zum semesterstart: studenten à la bolognese
16.09.2008 à 22:34
studenten sind nicht mehr als ein brodelnder topf voller spaghetti bolognese. entweder sind sie lang, dünn, bleich und gottlos, wie eben besagte nudel. die spaghetti werden zu anwältinnen, juristen, ökonominnen oder möglicherweise medizinern.
oder dann gibt es die ätherisch beissenden, die zwiebeln. mit einem hang zur depression bringen sie sich und ihr umfeld regelmässig zum heueln. die zwiebeln kleiden sich in viele schalen hüllender gewänder und gedeihen am soziologischen, am ethnologischen und am psychologischen institut am besten.
die roten tomaten mit dem grünen basilikummantel vermischen sich zur breiigen einheitspappe und überschwemmen die gesamte philosophische fakultät. auch sie sind, man bedenke den h2o-gehalt dieser paradies-äpfel, eher nah am wasser gabaut.
bleibt noch das hackfleich am knochen. minutiös durch den credits-fleischwolf gedreht, in exakt gleichgrosse stücklein zerteilt, nährt es uns -nebst den spaghetti- am besten. das fleisch, exakt gemischt aus rind und schwein, kommt vornehmlich un der eth-mensa auf den tisch.
schliesslich sind da noch die kleinen scharfzüngigen pfefferkörner und das salz in der bologna-suppe. die gewürzmenage braucht in vielen fällen die lizenz zum scharf schiessen, aber auch in die bolognese verirren sich ihre geschütze. sie stammen aus publizistischen füller-patronen, verirren sich aber auch gerne in andere disziplinen.
am topf steht mamma alma und rührt kräftig. und sie bittet zu tisch, die nährende mutter. es ist angerichtet.
ich wünsche euch einen appetitlichen semesterstart! e guete!