Der längste Satz ...
05.05.2008 à 21:08
... den ich bei der Korrektur einer Liz-Arbeit gefunden habe:
"Weil die Rechtsgeschichte nicht nicht einem einheitlichen, chronologischen auf Zentralismus beruhenden Ablauf folgt, sondern durch Föderalismus und anachronistische, besonders auch kirchlich geprägte oder kommunitativ entstandene Brüche gekennzeichnte ist, gilt es, das traditionell auf Mündlichkeit, Versammlung und Rat beruhende, auf Konsens, Versöhnung und Genugtuung ausgerichtete „germanische“ (oder besser: archaische) Recht einer isolierten, autonomen Rechtsgemeinschaft mit all seinen Ausprägungen auseinander zu halten vom gemeinen, römischen Recht, das mit der Kirche als Rechtsnachfolgerin oder zumindest Rechtsbewahrerin des untergegangenen Weströmischen Kaiserreichs auf schriftlicher Rechtsetzung und obrigkeitlicher, positiver Rechtsdurchsetzung abgestützt ist und auf zentralistisch ausgeübte Disziplinierung, Erziehung, universelle monopolistische Geltung, Akzeptanz und (vielleicht im Endeffekt) auf „Staatlichkeit“ abzielt."
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Nicht ganz Thomas Mann, aber auch schön. Da sag ich nur: "Delirunt isti historici!"
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