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6. Februar 2014, 10:19 Kultur students.ch

London alternativ

students Redaktion - Buckingham Palace, Big Ben, London Eye oder Tower Bridge. Wenn Touristen nach ihren Sightseeing-Zielen befragt werden, stehen diese Orte ganz oben auf der Liste. Es gibt aber auch Wege und Möglichkeiten, London abseits der Sehenswürdigkeiten zu erkunden - auch für den studentischen Geldbeutel!

London alternativ
Buckingham Palace und Soldaten in Bärenfellmützen, Big Ben und der berühmte Glockenschlag, das London Eye und seine atemberaubende Aussicht, die altehrwürdige Tower Bridge, das Luxuskaufhaus Harrods oder auch der alternative Camden Market – wenn Touristen nach ihren Sightseeing-Zielen befragt werden, stehen diese mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz oben auf der Liste. Es gibt allerdings auch Wege und Möglichkeiten, London abseits der ewig gleichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden – sogar mit einem studentischen Budget.

London ist seit Jahrhunderten eine Weltmetropole und Anziehungspunkt für Künstler, Designer, Reichtum sowie Superlative. Neben den Swinging Sixties ist die britische Hauptstadt bekannt für Bauwerke wie The Shard, dem mit seinen 310 Metern höchsten Wolkenkratzer in London und sogar der Europäischen Union, aber auch für einen Rekord der etwas anderen Art – in keiner anderen Stadt Europas gab es im Jahr 2013 mehr alleinstehende Millionäre! Dass in einer solchen Umgebung ein kostengünstiger Urlaub zu realisieren ist, mag unwahrscheinlich klingen, ist es aber nicht.

Unterkunft und Verpflegung
Zu Beginn gilt es daher zunächst eine preisgünstige Unterkunft zu organisieren. Hierbei helfen verschiedene Internetportale. Ob Jugendherberge, Bed & Breakfast oder Hotel – für jeden Anspruch und Geschmack ist im erschwinglichen Segment etwas zu finden. Die Anreise mit Low Cost-Airlines ist relativ simpel, immerhin besitzt London über fünf Flughäfen in einem Radius von etwa 50 Kilometern. Einmal bis in das Dickicht der Großstadt vorgedrungen, gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu bezahlbaren Preisen zu versorgen. Im bunten wie exotischen Chinatown unterbieten sich die unzähligen Restaurants und Imbisse mit Mittags- oder „All you can eat“-Angeboten. Auch die indischen Curry-Restaurants sind sehr zu empfehlen. Auf dem kulinarischen Menü darf aber auf keinen Fall das ur-englische Gericht „Fish and Chips“ fehlen – am besten noch mit einer sauren Gurke oder einem Sol-Ei verfeinert!

Sightseeing der anderen Art
London ist voll von ungewöhnlichen Orten, geheimnisvollen Ecken und außergewöhnlichen Überraschungen. Für Musikliebhaber empfiehlt sich ein Besuch der Abbey Road im St. Johns Wood-Viertel. Das Nachstellen des berühmten Beatles Album-Covers beim Gang über den Zebrastreifen macht Spaß und ist zudem noch kostenlos. Aber passen Sie auf den Verkehr auf! Nicht nur für Fans der Pilzköpfe ist es lohnenswert, sich etwas nördlich der Themse zu orientieren: Auf dem Highgate Cemetery in der Swain’s Lane ist der nicht nur unter Deutschen und Studenten beliebte Philosoph und Gesellschaftstheoretiker Karl Marx beerdigt.

London zu Wasser, auf dem Fahrrad oder zu Fuß
Eine einzigartige Sicht auf die wichtigsten, am Fluss gelegenen Sehenswürdigkeiten haben Touristen von einem der Schiffe, die auf der Themse kreuzen: Warum nicht dieses Erlebnis mit einem „Afternoon Tea“ an Bord verbinden? Für die eher sportlichen Besucher bieten sich die „Boris Bikes“ – nach dem Bürgermeister Boris Johnson benannten, leihbaren Fahrrädern - an, für die es überall in der Stadt Aus- und Rückgabestationen gibt.

Am besten lässt sich eine Metropole dann aber immer noch per pedes erkunden. Bei der „Jack the Ripper Walking Tour“ können Teilnehmer auf den Spuren des berühmt-berüchtigten Frauenmörders wandeln: Bei der Rundtour in East London werden die bis heute ungelösten Whitechapel-Morde unter die Lupe genommen. Währenddessen kommen Filmenthusiasten bei der „Brit Movie Tour“ voll auf ihre Kosten. Die verschiedenen Routen führen zu den originalen Schauplätzen von Serien und Filmen wie Doctor Who, Harry Potter oder James Bond. Einen vollkommen andersartigen und kostenfreien Rundgang bietet die „Alternative London Walking Tour“: Sie ist die erste ihrer Art, die sich mit der lebendigen Straßenkunst beziehungsweiser der Graffitis der Stadt beschäftigt. Dabei ist keine wie die andere. Sowie sich etwas verändert, wird die Tour angepasst – dabei können die Besucher allerdings immer etwa 40 Werke verschiedener Künstler bewundern.

Und noch ein Tipp für Kunst- und Kulturfans: Im Gegensatz zu Deutschland ist der Besuch vieler öffentlicher Museen, wie dem British Museum, dem National History Museum und dem Science Museum, sowie Galerien, wie der National Portrait Gallery, dem Tate Modern oder der Saatchi Gallery, kostenlos, während für die Besichtigung von Kirchen, wie Westminster Abbey, Eintritt verlangt wird.

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