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6. Februar 2011, 20:19 Kultur Music

Art on Ice - Verschmelzung von Gesang, Eiskunstlauf und magischen Lichter

Christina Uebelhart - Siegergala mit Olympia-, Welt- und Europameistern Hallenstadion Zürich. „Art on Ice“ ist die grösste Eislaufgala der Welt, die hauptsächlich durch Livemusik begleitet wird. Sie ist nicht nur Schauplatz der Crème de la Crème der Eislaufszene, sondern auch Bühne der grö...

Siegergala mit Olympia-, Welt- und Europameistern
Hallenstadion Zürich. „Art on Ice“ ist die grösste Eislaufgala der Welt, die hauptsächlich durch Livemusik begleitet wird. Sie ist nicht nur Schauplatz der Crème de la Crème der Eislaufszene, sondern auch Bühne der grössten Musikstars unserer Zeit. Dieses Jahr überzeugen auf der Bühne die Disco-Queen Donna Summer sowie die Mezzo-Sopranistin Katherine Jenkins. Das Feuerwerk komplettiert mit Orchester und Chor als Dirigenten und Arrangeure Christoph Walter und Steve Sidwell. Weiter konnten Welt- Olympia- und Europameister im Eiskunstlaufen, wie Stéphane Lambiel und sein „ewiger“ Kontrahent Jewgeni Plushenko verpflichtet werden. Die Verschmelzung von Gesang, Eiskunstlauf und einer Lichtshow macht „Art on Ice“ einzigartig und verzaubert auch dieses Jahr zehntausende von Menschen.

Das Glück des Kaufmanns und des Künstlers
Reto Caviezel und Oliver Höner, damals 26- und 29-jahrig, der eine aus der Medienbranche kommend, der andere elffacher Schweizer Eiskunstlauf-Meister, hatten die Gala vor 16 Jahren organisiert, um mal festzustellen, ob so ein Event hierzulande Zuspruch findet. „In einer Bar kamen wir nach Mitternacht auf die Idee, dass Live-Musiker die Künstler auf dem Eis begleiten sollen. Wir hatten das grosse Glück, dass uns Simon Estes in unserem Vorhaben unterstützt hat. So hat die Symbiose zwischen Eiskunstlauf und Live-Musik angefangen“, so Reto Caviezel. Das Experiment funktionierte.

L'art pour l'art im ausverkauften Hallenstadion
Keine andere Sportart, die diese Bezeichnung verdient, ist fester verbunden mit Show wie auch mit der Kunst als eben das Eiskunstlaufen. Die Eisgala „Art on Ice“, in diesem Jahr in der 16. Auflage, nimmt diesem Sport auch noch alles Wettkämpferische und entlässt ihn in die bezaubernde, glanzvolle und sehenswerte Verschmelzung von Eiskunstlauf und Gesang „L'art pour l'art“ Wer Eiskunstlauf einst als leicht peinliche Veranstaltung für Muttis und Weicheier hielt, den hat die in Zürich erfundene Mischung aus erstklassigem Sport und Live-Musik spätestens jetzt eines Besseren belehrt.

Grandiose Spektakel
Das neue „Art on Ice“ fetzt und rockt, groovt und sorgt für Action, dann wieder leisere und sanftere Töne. Art on Ice bot viel Akrobatik und Grazie und unendliche Emotionen aller Art auf mehreren Ebenen. Oft weiss man nicht mehr, wo hinschauen. Mit Donna Summer, die eine so beschwingte Feel-Good-Atomsphäre rüberbringt, haben die Veranstaltung die ideale Besetzung für die Stars auf Kufen engagiert. Durchs Programm führen die deutschen Komikerbrüder Oropax, welche die Lachmuskeln des Publikums gewaltig strapazieren. Das begeisterte Publikum kam kaum mehr aus dem Staunen heraus, als die Flugakrobatin durch das Hallenstadium schwebte.

Gut gelaunt zeigte das amtierende Europameister Paarlauf-Duo aus Deutschland Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ihre Siegeskür „Pink Panther“ atmosphärisch und sportlich herausragend, wie bezaubernd der Eislaufsport mit all seinen Figuren und Sprüngen sein kann.
Die chinesischen Paarlauf-Olympiasieger Shen Xue und Zhao Hongbo präsentieren mit der Todesspirale Eiskunstlauf auf höchstem Niveau. Der charmante dreifache Weltmeister und Olympiasieger Jewgeni Pluschenko erobert sein Publikum mit einer irrwitzig schnellen Schrittfolge, einer Vierfach-/ Dreifach-Kombination und natürlich mit den Kusshänden.

