehe. Im Herbst allerdings auch noch nicht. Leider gleiche ich eher einem Halloween-Kürbis als einer frischen Sommerblume.
In diesem Sinne: Mög er kommen, der Herbst. Ist ja dann doch meine Jahreszeit.

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Universitas

Universitas

moins de 1 ans

Des Universum hat einiges mehr zu bieten, als das, was uns die Professoren zuweilen weismachen wollen. Und doch: so vielfältig waren die Wahlmöglichkeiten wohl noch nie. Wenn man die Fachhochschulen dazunimmt (und alle anderen Kürschen, die sich heutzutage Studium schimpfen), dann lässt sich so ziemlich alles studieren, was irgendwie von Interesse ist. Das ist gut so. solange wir keine amerikanischen Verhältnisse haben, und man "drivers Licence" im Gymi als Fach belegen kann ...

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equinox, was machst du?  schläfst du oder wachst du?

equinox, was machst du? schläfst du oder wachst du?

moins de 1 ans

bald ist equinox. noch hab ich nichts gehört von meiner lieblingsband und der träumerischen sängerin. schaffenskrise? ich würd mich freuen über konzerte und cds...
Das ist ein AUFRUF!

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conference

conference

moins de 1 ans

Der Bärtige sitzt zu Hause, erbsenzählend

in der Geschichte. Im Mittelalter. Inmitten

Büchern. Lernend, lesend, den Stoff auswählend

zwischen “The Difference between Written

and Oral Law Making Tradition”

und “Schriftlichkeit in der Frühneuzeit”.

Gibt es da einen Unterschied dazwischen?

Das ist mir eigentlich egal, denn seit

vier Tagen weile ich an diesem Kongress.

Da geht es um Dewey und um Pragmatismus,

“Modernization, Education and Progress”.

Ein esotherischer Professor erzählt noch was von Magnetismus

und von den Nudisten, die einst hier weilten.

Da alles in englisch ist, war ich oft abgelenkt

auch weil nicht alle Speaker wirklich an den Speeches feilten.

Doch dem einen oder anderen hab ich meine Aufmerksamkeit geschenkt.

Im Übrigen hab ich viele Intellektuelle angetroffen:

Internationale Koriphäen in jeweils ihrer Fakultät.

Abends wird literweise Vino Rosso gesoffen,

und irgendwie verschwindet dann jegliche Intellektualität.

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Wie Pragmatisten zu Pragmatikern werden

Wie Pragmatisten zu Pragmatikern werden

moins de 1 ans

The lecturer said: “Learning by Deweying!

But why is the audience booing?

They must be fanatic!

But I’m getting pragmatic:

I’d rather make money by sueing”

Lu 343 fois | 0 Commentaires
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