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5. August 2010, 00:00 Movie

DVD der Woche: New York, I love you

Christina Ruloff - Eine Liebeserklärung an amerikanische Stars, die Zuversicht, dass uns allen jederzeit etwas Wunderbares passieren kann... und natürlich an New York. Der Episodenfilm New York, I love you macht Spass, regt zum Schmunzeln und sogar zum Nachdenken an – kurz ein kleines Vergnüge...

DVD der Woche: New York, I love you
Eine Liebeserklärung an amerikanische Stars, die Zuversicht, dass uns allen jederzeit etwas Wunderbares passieren kann... und natürlich an New York. Der Episodenfilm New York, I love you macht Spass, regt zum Schmunzeln und sogar zum Nachdenken an – kurz ein kleines Vergnügen.

Wann hat man Chris Cooper zum letzten Mal in einer romantischen Rolle gesehen? Und erst noch mit Robin Wright als Frau an seiner Seite? Die beiden rauchen zusammen vor einem Restaurant und reden miteinander – übers Rauchen, über schlechte Ehemänner und den Willen, etwas im Leben zu ändern. Und man könnte ihnen den ganzen Film lang zusehen. Aber leider ist das nur eine Episode und jeder Episodenfilm-erprobte-Zuschauer ist sich der Clous im Vorhinein klar. Aber das tut nichts zur Sache, sondern macht die kurzen Moment nur noch schöner. Sie verdeutlichen, was echte Stars können, nämlich wenige Minuten in flüchtige Ewigkeiten ziehen und die Fantasie des Zuschauers anregen. So geht einem auch mit alten, zänkischen Ehepaar, dass den ganze weiten Weg bis nach Coney Island herumargumentiert, um doch eigentlich über alles die gleiche Meinung zu haben und schaurig froh zu sein, eben doch, auch nach 63 Ehejahren, zusammen zu sein. Warum tritt Andy Garcia nicht öfters auf? Als schmieriger Trickbetrüger überzeugt er auf der ganzen Linie. Dasselbe gilt für James Caans gerissenen Drogisten, der sich nicht nur in alle möglichen Angelegenheiten einmischt, die ihn nichts angehen, sondern das meistens auch relativ sehr erfolgreich tut. Orlando Bloom gibt den unrasierten herzig-lebensmüden Künstler vom Dienst und bezirzt damit nicht nur Christina Ricci. Sie erklärt sich am Ende dazu bereit für ihn sämliche Dostojewski-Romane zu lesen und wenn das keine Liebeserklärung ist!

Natürlich gibt es auch schwächere Episoden, die gezwungen witzig, tiefsinnig oder traurig sein sollen und einfach nur doof sind. Aber auch das hängt in erster Linie von den Schauspielern ab - Ethan Hawke nervt meistens und Natalie Portmann hat man auch schon lange nicht mehr in einem vernünftigen Film gesehen. Dass Shia LaBeouf nach seinen Actionknallern penetrant beweisen muss, dass er auch mehr als ein Stichwortgeber für Krawall ist... lässt genau gegenteilige Schlüsse zu.

Es ist hier wie so oft, auch wenn man es nicht wahrhaben will: Actors matter. Stars matter. Und die zweite Garde Hollywoods tut es noch weit mehr als die erste: Ihr nimmt man noch eine Rolle ab und freut sich gleichzeitig über das Wiedersehen mit den alten Bekannten.

NEW YORK I LOVE YOU ist neu auf DVD erschienen!

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