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12. März 2014, 15:15 Music Interview

BRMC: «Manchmal kommen wir sehr nahe ans Limit.»

Patrick Holenstein - Robert Levon Been und Peter Hayes von Black Rebel Motorcycle Club nahmen sich vor ihrem Auftritt in Zürich Zeit für ein Interview mit uns.

BRMC: «Manchmal kommen wir sehr nahe ans Limit.»
Interview geführt von Hansjürg Stämpfli

Die beiden seit 1998 aktiven Gründungsmitglieder von Black Rebel Motorcycle Club (kurz BRMC), Robert Levon Been und Peter Hayes, empfingen students vor ihrem Auftritt im Zürcher Komplex im Backstagebereich für ein Interview. Dabei haben sie uns verraten, wie es zum Titel des neuen Albums kam, welchen Einfluss Sigur Ròs dabei hatten und wie es für Robert war, für seinen Vater Michael Been nach dessen Tod bei den Comeback-Konzerten von The Call einzuspringen. Momentan macht ihr eine Street-Art-Guerilla-Aktion mit Postern. Wird es auch Poster in Zürich geben?

Peter: Das ist eine gute Frage. Ich habe bisher noch keine aufgehängt und habe hier auch noch keine gesehen. Normalerweise hängen die Leute die Poster auf und schicken uns die Bilder via Facebook und Twitter und wir stellen sie online. Ich habe noch nicht geschaut, ob aus Zürich schon Bilder gekommen sind. Bis jetzt gab es das aber in jeder Stadt.

Was genau ist die Absicht dahinter?

Peter: Es gibt zwei Absichten. Die eine ist, dass jemand damit selbst begonnen hat und wir fanden, dass es toll aussieht. Deshalb haben wir mit ihm Kontakt aufgenommen und haben sein Design aufrecht erhalten. Leute haben dann ihre eigenen Plakate entworfen. Es ist eine Art, Kunst zu unterstützen. Jemand wird kreativ, kreiert Poster, Graffitis und solche Sachen. Es ist ein Teil unserer Mission, Kunst so weit zu unterstützen, wie es geht.

Anstatt «What happened to my rock’n’roll» fragt ihr auf einem Plakat: «What happened to the revolution?» Weltweit gehen momentan viele Revolutionen von statten. Sollte es noch mehr Revolutionen geben?

Peter: Diese Passage kommt aus dem Song «Berlin». Manchmal fühlt es sich an, als ob die Leidenschaft, Bedürfnisse und Wünsche von Menschen gekauft und verkauft werden. Ich kann hier nicht wirklich Unternehmen anklagen, denn es sind eher Leute, die eklig sind. Ich kann nicht von Revolutionen in anderen Ländern sprechen, denn dort gehen wirklich sehr ernsthafte Dinge vor sich, aber ich kann von der USA sprechen und unserer Erfahrung mit unserer Regierung. Es ist der einzige passende Ort für mich, um meine Wut darauf zu beziehen.

Also auch auf den ganzen Kapitalismus?

Peter: Ja genau. Westliche Kultur, die irgendwie Kapitalismus ist. Es ist nicht ganz die Wahrheit, denn es gibt eine westliche Kultur, diese wird jedoch durch Kapitalismus gelähmt, was sehr schade ist. Aber es gibt auch gute Kunst und solche Sachen aus Amerika. Das ist etwas, was wir in Frage stellen mit unseren Fragen an die Gesellschaft.

Und was passierte deinem Rock’n’Roll? Wie siehst du die Rock’n’Roll-Szene heutzutage?

Peter: Dies ist eine ständige Frage. Es war damals eine Frage, als wir den Song geschrieben haben und ist noch heute eine Frage. Eigentlich handelt es sich um eine interne Frage an den Hörer und höhere Mächte, die entscheiden, was im Radio gespielt wird. Es ist eine fortlaufende Frage. Es ist eigentlich unsere Frage. Wir haben zuerst gefragt, deshalb ist es nicht passend, uns die Frage zu stellen. (lacht)

Ihr spielt mit Dave Grohl auf dem Soundtrack zum Dokumentarfilm «Sound City» den Song «Heaven and All». Habt ihr diesen Song während den Aufnahmen zu «Specter at the Feast», das ihr im letzten Jahr herausgegeben habt, aufgenommen?

Peter: Ja, es war kurz bevor wir mit den Albumaufnahmen begonnen haben, aber im selben Studio.

Robert: Es war das erste Mal, dass wir in seinem Studio waren und nachdem wir diesen Song aufgenommen haben, hat er uns eingeladen, wiederzukommen, wenn wir weitere Songs zum Aufnehmen hätten.

Lest das ganze Interview bei Bäckstage.ch

Black Rebel Motorcycle Club - Whatever Happends ...




Bild: Facebook BRMC © Jasmin Minchin
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