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22. März 2009, 13:58 CD / Vinyl

Rude Tins – Beat The Band

Angela Brunner - Weniger Punk, dafür mehr Ska und Reggae. So präsentiert sich das zweite Album der Aargauer Rude Tins. Dafür verantwortlich ist die gleiche 8-köfpige Formation wie beim Vorgängeralbum Varicoloured von 2006. Anders als bei vielen Ska-Bands befindet sich unter den Bläsern eine...

Rude Tins – Beat The Band
Weniger Punk, dafür mehr Ska und Reggae. So präsentiert sich das zweite Album der Aargauer Rude Tins. Dafür verantwortlich ist die gleiche 8-köfpige Formation wie beim Vorgängeralbum Varicoloured von 2006. Anders als bei vielen Ska-Bands befindet sich unter den Bläsern eine Frau: Claudia Widmer. Gemäss detaillierten Promotionsangaben, die ein Flair für PR verraten, ist aber keiner ihrer Mitglieder Vegetarier.

Setzten Rude Tins bei ihrem letzten Album noch auf ein Feature mit Elijah oder eine spanische Geschichte, so probiert die Band heute weniger aus, ist aber stilsicherer geworden. Elemente des Reggae und klassischen Skas dominieren Beat The Band. Knees up symbolisiert diesen Stilmix. Traditionelleren Ska-Punk findet sich hingegen bei Lifetime und Sabrina. Weitaus gemütlicher gestaltet sich Unfair. Temporeich geben sich Rude Tins bei She’s The Best.

Den Exotenbonus holen sie sich allerdings durch die karibischen Einlagen wie den Rhythmen von Disappointing Outcome und Call Me. Betören möchten sie aber primär durch klassisch bis verspielten Ska (Lady). Die rauchige Stimme von Thomas Eichmann kommt dem sehr entgegen und verleiht den Songs einen besonderen Charme. Durchgehen lässt man daher gerne das bissige Duett in Get Up. Für die gepresste Background Vocals in Rain bräucht es jedoch mehr Verständnis. Trotzdem ist das Album Sonne fürs Gemüt und verstärkt den Glauben, dass es auch in unseren Breitengraden bald Sommer wird.

Rude Tins

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