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14. Mai 2011, 16:27 CD / Vinyl Music

Ein metronomisch präzises Gespür für gute Musik

Fabian Keller - Seit ihren vermehrt auch in der Schweiz stattfindenden Gigs ist Metronomy als solide Electropop-Band ein Begriff. Nach dem sehr tanzlastigen Vorgänger «Nights Out», folgt nun mit «English Riviera» ein Longplayer der gut auf den Punkt bringt, was man sich unter einer ebensolchen vorstellen darf.

Ein metronomisch präzises Gespür für gute Musik
Bereits der Introsong The English Riviera lädt den Hörer in eine neue entspannte Metronomy-Welt ein. Und die Riviera wartet noch mit einigen weiteren entspannten Küstenfleckchen auf den akustischen Spaziergänger auf: We Broke Free, steht sprichwörtlich für die Befreiung vom reinen Clubalbum zu einem Werk, dass selbst den zwei Masterminds von AIR Konkurrenz machen kann und es auch tut. Liebliche Gitarrenklänge und erstmals auch weibliche Vocals machen den Track Everything Goes My Way zum ersten Highlight unter den 11 Songs. Ich fühl mich bereits jetzt schon sehr entspannt und sehne mich schon ein bisschen nach dem Meer.

Nicht mehr ganz so relaxt und etwas schneller wird der Hörer vom Bandgründer Joseph Mount durch The Look geführt. Dieser hat die Band übrigens schon im Jahr 1999 eigentlich alleine gegründet und suchte sich mit den weiteren Bandmitgliedern Anna Prior (Drums), Oscar Cash (Saxophon, Background Vocals und Keyboards), sowie Gbenga Adelekan (Bass und Vocals) lediglich Verstärkung, um seine Ideen auch auf der Bühne passend umzusetzen. Aber keine Sorge – auch Fans des ersten Longplayers kommen auf ihre Kosten: in She Wants finden sich einige parallelen zum Übertrack A Thing For Me und die Beats sind auch nicht mehr ganz so lieblich und etwas schneller. Trouble könnte dank seinem klassischen Rhytmus schon beinahe als Ballade durchgehen. Ihr seht also – Metronomy hat sich deutlich weiterentwickelt und überzeugt mit einer enormen musikalischen Vielfalt.

Aber Metronomy wäre nicht Metronomy, wenn sie die Erwartungen, die sie mit dem Vorgänger aufgestellt haben nicht erfolgreich erfüllen würden. Darum finden sich auch Tracks wie The Bay oder Corinne, welche stark an New Order erinnern und die gewünschte Portion discotauglicher Electropop auf dem Album vertreten. Über alle Tracks gesehen handelt es sich aber dennoch um einen deutlich relaxteren Longplayer, den ich gerade deshalb unbedingt allen Fans von Metronomy, Kruder & Dorfmeister oder AIR unbedingt empfehlen würde.

Konzert: Metronomy, Abart Zürich, 17.05.2011
Hier gehts zum students.ch Konzert Preview.

Bildquelle: Offizielles Pressebild
Videoquelle: Offizieller YouTube-Channel

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