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30. November 2012, 13:46 Campus

Blog 2 - Dina: Fokusprojekt: Kohlenhydrat-Entzug

students Redaktion - Als Bewegungswissenschaftler hat man IMMER einen interessanten, abwechslungsreichen und spannenden Alltag. Es wird bei uns nie langweilig und ich habe schon viele Erfahrungen gemacht und Sachen Erlebt, die meine Sicht auf die Dinge etwas verändern.

Blog 2 - Dina: Fokusprojekt: Kohlenhydrat-Entzug
Stell dir mal vor du dürftest kein Brot essen, keine Pasta oder Kartoffeln, keine Milch trinken, Joghurt, Früchte oder Süsses essen! Keine Schokolade oder Gummibärchen! Und dann noch bis zur völligen Erschöpfung Laufen – Rennen bis du umkippst!

Und stell dir jetzt mal vor du machst das freiwillig, weil deine Forschungsgruppe und du die geniale Idee hatten, zu analysieren, ob Kohlenhydrat-Entzug eine Auswirkung auf die anaerobe Leistung hat. Eigentlich ist es logisch, dass man sich dann Scheisse fühlt und man nichts leisten kann, sich nicht konzentrieren kann und man verdammt schlechte Laune hat. Trotzdem wollten wir’s mal ausprobieren – warum nicht, könnte ja witzig sein oder? FALSCH!

Montag bis Donnerstag keine Kohlenhydrate, dass, so wurde uns gesagt, würde reichen, um unseren Glykogenspeicher abzubauen. Das bedeutet, dass wir keinen Zucker mehr im Körper hatten, um Energie zu produzieren um uns psychisch oder physisch anzustrengen. Leider nimmt da meine Wochenplanung keine Rücksicht darauf. Fussball am Montag, Training am Dienstag und Krafttraining und Fitnessausbildung am Mittwoch. Dazu noch Vorlesungen von 8 bis 17 Uhr. Spätestens bei der Beinpresse am Mittwoch zittert mein ganzer Körper, verlangt eine Pause und einen RIESENGROSSEN Schokoladenriegel! Aber diesen einen Wunsch musste ich meinem Körper verweigern.

Donnerstagmorgen: Nüchtern und schlecht gelaunt versammeln wir uns im Sportzentrum. Jetzt geht’s erstmal zur Blutentnahme – netterweise am Ohrläppchen, weil man da ja üüüberhaupt keine Nervenzellen hat und es kein bisschen weh tut, wenn eine Dreiecksklinge reingerammt wird und deinem zarten, weichen Fleisch rumgedreht wird bis das Blut raustropft. Definitiv ein Erlebnis, dass ich jedem empfehlen würde.

Danach mussten wir einen halben Liter Unbekanntes trinken – ein Zucker-Salz-Gemisch oder Placebo. Schmeckt ein bisschen nach Mojito ohne Alkohol, also eigentlich ganz angenehm. Dann geht’s ab auf den Pendellauf.

„Einfach mal drauf loslaufen bis du nicht mehr kannst.“

Am Anfang ist es ganz angenehm – die Geschwindigkeit ist easy und die Laune noch einigermassen gut. Aber plötzlich schlägt der Gemütszustand um: meine Beine brennen, mein Atmen wird oberflächlich und keuchend und meine Arme kribbeln. Ich fühle mich einfach nur schlecht! Der halbe Liter schwappt in meinem Bauch hin und her und die Geschwindigkeit wird erbarmungslos schneller und schneller.

Irgendwann schaffe ich es nicht mehr, mit meinen Beinen vom Boden abzustossen. Ich fange an zu stolpern und kann mich nicht mehr fangen. Alles fängt sich an zu drehen, ich muss abbrechen und stütze mich gegen die Wand - bitte bettel, dass ich ja nicht ohnmächtig werde. Einfach tief ein und ausatmen, gleich gibt’s Schokolade...aber vorher noch 10 Minuten lang Laktat messen! Allerdings ist der Schmerz in den Beinen und das Bedürfnis nicht umzukippen grösser als der Schmerz im Ohr und die nächsten 10 Minuten vergehen wie im Flug.Plötzlich ist alles vorbei und der verweigerte Kaffee, Schokolade und Pasta werden hineingestopft. Mit einem riesigen Grinsen im Gesicht sitzen wir am Boden und essen und trinken was unser Herz begehrt. Jetzt kann das Leben wieder normal weiter gehen – zumindest bis nächsten Montag, dann fängt das ganze wieder von vorne an!!

Wissenschaftlich auswerten müssen wir unsere Resultate natürlich auch. Zum Glück bekomme ich bald meinen neuen Laptop von HP, den Envy x2! Mit der neuesten Software und dem neuesten Betriebssystem – Windows 8 – können wir perfekt unsere Statistiken berechnen, graphisch darstellen und auswerten! Auch für den Vortrag ist der x2 super, weil ich den Screen ganz einfach abknipsen kann und als Tablett verwenden kann um mühelos durch meine Notizen zu blättern.

Meinen neuen Schatz – meinen Laptop von HP – bekomme ich am Polyball zum ersten mal zu Gesicht. Da es ein ganz neues Modell ist und erst Mitte Dezember auf den Markt kommt, muss ich auf meinen persönlichen noch warten, aber am Samstag beim Poyball haben wir den ersten und einzigen Protoyp der Schweiz bei uns. Kommt doch vorbei, sagt uns hallo und probiert unser neues Baby aus! Macht Fotos and unserer Fotowand, gewinnt tolle Preise und bekommt von uns einen Gutschein für den students.ch HP Online-Shop geschenkt. Ich freue mich auf euch!

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