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14. August 2014, 00:00 Konzert Music

Melancholie vom Feinsten: The National in Zürich

Eray Müller - Am 13. August 2014 spielten The National ihre erste Schweizer Headline-Show seit Jahren und boten in der MAAG Hall ein melancholisches Meisterwerk. Enttäuscht wurde niemand.

Melancholie vom Feinsten: The National in Zürich
In den letzten Jahren konnte man The National in der Schweiz nur an Festivals erleben, zum letzten Mal vor einigen Wochen am Paléo Festival in Nyon. Umso mehr freuten sich die Fans bereits seit Monaten auf diesen Abend. Die ursprünglich aus Cincinnati, Ohio stammende und in Brooklyn, New York heimische Band zeigte einmal mehr, dass sie die Meister der Melancholie sind.

Nachdem Lyla Foy, eine Londoner Sängerin, den ersten Teil des Abends bestritten hatte, kam das um vier Musiker erweiterte Quintett kurz nach 21 Uhr auf die Bühne. Vom ersten Ton an hatte die Band um Sänger Matt Berninger das Publikum trotz nicht ganz optimalen Sound im Griff. Dass bei einem Konzert von The National – abgesehen von Matt Berningers mehr oder weniger dezenten Ausbrüchen – nicht gesprungen und getanzt wird, versteht sich von selbst. Vielmehr versetzte die Band die Fans in eine neunzig Minuten lange Trance und überzeugte mit ihrem wunderbaren dynamischen Spiel. Ein spannendes Konzert vom ersten Moment an und bereits jetzt eines der Konzerthighlights des Jahres.

Die Setlist beinhaltete unter anderem Songs vom letzten Werk Trouble Will Find Me, welches im Mai 2013 veröffentlicht wurde, von High Violet, dem Durchbruch-Album Boxer und Alligator aus dem Jahr 2005: mal wütend (Squalor Victoria), mal melancholisch (I Need My Girl), mal leise (Vanderlyle Crybaby Geeks), mal laut (Terrible Love), für jeden Fan wurde etwas geboten. Highlights waren aber auch Fake Empire, Sea of Love, Graceless sowie das genial dynamische Afraid Of Everyone. Die Setlist hätte nicht besser aufgebaut sein können, der Spannungsbogen war perfekt. Weniger schön war das Konzertende, als kurz vor 23 Uhr die gesamte MAAG Hall kollektiv aus der Trance gerissen wurde.

Setlist
Don't Swallow The Cap
I Should Live In Salt
Mistaken For Strangers
Bloodbuzz Ohio
Sea Of Love
Hard To Find
Conversation 16
Squalor Victoria
This Is The Last Time
Slow Show
Anyone's Ghost
Afraid Of Everyone
England
Graceless
I Need My Girl
Guest Room
Pink Rabbits
Fake Empire
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About Today
Mr. November
Terrible Love
Vanderlyle Crybaby Geeks (unplugged)

Weitere Informationen:
The National
Fotos vom Konzert (Facebook The National)

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