Sarah’s Dankesgebet für exzellente Leistungen

Völlig unverhofft kann Art on Ice in diesem Jahr eine neue Schweizer Europameisterin präsentieren. Sarah Meier hat bei den Europameisterschaft in Bern tausende Zuschauer zu Tränen gerührt. Die Eiskönigin der Herzen beendet ihre Wettkampf-Karriere auf dem Höhepunkt. Mit dem unerwarteten Gewinn der Goldmedaille an der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Bern hat die 26-jährige Bülacherin nochmals für Furore gesorgt. Als frischgebackene Europameisterin will sich die 26-Jährige schön prachtvoll präsentieren. So passt der Song „The Prayer“, den Céline Dion einst mit Andrea Bocelli für den Film „Quest for Camelot“ eingespielt hatte. Sarah Meier als Nonne mit Schleier auf dem Kopf und Kerzen in der Hand scheint wohl für Ihre grandiose Leistung der vergangenen Woche Danke zu sagen. Sarah Meier war ein Traum in Weiss, als sie als Nonne zur Katherine Jenkins Stimme übers Eis schwebte. Das verzauberte Publikum konnte sich davon überzeugen, dass sich Meier, jenseits vom sportlichen Erfolgsdruck, allein schon mit ihrem zur Blüte gebrachten Talent auszuzeichnen vermag.

Stéphane' gelunge Überraschung
Präzision, Eleganz und Grazie legten alle anderen Stars an den Tag. Allen voran Stéphane Lambiel, der einmal mehr der Publikumsliebling war. Mit seinen einzigartigen Pirouetten zog der zweifache Weltmeister die Gäste in seinen Bann.
Eine gelungene Liaison mit dem Eisprinzen geht Lady Katherine Jenkins ein. Es wird einem so richtig warm ums Herz. Weltmeister Stéphane Lambiel glänzt einmal mehr mit einem Soloauftritt zu schnelle Rhythmen, charmant und anmutig legte er seine Pirouetten aufs Eis.
Vorerst enttäuscht zeigt sich das Publikum beim Finale als Stéphane Lambiel nur ein einziges Mal auf dem Eis brilliert. Umso grösser ist die Freude als Pop-Ikone Donna Summer zum „Last Dance“ auffordert. Ihr Song „Bring me to life“ liess der Eisprinz der Herzen fliegen.

„Die Zusammenarbeit mit Donna Summer macht mir riesigen Spass. Ihre Musik gefällt mir sehr und ich bin überglücklich zu „Bring me to life“ laufen zu können. Dieses Lied ermöglicht mir frei zu laufen und meine Gefühle auf dem Eis zu zeigen. Es gibt so viele Emotionen“, so der über beide Backen strahlende Pirouettenkönig. Die Disco-Lady und der Publikumsliebling Stéphane Lambiel erwiesen sich als explosive Mischung, bei der sich der zweifache Weltmeister nicht nehmen liess, seine schwindelerregenden „Lambiel-Pirouetten“ ins Eis zu meisseln.
Es blieb kaum Zeit zum Entspannen, immer ist auf der Bühne und auf dem Eis was los, faszinierende Choreographien und Lichtspiele, sportliche Höchstleistungen. Zum Schluss dankte das Publikum dem Ensemble mit einer verdienten Standing Ovation.

Glamouröse Aftershow-Party nach Art on Ice
Nach der Show im Zürcher Hallenstadion war der Abend noch lange nicht zu Ende. Im Swissôtel fand auch dieses Jahr die Aftershow Party statt. Stéphane Lambiel heizte allen ein. Er hat «Art on Ice» mit Haut und Haar verinnerlicht. Zuerst riss Stéphane Lambiel an der Eisgala im Zürcher Hallenstadion das Publikum von den Sitzen. Doch ein einziger Auftritt war ihm offensichtlich nicht genug! An der Aftershowparty im Swissôtel brillierte der Eiskunstläufer als leidenschaftlicher Sänger. zu „What’s up“ von Blondie.

Offenbar beflügelt ihn jeweils die Stimmung am Art on Ice, sodass er immer wieder gerne seine durchaus vorhandenen Tanz- und Gesangskünste zum Besten gibt.

Art on Ice auch im nächsten Jahr
Atemberaubende Pirouetten, bezaubernde Musik, glänzende Augen, klatschende Hände und Standing Ovations wird es auch im kommenden Jahr bei den Veranstaltungen von Art on Ice im Programm nicht fehlen. In Zürich finden die Eisgalas von Donnerstag, 2. Februar bis Sonntag, 5. Februar 2012 statt.
Kommentare
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Christina-Uebelhart
Christina-Uebelhart 20.02.2011 um 18:29
Danke für das Kompliment. "La Traviata" hat Stéphane Lambiel exklusiv an der Eisgala Davos gezeigt.
Matthias-Uebelhart 20.02.2011 um 18:18
Schöner Bericht, hoffe nächstes Jahr auch wieder dabei zu sein.
Wo blieb Stéphane's "La Traviata"?