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19. Januar 2012, 16:36 Konzert Music

Mit students.ch zu The Black Keys @ Maag Hall

Katharina Bornhauser - Manchmal scheint sich das Leben einen Scherz zu erlauben. Beispielsweise bei Dan Auerbach und Patrick Carney, die vom Leben in vieler Weise gefoppt wurden. Trotzdem machten sie mit The Black Keys Karriere – und Musik, die sich gewaschen hat. In Zürich sind die beiden live zu erleben.

Mit students.ch zu The Black Keys @ Maag Hall
Es fängt nicht gut an. Dan Auerbach und Patrick Carney wuchsen im eher überschaubaren Akron, Ohio, auf. Carney war während seiner ganzen Schulzeit ein Aussenseiter und dass er Fussballcaptain Auerbach überhaupt kennenlernte, grenzt bei der rigiden sozialen Trennung an amerikanischen High Schools an ein Wunder. Das College verliessen die beiden fast sofort wieder. Und als Auerbach ein Demo in Carneys Keller aufnehmen wollte, kreuzt keiner der Bandmitglieder auf – ausser Carney. Da sitzen sie nun, zwei zottelige Landeier ohne abgeschlossene Schulausbildung. Das hätte schief gehen können.

Tut es aber nicht. Zu zweit und innert kürzester Zeit nehmen die beiden das überraschend erfolgreiche Debüt „The Big Come Up“ auf. Das Album, das durch gekonnte Covers von grossen Blueskünstlern glänzt, trifft einen Nerv. 2003 legen The Black Keys mit „Thickfreakness“ nach, das sie mal eben in 14 Stunden in Carneys Keller einspielen. Auch dieses Album strotzt nur so vor trockenen Bluesriffs und roher Perkussion. Es predigt den Blues der alten Zeit, als eine Gitarre den Wert eines Panzerwagens hatte und Rockabilly noch nicht erfunden war. Mit „Rubber Factory“ brechen The Black Keys 2004 endgültig aus dem Keller aus. Das Album entsteht in einer alten Reifenfabrik und die eingängigen wie prägnanten Songs verschaffen The Black Keys Konzerte rund um den Globus.


„Brothers“ heisst das Album, welches 2010 den kommerziellen Erfolg des Duos besiegelt. Es hagelt Chartplatzierungen, Nominationen und einen MTV Video Music Award. Trotzdem sind Auerbach und Carney denkbar ungeeignet fürs Rampenlicht. Viel lieber parodieren sie in ihren Musikvideos Actionfilme oder verstecken sich hinter klobigen Brillengestellen und struppigen Bärten. Sie bleiben sich treu, obwohl sie auf dem neuesten Album „El Camino“ mit der Popmusik liebäugeln. Die beiden sind eben Meister darin, auszubrechen. Von widrigen Umständen lassen sie sich nicht festzurren. Denn wie singt Auerbach im Track „Couldn’t Tie Me Down“: „But a village / Is not a town / Just couldn’t tie me down.“

The Black Keys. Maag Hall, 31.01.2012. 20.00h. (AUSVERKAUFT)

Offizielle Künstlerhomepage

Kommentare
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ROHRER 31.01.2012 um 17:27
@noelmichel: einloggen und bei den Blogs jeweils oben rechts unter WIN! auf die Verlosung klicken. Mittlerweile wurden die Tickets jedoch verlost – dann verschwindet der Link.. Viel Glück beim nächsten Mal!
noelmichel
noelmichel 27.01.2012 um 22:31
was muss ich machen um beim wettbewerb teilzunehmen? the black keys sind hammer geil, aber portugal the man sind genauso genial! zwei fliegen mit einer klappe!