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19. Januar 2017, 14:32 students.ch Politik

Einfach erklärt – USR3

students Redaktion - Im Referendum wird darüber entschieden, ob das Unternehmenssteuerreformgesetz 3 (URS3) angenommen wird oder nicht. Wird es angenommen, so werden die steuerlichen Entlastungen abgeschafft und dafür Neue eingeführt.

Einfach erklärt – USR3
Bildquelle: easyvote.ch

Ausgangslage
Es gibt Unternehmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben, aber hauptsächlich im Ausland tätig sind. Diese Unternehmen werden in der Schweiz steuerlich entlastet, sprich sie bezahlen weniger Steuern als andere. Diese Entlastungen entsprechen allerdings inzwischen nicht mehr internationalen Standards. Das Parlament hat darum die Unternehmensbesteuerung angepasst. Gegen dieses Gesetz wurde das Referendum ergriffen.

Was würde sich ändern
Wird die Vorlage angenommen, werden die bisherigen steuerlichen Entlastungen abgeschafft und dafür Neue eingeführt. Diese Entlastungen wären aber für alle Unternehmen in der Schweiz möglich. Viele Kantone haben vor, ihre Unternehmenssteuern zu senken, somit hätten die Kantone weniger Einnahmen. Deshalb würde der Bund die Kantone unterstützen. Für den Bund entstünden dadurch jährlich zusätzliche Kosten von schätzungsweise 1.1 Milliarden Franken.

Argumente der Befürworter
Die bisherigen steuerlichen Entlastungen müssten abgeschafft werden. Würden keine neuen eingeführt, würden viele Unternehmen in steuergünstigere Länder abwandern und gar keine Steuern mehr in der Schweiz zahlen. Alle Unternehmen würden davon profitieren: Viele würden weniger Steuern bezahlen und könnten bestehende Arbeitsplätze sichern. Die Kantone befürworten die Vorlage. Bei einer Umsetzung könnten sie weiterhin attraktiv für Unternehmen sein.

Argumente der Gegner
Die Vorlage sei absichtlich nicht verständlich. Nur Experten würden verstehen, um was es wirklich geht. Von der Reform würden nur Grossunternehmen profitieren: Ihre Steuern würden sinken, während Bund und Kantone mindestens 2.7 Milliarden Franken weniger einnehmen würden. Schon bei der letzten Unternehmenssteuerreform sei die Bevölkerung getäuscht worden. Die Kosten seien um ein vielfaches höher gewesen, als der Bund zuerst angegeben hatte.



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