Die Anreise
Das Lämpchen der heimischen Kaffeemaschine leuchtete am Tag der Abreise früh, denn kurz nach fünf Uhr mussten wir uns auf den Weg zum Flughafen begeben - Abflugzeit: 7:30 Uhr. Nicht einmal drei Stunden später hatten wir bereits griechischen Boden unter den Füssen. Dank der gut asphaltierten Strassen verlief die Busfahrt zum Hotel sehr ruhig. So konnten wir ein erstes Mal die schöne Landschaft von Kos geniessen, wobei es zuerst durch die Inselmitte vorbei an Hügeln und Canyons, und danach der Nordküste entlang zu den verschiedenen Hotels ging. Als eines der Letzten wurde das am östlichen Ende der Nordküste gelegenen "Aeolos Beach Hotel" angefahren - unser Domizil für die folgenden zwei Nächte. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, machten wir uns sogleich auf den Weg nach Kos-Stadt, wo wir als Erstes eine Taverne aufsuchten, um uns für, den am Nachmittag eingeplanten Stadtrundgang, zu stärken. Somit starteten wir unsere Recherchetätigkeit als Destination Scouts direkt am Puls der Insel - in der Hauptstadt, bzw. dem touristischen Zentrum.
Land und Leute
Das zu der Inselgruppe Dodekanes gehörende Kos scheint sich völlig nach den Touristen ausgerichtet zu haben. Während dutzende Hotels die Küstenregionen säumen, hat sich das Angebot der Geschäfte an die Bedürfnisse der auswärtigen Besucher angepasst, was sich in den vielen Souvenirshops zeigt, die sich sowohl in Kos-Stadt, als auch in den diversen anderen touristischen Küstenorten aneinander reihen. Es bestehen auch viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen und durch Wandern und Mountainbiken Kos zu erkunden.
Geographisch gesehen liegt Kos direkt vor der türkischen Ostküste, was manchen Besucher dazu veranlasst, einen Abstecher auf das türkische Festland, z.B. nach Bodrum, zu machen. Aufgrund der heissen Temperaturen während der Sommermonate begnügen sich die meisten Touristen jedoch mit dem Besuch eines der am Hang des Dikeos gelegenen Dörfer, welche sich zum einen motorisiert erreichen lassen, und zum anderen ebenfalls eine schöne Aussicht auf den Norden der Insel bieten.
Um sich auf der Insel fortzubewegen, ist nicht zwingend ein eigens gemieteter fahrbarer Untersatz nötig, denn es besteht ein gutes Busnetz. Die meisten grösseren Hotels rund um Kos-Stadt haben zudem eine eigene Bushaltestelle, von denen der Stadtbus die Hotelgäste ins Stadtzentrum bringt.
Essen und Trinken
Einer der Hauptgründe, wieso ich mich als Destination Scout für Kos beworben hatte, war das griechische Essen, das ich schon von einer anderen Insel her kannte. Alleine der bekannten Vorspeise "Tsatsiki" wegen lohnt sich meiner Meinung nach ein Trip nach Griechenland. Viele Speisen setzen sich zudem aus den Zutaten des Griechischen Salates zusammen: Tomate, Gurke, Fetakäse, Pepperoni und Zwiebeln.
Moussaka (Auflauf mit Kartoffeln, Hackfleisch, Auberginen, etc.), Souvlaki (Fleischspiess) oder Stifado (Eintopf mit Rind-, Kalb- oder Lammfleisch) sind einige der typischen griechischen Hauptspeisen, die in jeder Taverne serviert werden.
In Kos-Stadt sind auch ein italienisches, sowie chinesisches Restaurant zu finden. Aber auch die griechischen Tavernen haben Pizza, Pasta, Fish&Chips etc. in ihre Speisekarten integriert, so dass jedermann etwas nach seinem Geschmack findet. Ausserdem befindet sich auf dem Rückweg zum Eleftherias-Platz auf der rechten Seite die "To Special"-Patisserie, welche diverse Kuchen und köstliches Eis im Angebot hat (Tipp: Eine Kugel Cheese-Cake-Glacé).
Sehenswürdigkeiten
Hauptattraktionen in Kos-Stadt sind zwei archäologischen Stätten: Das Kastell (Festung) und die Agora sowie Asklepieion. Zwischen dem Kastell und der Agora befindet sich mit der "Platane des Hippokrates", einem mächtigen Baum mit einem Stamm von ca. 10m Durchmesser, eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt.
Abgesehen von den archäologischen Sehenswürdigkeiten lockt die Insel Kos ausserdem mit kilometerlangen Sandstränden.
Ein weiteres Highlight von Kos sind die Empros-Thermen an der Ostspitze der Insel, die sich ebenfalls sehr bequem per Bus erreichen lassen. Durch das Ausströmen von schwefelhaltigem Wasser aus einer Felsspalte ist eine Art natürliches Thermalbad entstanden, das unter anderem Muskel-, Haut- und Atemwegserkrankungen heilen soll.Wem das Sightseeing-Angebot von Kos noch nicht genügt, dem steht eine riesige Auswahl an Tagesausflügen auf die umliegenden Dodekanes-Inseln oder das türkische Festland offen.
