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12. August 2011, 00:00 Kultur Festivals Movie

64. Filmfestival Locarno

Diana Pavlicek - Eine Invasion von Aliens, gekoppelt mit sintflutartigen Regenfällen, bot dem 64. Filmfestival Locarno eine apokalyptische Kulisse.

64. Filmfestival Locarno
Es war ein atypischer Start des Filmfestivals Locarno, und zwar in jeglicher Hinsicht. Statt der gewohnten südlichen Sommerstimmung erwarteten starke Regenfälle mit heftigen Windböen die von überall angereisten cineastischen Besucher.

Auch auf der Leinwand traf man am ersten Wochenende statt auf ausgeprägte filmische Charaktere auf aussergewöhnlich viele Alienwesen. Eröffnet wurde das Festival mit dem Film Super 8 von J.J. Abrams und dem Produzenten Steven Spielberg. Diesem Statement folgten in den darauffolgenden Tagen: Attack the Block von Joe Cornish und Cowboys & Aliens von Jon Favreau mit Daniel Craig und Harrison Ford in den Hauptrollen. Doch das grosse Staraufgebot, das auch noch Isabelle Huppert und Bruno Ganz umfasste, konnte über fehlende Inhalte nicht hinweg trösten.
Erstes Highlight im internationalen Wettbewerb war der Film Another Earth des jungen und smarten Mike Cahill.
Die junge, talentierte Schauspielerin Brit Marling schrieb mit ihm zusammen das Drehbuch für diese feine und gefühlvolle Geschichte. Ein gutes Team, das sich bereits 2004 mit dem Film Boxers and Ballerinas bewährte.
Neben einer berührenden Geschichte, die viele essentielle Fragen des Lebens streift, hängt auch hier "Ausserirdisches" in der Luft. Gibt es eine Parallelwelt zu unserem Leben auf dem Planet Erde?
Endzeitstimmung herrschte auch beim einzigen Schweizer Langspielfilm auf der Piazza: Hell des jungen Baslers Tim Fehlbaum.

"Hell" kann sowohl als Hölle wie aber auch als hell im Sinne von grell interpretiert werden. Ein cleveres Worstpiel, das den Inhalt des Film vorahnen lässt. Tim Fehlbaum wagt einen grausamen, aber nicht realitätsfernen Blick in die nahe Zukunft.

Was passiert mit dem Planeten Erde und seinen Bewohnern, wenn die Sonne - einst Lebensspenderin - durch ihr gleissendes Licht alles in lebloses Ödland verwandelt? Ein grausamer Überlebenskampf beginnt!
Will man die Zeit am Filmfestival ebenfalls gut überleben und wertvolle Filme sehen und entdecken, dann lässt man sich am besten treiben und setzt sich auch mal in einen Kinosaal ausserhalb des Wettbewerbsgedränge im Fevi oder des Piazzarummels und lässt sich auf einen Film ein, dessen Titel man nicht enträtseln kann. Man wird oft positiv überrascht!
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