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1. Oktober 2009, 09:29 Politik

"Ich muss den Lernschalter umkippen"

Silvan Gertsch - Simon Oberbeck ist Präsident der Jungen CVP, fest verankert in der Arbeitswelt - und drückt seit kurzem wieder die Schulbank. Der Kolumnist bei Students.ch studiert seit Mitte September Betriebsökonomie. Im Interview erzählt er, wie er an seine neue Herausforderung heran gega...

"Ich muss den Lernschalter umkippen"
Simon Oberbeck ist Präsident der Jungen CVP, fest verankert in der Arbeitswelt - und drückt seit kurzem wieder die Schulbank. Der Kolumnist bei Students.ch studiert seit Mitte September Betriebsökonomie. Im Interview erzählt er, wie er an seine neue Herausforderung heran gegangen ist.

Wie hast du dich auf deinen Studienbeginn vorbereitet?

Simon Oberbeck: Vor allem durch Gespräche mit Kollegen, die in einem fortgeschrittenen Semester das gleiche studieren wie ich. Da habe ich viel darüber erfahren, was mich an der Fachhochschule erwartet. Ausserdem habe ich den Stundenplan zusammengestellt, Bücher bestellt, Infobroschüren gelesen und mich im Internet schlau gemacht. Und einen freiwilligen Refresher-Kurs in Mathematik habe ich im Vorfeld besucht.

Das heisst, du warst alles in allem gut vorbereitet?

Ich denke schon. Aber ich hatte trotzdem ein etwas mulmiges Gefühl. Es ist immerhin sieben Jahre her, seit ich zum letzten Mal in der Schule war. Jetzt muss ich noch den Lernschalter umkippen, um mich an den studentischen Alltag gewöhnen zu können. Wenn ich abends von der FH nach Hause komme, bin ich doch ziemlich müde. Aber unterschätzt habe ich das Studium nicht.

Wie lautet dein Fazit nach den ersten Wochen?

Das ist schwierig zu sagen. Ich spüre momentan noch eine gewisse Überforderung und muss erst mal wieder in den Schulalltag reinkommen. Das bereitet mir noch etwas Mühe. In meiner Klasse sind 36 Studenten. Was das Alter betrifft, liege ich ungefähr im Durchschnitt. Allerdings merkt man schon, dass diejenigen Studenten, die weniger lange weg waren von der Schule, schneller wieder drin sind. Ich brauche noch etwas Zeit.

Hast du im Studium bereits von deinem politischen Hintergrund profitieren können? Bei manchen Texten, die wir lesen, kommt mir vieles bekannt vor. Da merke ich, dass ich von den politischen Erfahrungen, die ich bisher sammeln konnte, profitiere. Ich sehe gewisse Zusammenhänge. Im Grunde genommen geht es für mich in meinem Studium darum, die Theorie nachzuholen. Wer politisch tätig ist, der eignet sich vieles über das Prinzip „Learning By Doing“ an. Nach den praktischen Erfahrungen nun noch die Theorie nachzuholen, ist allerdings nicht einfacher.

Wie weit in die Zukunft blickst du in Bezug auf dein Studium?Jetzt geht es mir erst mal darum, das erste Semester zu überstehen, den besagten Lernschalter umzukippen. Danach schaue ich weiter. Das Studium selber dauert vier Jahre. Nach Abschluss des ersten Semesters werde ich entscheiden, ob es das ist, was ich will und brauche.

Simon Oberbeck ist 25 Jahre alt und seit drei Jahren Präsident der Jungen CVP Schweiz. Er ist Persönlicher Mitarbeiter von Nationalrätin Kathrin Amacker, Gemeinderat in Birsfelden BL und hat im September mit einem FHNW-Studium in Betriebsökonomie in Basel begonnen.

www.oberbeck.ch

Die Politkolumnen von Simon Oberbeck

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