Magazin durchsuchen

Neuste Blogs

7. Februar 2015, 00:00 Konzert Kultur Music International Party

Art on Ice - Heisse Kunst zum 20-jährigen Jubiläum

Christina Uebelhart - Was wäre ein Winter ohne Art on Ice? Atemberaubende Pirouetten, bezaubernde Musik, glänzende Augen, klatschende Hände und Standing Ovations - das ist Art on Ice 2015. Zum 20-jährigen Jubiläum gehören nebst Weltstar Nelly Fortado nur die Gold-Elite des internationalen Eiskunstlaufen zum Enseble.

Art on Ice - Heisse Kunst zum 20-jährigen Jubiläum
Jubiläumsgala mit Olympia-, Welt- und Europameistern
Hallenstadion Zürich. „Art on Ice“ ist die grösste Eiskunstlaufgala der Welt, die durch Livemusik begleitet wird. Sie ist nicht nur Schauplatz der Crème de la Crème der Eislaufszene, sondern auch Bühne der grössten Musikstars unserer Zeit.
Für die diesjährige 20-jährige Jubiläumsshow überzeugen auf der Bühne der britische erst 23-jährige Pianist und Sänger Tom Odell sowie der Schweizer Rythm’n‘Soul-Star Marc Sway. Das Feuerwerk komplettiert Weltstar Nelly Furtado. Weiter konnten Welt- Olympia- und Europameister im Eiskunstlaufen, wie Stéphane Lambiel, Carolina Kostner und nach 14 Jahren zum letzten Mal Sarah Meier verpflichtet werden. Die Verschmelzung von Gesang, Eiskunstlauf und einer Lichtshow macht „Art on Ice“ einzigartig und verzaubert auch dieses Jahr zehntausende von Menschen.

Das Glück des Kaufmanns und des Künstlers
Reto Caviezel und Oliver Höner, damals 26- und 29-jährig, der eine aus der Medienbranche kommend, der andere elffacher Schweizer Eiskunstlauf-Meister, hatten die Gala vor 20 Jahren organisiert, um mal festzustellen, ob so ein Event hierzulande Zuspruch findet. „In einer Bar kamen wir nach Mitternacht auf die Idee, dass Live-Musiker die Künstler auf dem Eis begleiten sollen. Wir hatten das grosse Glück, dass uns Simon Estes in unserem Vorhaben unterstützt hat. So hat die Symbiose zwischen Eiskunstlauf und Live-Musik angefangen“, so Reto Caviezel. Das Experiment funktionierte. L'art pour l'art im ausverkauften Hallenstadion. Hätten die beiden Gründer von Anfang an gewusst, wie erfolgreich Art on Ice denn einst sein wird, hätten Reto Caviezel und Oliver Höner den Mut wohl nicht gehabt eine solche Show auf die Beine zu stellen. Art on Ice hat sich Schritt für Schritt immer weiter entwickelt und ist mittlerweile nicht mehr weg zu denken. Keine andere Sportart, die diese Bezeichnung verdient, ist fester verbunden mit Show wie auch mit der Kunst als eben das Eiskunstlaufen. Wie jedes Jahr nimmt Art on Ice auch in der diesjährigen 20. Auflage diesem Sport auch noch alles Wettkämpferische und entlässt ihn in die bezaubernde, glanzvolle und sehenswerte Verschmelzung von Eiskunstlauf und Gesang „L'art pour l'art“.
Wer Eiskunstlauf einst als leicht peinliche Veranstaltung für Muttis und Weicheier hielt, den hat die in Zürich erfundene Mischung aus erstklassigem Sport und Live-Musik spätestens jetzt eines Besseren belehrt. Entwickelt sich Art on Ice weiterhin so erfolgreich, wird es die Show auch bald in Las Vegas geben, so der euphorische Oliver Höner an der Aftershowparty.

