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13. August 2016, 11:00 Kultur Music Festivals International

Nina im Wunderland

Nina Salvador - Am Tag 2 konnte ich mich einen ganzen Tag lang den Kuriositäten des Festivals widmen und machte dabei auch lokale Neuentdeckungen.

Nina im Wunderland
Wenn man in den frühen Morgenstunden nicht gerade in einer meterlangen Zweierreihe am Taxistand anstehen muss, verteilen sich die vielen Festivalbesucher überraschenderweise ganz gut.

Heute habe ich mir beim Eingang einen sogenannten „Sziget Passport“ geschnappt. Diesen kann man dann durch das Ausprobieren verschiedener Aktivitäten mit Stempeln füllen und am festivaleigenen Immigrationsamt durch eine GreenCard vom Sziget Festival ersetzen - aber auch ein wertvoller Geländeplan sowie ein Programmüberblick waren da mit dabei.

Ausgerüstet stürzte ich mich also in den Publikumsstrom. Vorbei an asiatischen Nudeln, belgischen Waffeln, ungarischen Fleischspiessen und natürlich literweise Bier. Aber nicht nur für den Geruchssinn hat es auf der Insel was dabei. Mal abgesehen von den wandelnden, menschlichen Paradiesvögeln, sind auch die Gehwege und Bäume auf dem Gelände mit farbigen Regenschirmen, selbst gebastelten Lampions oder Lichterketten à la discrétion paradiesisch geschmückt – sieht nach einer Menge Aufwand aus.

Wenn also nicht gerade die eigene Lieblingsband auf der Bühne spielt, kann man sich einfach vom Strom treiben lassen und bei ein paar ansprechenden Musiktakten die gewünschte Richtung einschlagen. So ist es mir dann auch ergangen bei der World Stage. Die Klänge einer ungarischen Band namens „Psycho Mutants“ haben mich in den Bann gezogen und der nicht überfüllte Publikumsbereich sowie die strahlende Sonne überzeugten mich schliesslich vollends, ein bisschen länger dort zu verweilen. Bei der anschliessenden Gruppe „Yiddish Twist Orchestra“ aus Grossbritannien machten sich die Tanzbeine dann ganz schnell selbständig. Es folgte „Manu Chao La Ventura“ auf der Hauptbühne sowie ein Besuch im „Lumniarium“, einer begehbaren, architektonisch-künstlerischem Plastikskulptur (über eine Stunde anstehen inklusive).

Bei dem heutigen ungarischen Wort habe ich das Publikum ungeschickterweise erst am Abend gefragt und da nur noch die Antwort „Pálinka“ erhalten. Wie sich dann später herausstellte, handelte es sich aber hierbei eher um einen ungarischen Schnaps als um ein weiteres Wort in meinem ungarischen Wortschatz.

So, das war‘s vom Tag 2 am Sziget Festival - wieso ich morgen am Festival dann plötzlich nur noch violett sehe, erfahrt ihr im nächsten Teil.

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