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13. März 2013, 14:55 Konzert Music

Mumford & Sons: Gänsehaut und Sommergefühle

Ramon Göldi - Mit Gartenbeizlämpli und minimalistischer Bühnenshow haben die Londoner geschafft, was Weltstars selten zustande bringen: eine Show in gediegener Atmosphäre, die sich echt anfühlt. Dabei zogen sie sämtliche Register - von romantisch bis rockig, von intim bis interessant. Ein wahres Spektakel!

Mumford & Sons: Gänsehaut und Sommergefühle
Marcus Mumford: "This is our fifth show here in Switzerland, we've been enjoying it here a lot so far, we loved to come back. Who saw us at the St. Gallen festival?"

Bern: "Yeeeah!" - Tosender Applaus, das Kollektiv besteht also aus Wiederholungstätern.

Vielen Wiederholungstätern, 6'500 um genau zu sein. Wenn es eine Band schafft, eine nicht unbeachtliche Anzahl Tickets innerhalb weniger Stunden restlos an den Mann zu bringen, den Schwarzmarkt auf Online-Plattformen florieren zu lassen und verzweifelte Seelen vor den heiligen Hallen bis zuletzt noch nach Einlass begehren, muss da was dran sein.

Zugegeben, ihre Stücke sind absoult massentauglich und der Erfolg des (britischen) Folks ebbt seit Jahren nicht ab, dennoch, die vier Barden wissen zu überzeugen. Here's why:

21.10 Uhr, Licht aus, Gitarre an. Mit den ersten Klängen von 'Babel', dem titelgebenden Track der neuen Scheibe breitet sich spürbar eine Welle der Euphorie über die Menge aus. Ohne zu übertreiben, stellt die angenehm kantige Stimme des Leadsängers unwillkürlich Nackenhaare auf. Der wahrlich geglückte Auftakt zur Show setzt sich durch meinen persönlichen Favorit 'White Blank Page' fort.

Zu ihrem wohl bekanntesten Lied 'Little Lion Man' kamen die erwähnten Lichterketten zum Einsatz. Entfernt an laue Sommernächte in entspannter Atmosphäre unter freiem Himmel erinnerend, reichte diese nicht sehr aufwändig wirkende Installation absolut aus, um die Illusion eines Gigs unter freiem Himmel heraufzubeschwören.

Beeindruckt durch dieses anfängliche Feuerwerk musikalischer Leistung sei ihnen in der Folge ein zäher Mittelteil verziehen, machten sie es doch am Schluss mit 'The Cave' wieder gut.

Fazit: Zusammen mit der obligaten Zugabe spielten die vier Londoner Stadtmusikanten 90 Minuten durch. Wahrlich hohe Qualität, die einem da in der Festhalle Bern geboten wurde!

Videoquelle: Youtube

Bildquelle: Eigene Aufnahme

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