Grandiose Spektakel zum Jubiläum
Das diesjährige Art on Ice rockt, groovt und sorgt für Action, dann wieder für leisere und sanftere Töne. Art on Ice bot viel Akrobatik und Grazie und unendliche Emotionen aller Art auf mehreren Ebenen. Oft wusste man gar nicht mehr, wo hinschauen. Der erst 23-jährige Pianist und Sänger Tom Odell, der im vergangenen Jahr die Schweizer Festivals und Openairs erobert hat, entführte das Zürcher Hallenstadion mit seiner grandiosen Stimme und seinem zauberhaften Klavierspiel innert wenigen Sekunden in eine andere Welt.
Mit dem Weltstar Nelly Furtado haben die Veranstalter die ideale Besetzung für die Stars auf Kufen engagiert. Mit ihren Songs wie „I’m Like A Bird“ eroberte die kanadische Latino-Queen die Herzen des Publikums und heizte den Stars auf dem Eis mit ihren Hip-Hop- und R'n'B-Beats tüchtig ein. Ein goldenes Händchen haben die Verantwortlichen auch bei der Wahl des Schweizers Marc Sway. Der Rythm’n‘Soul-Star zog Publikum mit seinen ebenfalls grandiosen Songs in seinen Bann.
Gut gelaunt zeigte das Olympiasieger-Paar aus aus Russland Tatiana Volosozhar & Maxim zu „Another Love“ atmosphärisch und sportlich hervorragend, wie bezaubernd der Eislaufsport mit all seinen Figuren und Sprüngen sein kann. Auch Florent Amodio, der Europameister 2011, erwies sich als ein exzellenter Gala-Läufer und toller Entertainer. Der französische Rebell riss mit explosiven Sprüngen und fetzigen Schritten das Publikum von den Sitzen. Natürlich gehörte auch Gev Manoukian, der mit Breakdance auf dem Eis und auf dem Parkett einheizte, zum Ensemble. Für eine gelungene Überraschung sorgte Carolina Kostner mit ihrem Comeback nach neun Jahren. Als die Südtirolerin die Gala zu einem Schlagzeug-Solo eröffnete, sorgte die Ex-Freundin von Stéphane Lambiel für verwirrte Köpfe im Hallenstadion. Kennt man die Italienerin doch eher als zierliche Eiskunstläuferin, die zu sinnlichen Melodien über das Eis schwebt. Zu Nelly Furtados „Broken Strings“ legte sie kurz nach der Pause eine mitreissende Kür aufs Eis.

Grosse Ehre für Denise Biellmann
Eiskönigin Denise Biellmann schaffte es, auch ohne überhaupt eine einzige Pirouette gedreht zu haben, grosse Emotionen an Art on Ice zu wecken. Vor heimischem Publikum wurde sie für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Bekannt war es schon länger, dass Denise Biellmann in die internationale „Hall of Fame“ der Eiskunstläufer aufgenommen wird. Doch eine aussergewöhnliche Eiskunstläuferin soll auch in einem besonderen Rahmen geehrt werden. Was würde sich da besser eignen als eine spezielle Würdigung im Rahmen von Art on Ice? Mit Freudentränen in den Augen sprach die stolze Eiskunstläuferin: „Zu Art on Ice, zu diesem Eis habe ich eine starke Verbindung. Diese Auszeichnung vor Heimpublikum zu erhalten, bedeutet mir viel.“ Wer sich nicht mehr erinnern kann, vor 20 Jahren war Denise Biellmann das Aushängeschild von Art on Ice und leitete deren Erfolgsgeschichte ein.

Art on Ice auch im nächsten Jahr
Atemberaubende Pirouetten, bezaubernde Musik, glänzende Augen, klatschende Hände und Standing Ovations es auch im kommenden Jahr bei den Veranstaltungen von Art on Ice im Programm wird nicht fehlen. In Zürich finden die Eisgalas von Donnerstag, 4. Februar bis Sonntag, 7. Februar 2016 statt.

Foto: Matthias Uebelhart

Kommentare
Login oder Registrieren