Magazin durchsuchen

Neuste Blogs

2. Oktober 2014, 10:38

Mein erster Tag an der ETH mit dem Surface Pro 3

students Redaktion - Viel Gutes wurde über das Surface erzählt, doch wie macht sich das Gerät wirklich im Studienalltag an der ETH?

Mein erster Tag an der ETH mit dem Surface Pro 3
Zürich, Montagmorgen. Gerade angekommen, ein heisser Kaffee in der Hand und das Surface im Rucksack verstaut, mache ich mich auf den Weg zur ersten Vorlesung: Ökologie.

Zu Hause habe ich das Tablet natürlich schon etwas ausprobiert, im Internet gesurft, ein paar Apps installiert – was man halt so macht wenn man ein neues Gerät einrichtet… Soweit bin ich mehr als zufrieden! Die Ausstattung macht sich bezahlt: Alles läuft reibungsfrei, Programme laden schnell, YouTube-Videos lassen sich zudem mit eingestellter 4K-Auflösung stockungsfrei abspielen, auch wenn man dann den Lüfter etwas arbeiten hört.

Jetzt soll sich das Surface auch als Arbeitsgerät beweisen. Während meine Kommilitonen die gedruckten Unterlagen hervorkramen, packe ich mein Tablet aus und öffne das PDF mit den Präsentationsfolien. Meinem Banknachbarn ist das Tablet sofort aufgefallen: „Ah yeah, häsches demfall ez übercho. Und, isches guet?“. Nach kurzem Berichten fängt dann auch die Vorlesung an. Früher hätte ich auch die Folien ausgedruckt, doch heute will ich mal alles mit dem Surface-Stift probieren. Via Bluetooth kommuniziert er mit dem Gerät, sodass, wenn er in der Nähe des Bildschirms bewegt wird, dieser nur noch auf den Stift reagiert. Dies hat den Vorteil, dass man, anders als bei vielen anderen Tablets, die Hand beim Notizenschreiben einfach auflegen kann, ohne dass sich alles verschiebt. Ich muss zugeben, anfangs ist es schon eine Umgewöhnung von Papier und Stift zu Surface und Stift, doch nach ein paar Folien funktioniert alles schon viel besser. Mit der feinen Spitze des Stiftes, die etwa so dick wie die eines Kugelschreibers ist, lässt es sich ausserdem problemlos klein schreiben. Wird aber etwas mal doch nicht so schön wie gewünscht, drückt man einfach auf die untere Taste vom Stift und der Radierer ist aktiviert. Die zweite Taste dient dem einfachen Markieren von Objekten.

In der Pause dann die grosse Fragerei: „Voll cool, woher häsch da?“, „Isch da ä richtigi Tastatur?“ oder auch „Dörfi mal?“. Besonders die Möglichkeit, per Knopfdruck oben auf dem Stift ein neues OneNote-Dokument zu öffnen, weckt Neugier. Diese Funktion wird nun im zweiten Teil der Vorlesung etwas missbraucht, als der Stift in die Hände von Tobi und John in die vorderen Reihen gerät und sie immer wieder ein Dokument öffnen während ich versuche der Vorlesung zu folgen. Aber das gehört ja dazu! ;-)

Am Nachmittag noch eine Vorlesung in Biochemie. Nicht gerade mein Lieblingsfach… Auch hier ergänze ich die Vorlesungsfolien mit dem Surface Stift – mittlerweile schon ganz geübt. Man gewöhnt sich wirklich schnell ans elektronische Schreiben. Als Notizprogramm für PDFs empfehle ich euch DrawBoard-PDF

aus dem Store (leider kostenpflichtig), ihr könnt aber auch gut den vorinstallierten Reader benutzen. Leider lässt sich mit ihm aber nur schwarz schreiben.

Nun mal ein Blick auf das Akkusymbol: 47% nach vier Stunden Vorlesung. Nicht schlecht! Früher musste ich mich immer neben eine Steckdose setzen, wenn ich meinen Laptop mitnahm – ein 5 jähriges, gefühlte 10 Kilo schweres Teil. Aber das ist jetzt vorbei!


Soweit kann ich also ein positives Feedback zum Surface geben, ich bin wirklich zufrieden. Es wurde nicht zu viel versprochen!

Kommentare
Login oder Registrieren

Ähnliche Artikel