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8. Juli 2012, 17:43 Konzert Festivals

Review: Rock'n'Roll am Jazzfestival Montreux

Carlo Clivio - Auf die Minute genau, um 21.45 Uhr, kündigte Claude Nobs den Hauptakt am Mittwochabend im Auditorium Stravinski an: Noel Gallagher und seine High Flying Birds. Eine Première, über welche sich Noel den ganzen Abend lang wunderte.

Review: Rock'n'Roll am Jazzfestival Montreux
Dem älteren der beiden Gallagher-Brüder war wohl nicht bewusst, dass das Jazzfestival jedes Jahr ein breit gefächertes, spartenübergreifendes Programm zusammenstellt. Dabei haben die Programmmacher oft ein goldenes Händchen und verpflichten Künstler, die erst kurz vor dem Durchbruch stehen oder erst kürzlich ihr erstes Album veröffentlichten. Ersteres Kriterium trifft auf den Shootingstar Lana del Rey zu: innert kürze war ihr erstes Schweizer Konzert in der Miles Davis Hall, ebenfalls am Mittwochabend, ausverkauft. Während Noel Gallagher mit seinem im Herbst 2011 herausgebrachten Soloalbum zwar grosse Erfolge feiert – und daher wohl auch verpflichtet wurde – vermochte er den Konzertsaal nicht auszuverkaufen.

Wie schon auf der ganzen Welttournee änderte Noel seine Setlist nur unmerklich: Zwei Oasis-Klassiker zum Auftakt, eine Reihe Songs seines Soloalbums, Supersonic akustisch und bis zur Zugabe eine Mischung alter und neuer Lieder. Die grösste Überraschung war wohl für viele im Publikum das Ausbleiben von Wonderwall. Dennoch überzeugte der Working-Class-Hero wie immer und überall mit seinen Klassikern aus den 90er Jahren wie Talk Tonight, Wathever, Half the World Away, Supersonic und Don’t Look Back in Anger. Für letzteren Song stimmte Noel seine Gitarre, um eine äusserst jazzige Tunes zu spielen. Nach 90 Minuten war Schluss. Unter grossem Beifall verlies die Band sichtlich gut gelaunt die Bühne.

Das Montreux Jazz Festival dauert noch bis 14. Juli 2012.

Programm: www.montreuxjazzfestival.com

Tickets: www.ticketcorner.ch

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