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22. April 2015, 13:12 Movie

Avengers: Age of Ultron

Gregor Schenker - Iron Man, Thor und Co. tun sich einmal mehr zusammen, um einen Bösewicht ganz doll zu verprügeln. Stellt das Popcorn schon mal bereit – aber rechnet bloss nicht mit grossen Überraschungen.

Avengers: Age of Ultron
Die Action lässt nicht lang auf sich warten: Gleich zu Beginn greifen die Avengers die Basis eines bösen deutschen Barons an. Der hat nämlich Lokis magischen Spazierstock an sich gebracht; Thor (Chris Hemsworth) möchte die leuchtende Gehilfe bittegern wiederhaben. Nachdem haufenweise Panzer verschrottet und deutsche Handlanger totgekillt wurden, ist es denn auch soweit.

Bevor aber der nordische Gott den Spazierstock zurück nach Asgard bringt, bitten sich Tony „Iron Man“ Stark (Robert Downey jr.) und Bruce „Hulk“ Banner (Mark Ruffalo) ein paar Tage aus, um das Ding wissenschaftlich zu analysieren. Dabei stellt sich heraus, dass im Knauf ein superfortschrittlicher Computer steckt. Stark nimmt selbigen als Grundlage für ein intelligentes Sicherheitsprogramm: Ultron – gesprochen von James Spader. Die Schnoddrigkeit des Boston Legal-Grossmauls sowie die Tatsache, dass Ultrons Persönlichkeit der seines Erfinders nachempfunden ist, machen aus dem Computerprogramm einen unterhaltsamen Protagonisten. Unterhaltsam, aber tödlich.

Denn Ultron interpretiert seine einprogrammierte Aufgabe auf ganz eigene Weise: Er will die Sicherheit der Erde garantieren, indem er die Menschheit vernichtet.
Gezwungenermassen kommt es den versammelten Avengers zu, das Chaos gerade zu biegen, das Stark angerichtet hat. Das machen sie, indem sie viel Zeug kaputtschlagen.

Oh, und mit Quicksilver und Scarlet Witch (Aaron Taylor-Johnson und Elizabeth Olsen) gibt’s zwei neue Superhelden, die auch noch mitmischen. (Irgendwann stösst ein dritter hinzu, aber ich will ja nicht ALLES verraten.)

Dass die ganzen Avengers-Abenteuer simpel gestrickt sind, ist noch freundlich ausgedrückt. So viel Spass der effektetechnische Grössenwahn auch macht, der Fluch des Schema F dämpft die Freude dann doch ein bisschen: Bösewicht will Erde unterjochen/vernichten, kriegt dafür aufs Dach, alles ist wieder gut.

Wer den letzten Avengers-Film gesehen hat (und wer hat das nicht), wird dann auch einiges wiedererkennen:
Hier wie dort dreht sich die halbe Story darum, dass der Antagonist die Helden auseinanderbringt, bevor sie sich dann doch wieder zur Zusammenarbeit besinnen.
(Immerhin: Die Reibereien der verschiedenen Charaktere sind immer noch Joss Whedons Spezialität.)

Hier wie dort stirbt gegen Ende eine halbwichtige Nebenfigur, um den Helden noch einmal eine Motivationsspritze zu geben. (Aber da wir hier vom Marvel Cinematic Universe sprechen, ist davon auszugehen, dass sie in einem der nächsten Filme wieder munter herumläuft.)

Am Ende ist dann wieder einmal alles Friede, Freude, Eierkuchen (bis nächste Woche ein neuer Bösewicht auf den Plan tritt). Und dass Stark direkt für den Tod Tausender verantwortlich ist, kehren wir leichthin unter den Teppich.

Alles schön nach dem Baukastenprinzip also. Stellt schon mal das Popcorn bereit, aber erwartet keine grossen Überraschungen.



Bewertung: 3 von 5


  • Titel: Avengers: Age of Ultron
  • Land: USA
  • Regie: Joss Whedon
  • Drehbuch: Joss Whedon
  • Darsteller: Robert Downey jr., Chris Hemsworth, Chris Evans, Scarlett Johansson, etc.
  • Verleih: Disney
  • Start: 23. April 2015

Fotos von TMDb

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