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26. August 2009, 11:09 CD / Vinyl Music

One Eskimo – All Balloons

Simon Knopf - Schenkt man einem Zitat von One Eskimo-Sänger Kristian Leontiou Glauben, müsste das Debüt seiner vierköpfigen Combo vor „magischen“ und „bedeutungsvollen“ Momenten nur so strotzen. Was dem erwartungsvollen Hörer von All Balloons dann aber aus den Boxen entgegen kommt...

One Eskimo – All Balloons
Schenkt man einem Zitat von One Eskimo-Sänger Kristian Leontiou Glauben, müsste das Debüt seiner vierköpfigen Combo vor „magischen“ und „bedeutungsvollen“ Momenten nur so strotzen. Was dem erwartungsvollen Hörer von All Balloons dann aber aus den Boxen entgegen kommt, ist eine uninspirierte Melange aus seichtem Pop à la Terence Trent D’Arby, Anfangs 90er R’n’B und dem leicht gequälten Gesang im Stile James Blunts.

Schnell einmal wird klar: Die beiden Singles Kandi und Hometime sind auf keine Art und Weise repräsentativ für All Balloons. Während die Auskopplungen durch frische, bzw. Atmosphäre bestechen dümpelt der Rest des Albums in seichten Gewässern und reichlich Klischee beladen dahin. So ist etwa die unsägliche Zeile „I look like a UFO/standing in the rain“ aus dem Opener UFO symptomatisch für Leontious Texte, die kaum ohne lyrische Plattitüden auskommen.

Musikalisch vermögen One Eskimo nur selten Spannung aufzubauen. Die zehn Songs auf All Balloons variieren kaum was Tempi anbelangt. Das Instrumentarium der Band wird weder ausgelotet noch attraktiv eingesetzt. Sämtliche Einsätze passieren auf den ersten Schlag, weshalb einem auch schon bald die Lust an All Balloons vergeht.

Als tatsächlich spannende Alternative empfielt sich Sufjan Stevens' Album Illinois.

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