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28. September 2012, 20:13 Kultur Movie Zurich Film Festival

End of Watch @ Zurich Film Festival

Claudia Maag - Taylor und Zavala sind Cops und pa­t­rouil­lieren im gefährlichsten Revier in South Central LA. Bei Routineeinsätzen geraten sie zufällig ins Blickfeld eines Drogenkartells. Dieses lässt nicht mit sich spassen und setzt die beiden auf die Abschussliste.

End of Watch @ Zurich Film Festival
Die Cops Taylor und Zavala sind Freunde, ein engagiertes Team und würden für den jeweils anderen ihr Leben geben. Die beiden patrouillieren im Revier Newton, einem der gefährlichsten in South Central LA. Hier werden Bandenkriege offen auf der Strasse ausgetragen, Schiessereien gehören zum Alltag. Zu Beginn des Films beschliesst Taylor, seine Arbeit mit einem Videotagebuch festzuhalten. An der Uniform befestigt, peppen die Filmaufnahmen der beiden Officers den Cop-Movie mit rasanten, wackligen Aufnahmen auf. Sie vermitteln dem Zuschauer das Gefühl, mittendrin zu sein.

Nachdem sie Kinder aus einem brennenden Haus retten und dafür geehrt werden, wird aus Selbstbewusstsein Übermut. Mit einer grausigen Entdeckung in einem Haus ziehen sie die Aufmerksamkeit eines Drogenkartells auf sich. Zwei Cops gegen ein Kartell. Entgegen der Regel „Don’t kill a cop“ landen ihre Namen auf der Abschussliste.

Natürlich wurde nicht nur mit einer Kamera gearbeitet. Zwar ist das Videotagebuch der Officers, mit dem sie Einsatzbesprechungen und Einsätze, bei denen es hart zur Sache geht, aber auch Privates aufzeichnen, ein Mittel, das dem Film Authentizität verleiht. Daneben arbeitet Autor und Regisseur David Ayer (Training Day, The Fast and the Furious) mit einer Handycam, die Taylor zusätzlich verwendet, und es wird von den Seiten gefilmt. Während den Verfolgungsjagten wird teilweise in Sekundenschnelle zwischen den Kameras gewechselt, was die Spannung erhöht. Und es gibt eine fixe Installation im Autoradio des Einsatzwagens, die einige starke Szenen zeigt, da sie ihren klassischen Job machen kann; Taylor und Zavala streiten wie ein Ehepaar, sprechen über Familie, albern herum und nerven einander auch mal an.

David Ayer wuchs in South Central LA auf. Viel von seinen persönlichen Erfahrungen von damals fliessen in den Film ein. Die Sprache ist schell, schnörkellos und sie strotzt vor Fluchwörtern. Die beiden Schauspieler Jake Gyllenhaal (Taylor) und Michael Peña (Zavala) spielen ihre Rollen überzeugend und dies ist mit ein Grund, dass der Thriller fast wie eine Dokumentation daherkommt. Wer gute Action und Cop-Movies mag und bei einigen sehr unappetitlichen Szenen nicht wegschauen will, ist mit End of Watch gut bedient.


Weitere Spielzeiten:
Alle drei Vorführungen erfolgt

End of Watch lief als Internationaler Spielfilm

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