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18. April 2012, 12:36 Music Festivalguide 2013

Zermatt Unplugged Festival: Wir sind da!

Andreas Rohrer - Es ist angerichtet. Die kleine Jubiläumsausgabe, das 5. Zermatt Unplugged Festival, ist gestartet. Musikalisch hats noch nicht weggehauen. Wohlgemerkt nicht wegen der Qualität, sondern wegen der, ähm, Coolness. Aber: Altmeister Chris de Burgh und Sockenträger Newton Faulkner machten Lust auf mehr.

Zermatt Unplugged Festival: Wir sind da!
Sailing Away, Lady in Red oder Spanish Train sind nur drei Perlen aus dem gigantischen Repertoire dieses Pop-Balladen Dinosauriers. Ja richtig, es ist Chris de Burgh – der Kuschel-Rock Troubadour unserer Elterngeneration. Zu seinen kitschig, romantischen Songs wurden sicherlich auch ein paar von euch students.ch Lesern gezeugt. Chris de Burgh eröffnete am Dienstagabend als Main-Act das 5. Zermatt Unplugged. Wir mischten uns unters Ü45 Publikum und liessen uns von den goldig-samtigen Klängen seiner Klassiker berieseln.

Chris de Burgh: Klassiker nicht ganz ohne Staub.
Chris de Burgh: Klassiker nicht ganz ohne Staub.

Das ausverkaufte Konzertzelt wurde eingedunkelt, die Band begann zu spielen, ein Raunen ging durch das Publikum, die Spannung bei den Frauen mittleren und höheren Alters war allgegenwärtig zu spüren. Nach gefühlten zehn Minuten Balladen-Gedudel, erhellte die glasklare, saubere Stimme des Messias Chris de Burgh das Zelt, das Bühnen-Licht ging an und die Blitzlichter der vielen mitgenommen Fotoapparate verstärkten den Messias-Charakter dieses Konzerterlebnisses. Da der grosse Chris de Burgh, das erste Zermatt Unplugged vor fünf Jahren eröffnet hatte und seitdem dem „schwizerdütsch“ mächtig ist, begrüsste er das Publikum standesgemäss mit einem herzlichen „Gruuzi mitenandeh“. Ein paar anständige Witze und zwei, drei herzhafte Zwischen-Applause später, ging es mit dem Konzert weiter. Die opulente musikalische Reise führte neben Klassikern wie Sailin’ away, Lebanese Nights und Spanish Train über neue Hits wie Go where your heart believes aber auch Covers wie SOS von ABBA. Freundliches Mitklatschen, romantisches miträlleren und kuscheliges mitschunklen war Pflicht bei diesem Balladen-Bombardement. Für meinen generationsbedingten Geschmack ein wenig zuviel, da war der Wechsel zu Newton Faulkner ein kleine Erlösung.

Das Vernissage, der kleine, wunderschön designte Club im Herzen Zermatts ist auch dieses Jahr wieder Konzert- und Party-Location Nummer eins am Zermatt Unplugged. Acoustic Guitar Künstler Newton Faulkner hatte den schön gefüllten Club vom ersten Ton an auf seiner Seite. Der sympathisch verschlafene Rastamann chillte in Ringelsocken auf der Bühne, bestens gelaunt, spielte anfangs teilweise kreuzfalsch und lachte schelmisch darüber. Auf dem Balkon diskutierte das Publikum über Fussball (Bayern!) und Eishockey (ZSC!) und auf dem Club-Level sang das Publikum animiert mit. Der Zermatter Festival-Charme hat gezündet!

Fotos: usgang.ch

Zermatt Unplugged Festival: Offizielle Homepage

Text: Aljoscha Bjelan/Andreas Rohrer

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