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2. Juli 2012, 20:19 Music Festivals

Der Donnerstag am OASG 2012: Fussball und Musik

Marco Büsch - Manche campierten schon seit Dienstag vor dem Festivalgelände des Openairs St. Gallen. Dementsprechend wurde die Platzsuche für das Zelt am Abend eine längere Angelegenheit. Und trotzdem war es ein gelungener Startschuss. Ein kurzer Rückblick auf den Donnerstag.

Der Donnerstag am OASG 2012: Fussball und Musik
Als wir um halb zehn Uhr abends im Sittertobel ankamen, hatten wir Katzenjammer verpasst sowie zwei Tore von Balotelli. Es wurde aber schnell klar, dass wir nun ganz andere Probleme hatten: Finden wir noch einen Platz für unser Zelt, ohne am Ende in Schieflage schlafen zu müssen? Denn trotz unserer redlichen Bemühungen, bereits am Donnerstagabend das Festivalgelände aufzusuchen, mussten wir feststellen, dass es Tausende andere gab, die sich anscheinend ein bisschen mehr bemüht und schon Stunden vor der Öffnung des Geländes dort gewartet hatten. Dementsprechend waren die guten bis überdurchschnittlichen Zeltplätze alle schon weg und die grosse Suche begann. Irgendwo ganz hinten in einer Ecke fanden wir dann aber doch noch ein Plätzchen und so konnten wir uns beruhigt dem Ende des Halbfinals widmen. Özil verwandelte noch einen Elfmeter und Deutschland flog aus dem Turnier.

Nach dem Spiel beeilten wir uns, vor die Sitterbühne zu kommen, um die letzten Minuten von Danko Jones zu hören, so dass hier nun doch noch ein wenig auf die Musik am St. Gallen eingegangen werden kann: Die kanadische Band Danko Jones um den gleichnamigen Frontmann spielten sehr livetauglichen Rock/Punk/was-auch-immer, von dem ich gerne mehr gehört hätte, aber so ist das nunmal: Wer zu spät kommt, den bestraft der dicht gehaltene Timetable des OA St Gallen. Zumindest die vielgerühmten Vulgaritäten und selbstironischen Geschichten von Danko Jones hätte ich gerne noch mitbekommen, aber auch die blieben uns grösstenteils verwehrt. Nun denn: Wenn man sich an einem Open-Air mit etwas abfinden muss, dann ist es der Fakt, dass man längst nicht alles sehen kann, was man sehen will.

Irgendwann ist man dann im Bacardi-Dome und im Chesterfield-Zelt gelandet und es war gut, es war Musik, es war Alkohol. Dann war es noch eine andere Bar irgendwo hinten in der Nähe unseres Zeltes und es war zwei Uhr. Und dann war es drei Uhr. Und ich redete mit Luzernern, die eigentlich aus Schlieren waren, aber doch irgendwie in Luzern zuhause. Dann herrschte plötzlich gähnende Leere in meiner Brieftasche und der Postomat war so weit weg und wahrscheinlich eh schon geschlossen. Draussen begann es leicht zu nieseln und ich deutete die Zeichen der Zeit und ging schlafen. Es war ein guter Festival-Beginn: Viel verpasst, kaum etwas gesehen, dafür gutes Wetter, nette Leute und doch einen ordentlichen Schlafplatz gefunden.

Hier gibt es weitere Eindrücke vom Freitag, Samstag und Sonntag

(Bildquelle: news.ch)

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