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31. August 2013, 13:54 Music Festivals

Britische Invasion

Patrick Holenstein - Der zweite Tag am Zurich Openair stand ganz klar im Zeichen der Bands von der Insel. Allen voran Franz Ferdinand und die Arctic Monkey. So voll war das Gelände dieses Jahr noch nicht.

Britische Invasion
Mein Tag begann mit einer satten Dosis Blues. Valerie June eröffnete das Programm auf der Blue Stage. Die Amerikanerin mit der kratzigen Stimme und dem grossen Herz für Blues begeisterte bei strahlendem Sonnenschein eine gute Handvoll Menschen. Mit Banjo und Gitarre bewaffnet sorgte sie für gute Laune und forderte „More Bubbles“. Die erste Reihe blies ihr sehr gerne mehr Seifenblasen entgegen. Das charmante Schauspiel war schnell vorbei, denn die Pflicht rief. Es stand ein Interview mit Bob von Franz Ferdinand an.

Belle & Sebastian waren nicht mehr zu toppen

Um 19 Uhr war der Tag für mich gelaufen. Belle & Sebastian sorgten für das klare Highlight des zweiten Tages. Die schottische Truppe um Stuart Murdoch haute gleich zu Beginn Klassiker wie „I’m A Cuckoo“ raus und hatte die Menschen innert Sekunden im Griff. Am Zurich Openair standen bis zu elf Menschen gleichzeitig auf der Bühne und dem berührenden Indie-Folk-Pop von Belle & Sebastian, übrigens nach einer Comic-Serie benannt, kann man nicht entkommen. Als für das Finale Menschen auf die Bühne geholt wurden und Sänger Stuart vor Freude strahlte, hatte jeder verstanden, woher die Magie dieser Band kommt. „Coole Band“ war dann auch der Tenor nach dem Auftritt.

Tom Odell, ebenfalls Brite, liess ich aus, dafür mussten Franz Ferdinand sein. Immerhin war Bob im Gespräch sehr nett. Und die zweite schottische Band des Tages wurde ihrem Ruf mehr als gerecht. Mit liebgewonnen Klassikern und neuem Material webten sie eine Setlist, die von Anfang bis Schluss für Spannung sorgte. Dabei behielten sie ihren leicht elitären künstlerischen Anspruch. Aber das funktionierte prächtig. Mancher Song, sorgte gar für ein „Oh, cool, das ist auch von denen“, aber das spricht im Grunde für die Band.

Trentemøller schloss die Konzerte ab

The Knife wären spannend gewesen, nur schon, weil das Konzert, dass sie vor einigen Wochen im Komplex gegeben haben, für Gesprächstoff sorgte, weil es mehr Performance als Konzert war. (Hier ist unsere Kritik) Aber die Menschenströme waren zu gross und zudem überschnitten sich Franz Ferdinand und The Knife. Also, warten auf die Arctic Monkeys. Und die legten gleich mit sattem Sound los. So viele Menschen waren bisher noch nicht vor der Blue Stage. Die Monkeys sind live eine sehr impulsive und eindringliche Band. Damit machten sie deutlich, wieso sie mit zu den Bands der britischen Nach-Millenium-Indie-Phase zählen, die auch heute noch Headliner-Status verdienen. Für den gebührenden Ausklang der Konzerte am Freitag sorgte dann der Däne Trentemøller, der mit Liveband auffuhr.

Auch der zweite Tag am Zurich Openair zeigte sich von der besten Seite. Gelungene Konzerte und wunderbares Wetter sorgten für richtig viel Festivalfeeling. Der Rest des Wochenendes kann also kommen.

Mehr Bilder gibt es in der Galerie von Usgang.ch.

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