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1. September 2015, 09:32 students.ch Stipendien

Stipendien fürs Studium – Die 10 grössten Irrtümer

students Redaktion - Wie beantragt man Stipendien, wer bekommt sie, kann ich auch für ein Auslandstudium Stipendien beantragen? Rund ums Thema Stipendien gibt es zahlreiche Fragen und Missverständnisse. Hier klären wir die 10 grössten Irrtümer auf:

Stipendien fürs Studium – Die 10 grössten Irrtümer
1.) Stipendien bekommt man nur, wenn man kein Geld hat.
Stimmt natürlich nicht. Diverse Talentprogramme vergeben Stipendien unabhängig der finanziellen Situation. Dafür müssen jedoch gute schulische Leistungen oder gar ein Talent/eine Begabung nachgewiesen werden können. Sofern man das kann, sollte man sich bei diesen Programmen bewerben. Ein prominentes Beispiel ist die Schweizerische Studienstiftung.

2.) Der kantonale Stipendienentscheid ist endgültig.
Der kantonale Stipendienentscheid ist endgültig, was den Kanton betrifft. Stiftungen sprechen jedoch dann Stipendien, wenn der Kanton zu wenig oder gar keine Stipendien spricht. Denn Stiftungen sehen sich in einer subsidiären Rolle und helfen dort, wo der Staat versagt.

3.) Meine Eltern besitzen ein Haus. Deshalb erhalte ich keine Stipendien.
Diese Aussage bezieht sich nur auf kantonale Stipendien und stimmt auch da nicht immer. Stiftungen analysieren den finanziellen Haushalt weniger. Sofern also eine Geldknappheit vorliegt, lohnt es sich, einen Versuch bei Stiftungen zu starten.

4.) Für Zweitausbildungen und Weiterbildungen werden keine Stipendien gesprochen.
Wer ein Zweitstudium machen will, hat es in der Tat schwer, ein Stipendium zu erhalten. Möglichkeiten existieren dennoch. Viele Kantone vergeben explizit keine Stipendien für eine zweite Ausbildung auf tertiärer Bildungsstufe. Gemäss der Erfahrung von stipendien.ch werden hingegen bei guter Begründung Zweitstudien gerne von Stiftungen finanziert.

5.)Es gibt keine Stipendien, um von zu Hause in eine WG auszuziehen.
Es existieren vereinzelte Stiftungen, welche sich auf das studentische Wohnen fokussieren. Die stellen subventionierte Wohnungen zur Verfügung oder helfen gar mit Beiträgen, damit man sich eine Studentenwohnung leisten kann.

6.) Für einen Auslandaufenthalt/ Austauschjahr gibt’s keine Stipendien.
Das ist falsch. Diverse Stiftungen fördern ausschliesslich Auslandaufenthalte und Austauschsemester. Bei diesen kann man sich für Fördergelder bewerben.

7.) Wenn man ein Stipendium erhält, lohnt es sich nicht zu arbeiten, weil das Stipendium gekürzt werden könnte.
Leider betreiben einige (wenige) Kantone tatsächlich fragwürdige Anreizstrukturen, was die Annahme eines Studentenjobs während der Stipendierung betrifft. Stiftungen setzen jedoch im Normalfall Anreize, um neben dem Studium zu arbeiten.

8.) Ein zinsloses Darlehen ist eine schlechte Alternative.
Der Kanton sowie viele Stiftungen vergeben neben Stipendien auch zinslose Darlehen. Viele Studenten wollen keine Darlehen annehmen, weil sie Angst vor den Schulden haben. Wir denken, es ist eine gute Alternative zum Stipendium. Denn bereits die Tatsache, dass keine Zinsen verrechnet werden, verhindert eine Schuldenfalle. Zudem kann man die Darlehen unter äussert humanen Bedingungen über mehrere Jahre abzahlen. Es ist eine sehr gute Alternative zum Stipendium und eine noch bessere zum Bankdarlehen.

9.) Stipendien für ein Studium im Ausland erhält man kaum.
Das ist falsch. Der Kanton unterstützt Studien im Ausland an anerkannten Bildungsstätten genau gleich wie in der Schweiz. Entsprechend werden die Schweizer Referenzsätze zur Kalkulation bezogen.

10.) Meine Eltern müssen für mich bezahlen bis ich 25 bin.
Die Eltern müssen solange bezahlen bis man einen ersten ordentlichen Abschluss erreicht hat. Auch über 25 hinaus. Beim Studium wäre das der Masterabschluss.
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