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2. Juli 2015, 14:16 CD / Vinyl Music Interview

Winter im Sommer: Damian Lynn im Interview

students Redaktion - «So viel spielen wie’s nur geht», das ist das Motto des sympathischen Luzerners Damian Lynn, dessen Erstling «Count To Ten» soeben auf dem Markt erschienen ist. Wir konnten den Musiker und angehenden Sekundarlehrer für ein Interview gewinnen.

Winter im Sommer: Damian Lynn im Interview
Damian Lynn, für alle, die dich noch nicht so gut kennen, erzähl uns doch ein bisschen von dir...
Ich bin Damian Lynn und komme aus Kriens in Luzern. Eigentlich heisse ich Damian Lingg, da die Rechtschreibung jedoch oft zu Verwirrungen führte, beschloss ich Lingg in Lynn umzuwandeln. Das ist für alle einfacher und auch etwas internationaler. Bekanntheit erreichte ich vor allem, als ich mich an einer Audition fürs Gurtenfestival gegen 800 Teilnehmer behauptete. Im letzten Jahr konnte ich auf über 60 Bühnen spielen. Das ist für mich das Allergrösste!

Wow, das klingt super. Dein erstes Album ist soeben auf den Markt gekommen und nennt sich «Count To Ten», was steckt dahinter? Hast du vielleicht einen Lieblingstrack?
«Count To Ten» ist einer der Songs auf dem Album. Der Grund dafür ist eigentlich folgender: Ich musiziere schon ein Weilchen, also ist das ganze Album nicht auf 1, 2, 3 entstanden. Ich musste noch ein bisschen weiterzählen, bis ... 8, 9, 10.
Ja, darf ich zwei nennen? Bei «Go» bin ich besonders auf die instrumentale Technik stolz. Das Riff ist grandios. «Winter» ist mein persönlichstes und emotionalstes Werk. Der Track ist an einem kalten Wintertag entstanden, jedoch bereitet er mir so viel Freude, dass ich ihn auch jetzt, an einem schönen Sommertag, äusserst gerne höre.

Du textest deine Songs selber. Was inspiriert dich und wie schreibst du?
Teilweise erzähle ich über Erlebtes, aber eigentlich kommen die Ideen von überall her. Zum Beispiel im Auto oder auf der Strasse. Dann nehme ich mir mein Smartphone und stelle mich kurz in irgendeine Ecke, um die Melodie oder den Text aufzunehmen. Ich schreibe aber auch ganz klassisch auf der Bettkante.

Für deine Musik nutzt du eine Looping-Station...
Ganz genau. Zur Looping-Station bin ich im 2012 gekommen. Das Gerät gibt mir viel Freiheit. Ich spielte lange in einer Band, bevor ich entschied meinen eigenen Weg zu gehen. In einer Band müssen alle am selben Strick ziehen, jedoch bedeutet die Musik nicht für jeden das Gleiche, dementsprechend üben die einen auch öfters als andere. Mit meiner Looping-Station bin ich unabhängig. Die Herausforderung liegt in der Exaktheit der Aufnahmen. Bei Live-Konzerten kann da auch mal was schief gehen, wenn der Einspieler nicht rund ist. Ich reagiere dann meist mit einem: «Das war ein Beispiel dafür wie es eben nicht funktioniert» (lacht).



Und was für Instrumente spielst du sonst noch?
So einige. Natürlich musste ich die obligatorische Blockflöte lernen. Dazu kamen später das Klavier, die Gitarre (elektrisch und akustisch), Drums und zusätzlich brachte ich mir das Beatboxen bei.

Da kommt ja so einiges zusammen! Und neben der Musik hast du den Bachelor an der Luzerner PH für die Sekundarschulstufe?
Genau. Ich müsste jedoch noch den Master erreichen um unterrichten zu dürfen, bin daher noch nicht ausstudiert.
Ausserdem spiele ich mit dem Gedanken auch Gitarre und Gesang zu unterrichten. Es gibt so viele Musikschulen welche Schüler dazu drängen klassische Stücke zu spielen oder zu theoretisch sind. Ich würde Songs unterrichten wollen, welche aktuell sind und lehren wollen, wie man sich zum Gesang musikalisch begleiten kann. Dort ist meiner Meinung nach die Nachfrage gross.

Eine letzte Frage an dich als Lehrer und Musiker: Soll man beim Lernen Musik hören oder nicht?
Schwierig zu sagen. Es gibt bestimmt Studien dazu, welche diese Frage beantworten können. Ich persönlich kann keine Musik hören. Dafür bin ich wohl ein zu passionierter Musiker. Ich lasse mich sofort auf die Musik ein und bin abgelenkt, da ich mich mehr auf die Musik als auf den Stoff konzentriere.

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Vielen lieben Dank für das tolle Gespräch Damian Lynn. Das ganze students.ch-Team wünscht dir viel Erfolg für deine Zukunft - uns hast du auf jeden Fall überzeugt!
Kommentare
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Mainee
Mainee 26.08.2016 um 09:20
Toller Musiker. Hut ab vor ihm!