Preise
Im Restaurant bezahlt man für ein Getränk oftmals bis zu 3 Euro, für die Vorspeise ca. 4 Euro und für die Hauptspeisen 6 - 9 Euro. An der Snackbar der Paradise-Beach bezahlten wir für zwei Getränke plus ein "Fish&Chips" ganze 13 Euro. Die Preise für Cocktails variieren wohl je nach Ortschaft und Bar, jedoch muss man schon mit 5 Euro für einen Drink rechnen. Dafür ist oftmals der Eintritt in den Club gratis, oder man bezahlt 6 Euro für Eintritt plus den ersten Drink. Je nach Ortschaft variieren die Preise für die Miete eines Fahrzeugs. In der Hochsaison erhält man in Kos-Stadt einen Kleinwagen ab ca. ab 40 Euro, während am anderen Ende der Insel die Preise etwas niedriger sind (z.B. in Kamari). Quads und Karts sind zum Teil sogar noch teurer als die Kleinwagen. Wer die Rollerprüfung hat, kommt mit einer Vespa oder einem Roller deutlich billiger weg (ab ca. 15 Euro pro Tag). Die Fahrräder und Mountainbikes schliesslich sind mit 3-4 Euro pro Tag schon fast gratis. Die Busse sind auch preislich gesehen eine gute Alternative zu den anderen Fortbewegungsmitteln (wenn man zu zweit reist). Nach Kos-Stadt bezahlten wir 1,80 Euro, nach Kefalos (Kamari) 4 Euro pro Person und Weg.
Bars und Clubbing
Kos-Stadt bietet mit seinen vielen (Tanz-)Bars und Clubs gute Voraussetzungen für lange Partynächte. Ein Muss ist der Besuch der "Barstreet", dem Zentrum des Nachtlebens, wo sich Bar an Bar reiht. Zugang zu dieser abgeschotteten Strasse (sie verläuft direkt neben der Agora, was ihr zusätzlich ein sehr spezielles Ambiente verpasst) erhält man entweder vom Eleftherias-Platz (oberer Eingang) oder von der Hafenpromenade her (unterer Eingang). Am oberen Ende der "Barstreet" befinden sich auch noch einige Restaurants, weshalb die Musik erst gegen Mitternacht so richtig laut gespielt wird. Bis dahin kann man in den bequemen Sesseln gemütlich vor den Bars sitzen und noch etwas Live-Musik von diversen Strassenkünstlern geniessen. Der wahrscheinlich grösste, überdachte Club der Insel befindet sich direkt beim Dolphin-Square - der Fashion Club. Wie der Name bereits verrät ist es nicht unbedingt angebracht, dort in Badelatschen reinzulaufen. Wer lieber noch etwas die Nachtluft geniessen will, ist bei der Mylos Beach Bar gut aufgehoben. Ebenfalls in der Nähe des Lambi-Beach befindet sich ein weiterer grosser, beliebter Club: Die Freiluftdisco Heaven. Da die Stadtbusse die ganze Nacht hindurch fahren, können auch solche, deren Hotel etwas ausserhalb liegt, gut in Kos-Stadt ausgehen.
Shopping
Nicht nur für das Feiern, sondern auch für Shoppingtouren bietet Kos-Stadt beste Voraussetzungen. Schön schlendert es sich durch die Innenstadt, wo man sowohl Souvenirläden, als auch kleinere Boutiquen antrifft. Interessant fanden wir die Ippokratous-Strasse, welche vom Pier aus links der Agora zum Eleftherias-Platz hinaufführt (also die Strasse gegenüber der "Barstreet"). Hier werden solche fündig, die sich in den Ferien gerne mit Bikinis eindecken. Ebenfalls in der Nähe findet man unter anderem Schuh- und Kleiderboutiquen (mit einer grossen Auswahl an Sommerkleidchen) sowie Gewürzläden. Die kleine, weisse Markthalle direkt am Eleftheriasplatz führt diverse kulinarische Spezialitäten und ist vor allem für Souvenir-Jäger interessant.
Sportliche Aktivitäten
Das mit Abstand am häufigsten benutzte Sportgerät auf Kos ist das Fahrrad. Vor allem in Kos-Stadt und Umgebung ist es ein sehr praktisches Fortbewegungsmittel - nicht nur wegen dem flachen Gelände, sondern auch wegen den breiten Velostreifen, welche die Strasse durch die ganze Stadt säumen. Das auf dem Wasser beobachtbare Treiben kann man hingegen weniger als Sport bezeichnen, sondern fällt eher unter die Kategorie Fun. Vor allem in der Bucht der Paradise-Beach dröhnen die Motoren der Jet-Skis und Motorboote, welche die Touristen entweder auf einem Gummiring oder einer Gummimatte hinter sich herziehen und ihnen so einen Adrenalin-Kick verpassen. "Echte" Sportler wie z.B. Windsurfer konnten wir aufgrund des eher schwachen Windes während unseres Besuchs nicht entdecken, vor allem die Nordküste und die Bucht von Kefalos sollen aber für diese Sportart gute Bedingungen bieten. Dagegen ist Kos für das Tauchen und Schnorcheln weniger interessant. Wer gerne schnorchelt, kann dies aber gut mit einem Tagesausflug auf eine andere Insel verbinden.