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23. Mai 2010, 18:29 Kolumnen

Auf einer Linie mit dem Sommer

Mirjam Rohrbach - „Willst du das Slacklinen lernen?“, wurde ich sofort gefragt, als ich mich erfrechte neben den Trainierenden stehen zu bleiben und deren Balanceübungen auf einem gespannten Stoffband zuzuschauen. „Klar“, war die einzig logische Antwort, denn ich fragte mich: Macht mich S...

„Willst du das Slacklinen lernen?“, wurde ich sofort gefragt, als ich mich erfrechte neben den Trainierenden stehen zu bleiben und deren Balanceübungen auf einem gespannten Stoffband zuzuschauen. „Klar“, war die einzig logische Antwort, denn ich fragte mich: Macht mich Slacklinen zur Seiltänzerin meiner Kindheitsträume oder zur lässigen Freestylesportlerin des Sommers?

Für alle die jetzt nur häähh?! denken, eine kleine Einführung: Beim Slacklinen wird ein 2.5 – 5 cm breites Kunstfaserband gespannt. Zwischen zwei Bäumen, Palmen, Pfosten und was einem sonst noch gerade einfällt. Darauf wird dann Balanciert. Klingt banal? Ganz im Gegenteil. Während das Slacklinen auch Sprünge und andere wilde Tricks beinhaltet, tue ich mir schon beim Geradeauslaufen schwer. Willkommen zurück im Kindesalter. Jeder Schritt eine Herausforderung. Was im Zirkus bei den Seiltänzern noch erstrebenswert anmutig aussah, läuft hier ganz anders. Da die Line im Gegensatz zum Stahlseil in der Manege nur locker gespannt wird, fühlt man sich wie ein Wackelpudding. Nicht auf lecker-schokoladene Art, bloss auf wacklige Art. Was zur lässigen Bewegung genutzt werden kann, muss erst kontrolliert werden können. Da ich aber das Balancieren mit kindlicher Freude ausprobieren wollte, liess ich mich auch gleich davon überzeugen, bei der Masterarbeit eines Bewegungswissenschaftsstudenten der ETH Zürich mitzuhelfen. Als blutige Anfängerin wird nun untersucht, ob sich das Slacklinen positiv auf die Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Die Resultate von Tobias Rodenkirch werden es zeigen. Bis dahin muss ich aber erst mal Üben gehen. Wozu das Sauwetter dieser Tage einfach nicht einzuladen vermag. Denn wer nicht gerade eine eigene Turnhalle oder zwei Bäume im Wohnzimmer hat, wagt sich an die frische Luft. Und da ist man mittlerweile auch nicht mehr alleine mit seiner Slackline. Bei schönem Wetter lässt sich vermuten, dass es irgendwo ein Nest von Slacklinern gibt. Die noch eher unbekannte Sportart erfreut sich grösster Beliebtheit.

Wem also blosses Faulenzen auf den Sommerwiesen zu lahm ist, der sollte sich dem Trend beugen und losbalancieren! Für alle die mehr wissen wollen:http://www.slacktivity.ch Und wer es ausprobieren will, kann dies in der Manege das ASVZ Zürich tun. Oder bei schönem Wetter nach Salcklineren Ausschau halten und einfach mitmachen gehen!

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