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25. Juli 2011, 14:27 Konzert Music

Summer Sounds: Monotales spielen mit Dead Bunny

Patrick Holenstein - Ein Drittel der Summer Sounds werden schon Geschichte sein, wenn am 10. August zwei interessante Newcomerbands auf der Bühne stehen. Dead Bunny und Monotales haben beide ein Faible für amerikanischen Country. Mal alternativ und mal traditionell. Auf alle Fälle steht der Abend im Zeichen des Country.

Summer Sounds: Monotales spielen mit Dead Bunny
Im Herbst 2010 erschien Call Me A Stealer, Call Me A Thief, das Debüt einer Schweizer Band, die unschweizerischer kaum klingen könnte. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass man sich mit Alphorn und Hackbrett zur Heimat bekennen muss. Die Monotales pflegen allerdings schon Volksmusik, nur eben die amerikanische. Und diese greifen die fünf Musiker mit einer geradezu spielerischen Leichtigkeit auf. Die Monotales bewegen sich ohne Berührungsängste durch eine Platte voller feiner Americana- und Folksongs. Die Steel Guitar fehlt dabei so wenig wie die grosszügig kleckernde Hammondorgel. Der Band gelingt es, die absolut richtige Mischung zu finden, denn im Mittelpunkt stehen immer die Songs und nicht die einzelnen Zutaten.

 Die Monotales, Foto: Basil Stücheli
Die Monotales, Foto: Basil Stücheli

Die Mitglieder der Monotales stammen mehrheitlich aus Luzern und scheinen sich in der Musikszene am Fusse des Pilatus schon ein gutes Netzwerk aufgebaut zu haben. So singt Heidi Happy bei If Your Love Had Made Me Strong gemeinsam mit Mauro Guarise und im „Chor der Säufer“ singen Hendrik Belden und Dada Ante Portas. Ob die Genannten im in Zürich dabei sein werden, steht in den Sternen. So oder so, man darf sich auf die Monotales an den Summer Sounds im Kaufleuten freuen.

Aber sie sind natürlich nicht alleine. Die zweite Band des Abends nennt sich Dead Bunny. Der seltsame Name geht auf einen Zwischenfalls zurück, bei dem ein Kühlwassertank, ein Auto und das Berner Oberländer Wildleben involviert waren. Jedenfalls stammt das Trio ebenfalls aus Luzern und auch hier liegen die Wurzeln im amerikanischen Volksgut. Allerdings klingen Dead Bunny mehr nach Alternative Country. Sie selbst nennen Bands wie Calexico, Kyuss oder Sonic Youth als Einflüsse. Die bestechende Mischung weiss so sehr zu begeistern, dass die Band im März den m4music-Förderpreis gewinnen konnte.

 Dead Bunny Foto: Maurin Bisig
Dead Bunny Foto: Maurin Bisig

Dabei hatten sie zu dem Zeitpunkt noch kaum Bühnenerfahrung. Sie hätten so lange geprobt, bis sie ein Programm beisammen hatten, bei dem sie hinter jedem Beat, hinter jedem Wort und jedem Griffwechsel voll stehen konnten, erklärt Fabian Lötscher, der den Bass zupft. Nein, Dead Bunny machen keine halben Sachen. So gewannen sie gleich auf Anhieb den Waldbühne-Contest des Gurtenfestivals und standen bereits beim zweiten gemeinsamen Auftritt auf der Bühne des Berner Hausberges. Und im August verwöhnen sie das Zürcher Publikum mit packenden Rhythmen und viel Temperament. Bevor Dead Bunny im Herbst ins Studio verschwinden, spielen sie gemeinsam mit den Monotales an den Summer Sounds.

Folk und Country aus der Schweiz also, das macht doch Lust auf mehr. Geht ins Kaufleuten und schaut euch an, was die beiden Newcomer live so auf dem Kasten haben. Tickets gibt es bei Starticket zu kaufen und wie immer: students hat Tickets für euch.

Das komplette Programm und alle Verlosungen findet ihr HIER.

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