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17. Januar 2014, 15:14 Campus Kultur students.ch

Häufige Fragen zum Studium in der Schweiz

students Redaktion - Bevor das Studium im Land losgeht, ist aber einiges zu beachten. Der folgende Text beantwortet die häufigsten Fragen zum Studium in der Schweiz.

Die Schweiz ist ein Land, das sehr gute Universitäten anbietet und deswegen nicht nur inländische, sondern auch ausländische Studenten anzieht. Beispielsweise hat sich die Anzahl der deutschen Studierenden zwischen 1999 und 2009 fast verdreifacht. Immerhin bietet Deutschlands Nachbarland einige Vorzüge: Eine wunderschöne Landschaft, eine gefühlte Abwesenheit von Kriminalität und ein engmaschiges sowie zuverlässiges Bahnsystem. Dazu kommt die anerzogene Höflichkeit und Hilfsbereitschaft der Schweizer, sodass sich Fremde in diesem Land gleich gut aufgehoben fühlen. Für Studierende bieten zudem die Universitäten eine große Anziehungskraft, da die Abschlüsse an diesen hoch angesehen sind. Bevor das Studium in dem Land losgeht, ist aber einiges zu beachten. Der folgende Text beantwortet die häufigsten Fragen zum Studium in der Schweiz.

1. Wie ist das Hochschulsystem aufgebaut?
Jedes Land hat ein eigenes Hochschulsystem. Auch wenn die Bachelor- und Masterabschlüsse mittlerweile in fast jedem europäischen Land zum Standard gehören, sind sie doch immer anders aufgebaut. In der Schweiz ist das Bachelorstudium auf drei Jahre ausgelegt, auch an Fachhochschulen. Diese bieten sonst in anderen Ländern, wie Deutschland, den Bachelor auch verlängert auf dreieinhalb oder sogar vier Jahre an. Der Master ist in der Schweiz auf zwei Jahre ausgelegt. Darüber hinaus sind die Hochschulen sehr strikt organisiert, es gibt viele Deadlines, an die sich die Studenten zu halten haben, wie studis-online.de berichtet. Allerdings ist der Service gleichzeitig umfangreich organisiert, sodass jeder Student genau über seine Deadlines Bescheid weiß und dementsprechend lernen kann. Dazu kommt eine optiimale personelle und räumliche Ausstattung durch eine sehr gute Finanzierung der Hochschulen. Wer zudem seine Sprachkenntnisse vertiefen möchte, findet dafür sehr gute Möglichkeiten während des Studiums: Einige Studiengänge sind zweisprachig aufgebaut oder sogar komplett in einer anderen Sprache gehalten. Zur Auswahl stehen den Studierenden Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Begonnen wird das Studium immer im Herbstsemester. Dieses startet Anfang September und endet kurz vor Weihnachten. Das Frühlingssemester beginnt Ende Februar und läuft bis Ende Mai. Zwischen den beiden Semestern stehen jeweils Klausuren und Hausarbeiten an. Je nach Aufwand hat der Student ein paar freie Wochen, oder er startet direkt mit dem letzten Abgabetermin in das nächste Semester.

2. Was für Zulassungsbeschränkungen gibt es?
Schweizerische Studenten müssen ein Matura vorweisen, um an einer Universität angenommen zu werden. Dies ist das Pendant zum deutschen Abitur. Ausländische Studierende müssen nachweisen, dass ihr Schulabschluss gleichwertig ist mit der Matura - das deutsche Abitur ist es in manchen Fällen nicht, wenn zum Beispiel die Fächerkombination von der schweizerischen Hochschule nicht anerkannt wird. Ausländische Studierende müssen zudem oft auch einen Aufnahmetest bestehen oder nachweisen, dass sie eine Zulassung einer deutschen Universität in ihrem gewünschten Fach haben. Bewerbungsfristen der Schweizer Universitäten sind zudem einzuhalten - meistens enden diese am 30. April.

3. Wie beantrage ich als ausländischer Studierender das Visum?
Besonders für deutsche Studierende ist es einfach, ein Visum zu erhalten - es reicht, einfach in die Schweiz einzureisen und sich innerhalb der ersten vierzehn Tage bei der lokalen Einwohnerkontrolle zu melden. Dort sind die Immatrikulationsbescheinigung, der Mietvertrag und eine Bankbescheinigung vorzulegen. Die Bankbescheinigung verlangen die Behörden, damit sie sicher sein können, dass sich der Student das Leben in der Schweiz leisten kann. Neben den Studiengebühren sind auch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz um einiges höher als in Deutschland. Studenten aus anderen europäischen Ländern haben eine ähnlich unkomplizierte Möglichkeit, ihr Visum zu bekommen. Nur aus anderen Ländern wird es komplizierter. Wer zudem nicht die entsprechende lokale Landessprache, Deutsch, Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch, beherrscht, sollte einen Sprachkurs besuchen.

4. Wie finanziere ich das Studium in der Schweiz?
Die Lebenshaltungskosten und die Studiengebühren sind zum Teil höher als an Universitäten in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Dafür bekommen die Studierenden aber auch eine modern ausgestattete Hochschule mit einer sehr guten Studentenbetreuung durch die Dozenten. Die Finanzierung wirft allerdings trotzdem einige Fragen auf, beispielsweise wie ein Konto in der Schweiz erstellt werden kann oder welche Krankenversicherung sich mehr lohnt - eine aus dem Heimatland oder eine aus der Schweiz? Auch die Studienunterstützung vom Staat, in Deutschland das BAföG, ist eine der wichtigeren Fragen von Studierenden. Die Studienhilfe wird übrigens gestattet, wenn die Studenten ihren ständigen Wohnsitz im Inland behalten. Diese und weitere Antworten zum Thema Studium in der Schweiz gibt es auf entsprechenden Portalen.

Das Studium in der Schweiz ist demnach für Ausländer genauso gut zu realisieren wie für Schweizer selbst. Allerdings können die Finanzierung und die Zulassung am Anfang einige Probleme aufwerfen. Wer kein BAföG bekommt oder wem diese Unterstützung nicht reicht, kann aber einen Teilzeitjob neben dem Studium annehmen. Der Student muss sich jedoch im Vorfeld darüber erkundigen, welche Auflagen es bezüglich der Arbeitszeit gibt. Im Ganzen gesehen ist die Schweiz aber ein attraktiver Studienort, trotz der höheren Lebenshaltungskosten. Sowohl für inländische als auch für ausländische Studierende bieten die Universitäten gute Möglichkeiten und eine umfassende Betreuung an - mehr Service, als man dies von Universitäten in manch anderen Ländern gewöhnt ist.

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