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26. Februar 2017, 23:51 Kultur Movie

Berlinale 2017: die Preisträger

Christine Albrecht - Am Samstagabend wurden die Preise der diesjährigen Berlinale vergeben. Wer die offiziellen Bären der Berlinale und wer die inoffiziellen sowie inexistenten Preise der Autorin gewonnen hat, seht ihr hier.

Berlinale 2017: die Preisträger
Vom Paradies nach dem Tod und dem “Paradies” des Overlook Hotels zu den Preisträgern der diesjährigen Berlinale.Meine Zufälligkeits-Taktik hat sich in dem Sinne nicht gelohnt, weil ich einsehen musste keinen einzigen der Gewinnerfilme gesehen zu haben (Ana, mon amour hat immerhin einen Silbernen Bären für eine herausragende künstlerische Leistung für den Schnitt erhalten). Nichtsdestotrotz habe ich viele kleinere und grössere Perlen gefunden.

  • GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN FILM: Testről és lélekről (On Body and Soul) von Ildikó Enyedi
  • SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE Aki Kaurismäki für Toivon tuolla puolen (The Other Side of Hope/Die andere Seite der Hoffnung)
  • SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DARSTELLERIN Kim Minhee in Bamui haebyun-eoseo honja (On the Beach at Night Alone) von Hong Sangsoo
  • SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN DARSTELLER Georg Friedrich in Helle Nächte (Bright Nights) von Thomas Arslan
  • SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH Sebastián Lelio und Gonzalo Maza für Una mujer fantástica (A Fantastic Woman) von Sebastián Lelio
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Und hier die etwas weniger offiziellen Preisträger:

  • Samtener Bär für das gemütlichste Café geht dieses Jahr an das von mir zufällig entdeckte Café You’re Welcome in der Nähe der Hackeschen Höfe. Da gab’s von einer adretten Grossmama leckeren veganen Banane-Apfelkuchen und eine wohltuende heisse Schokolade.
  • Kupferner Bär für den aufgestelltesten Kaffeeverkäufer geht an den Herren in der U-Bahnstation Friedrichstrasse. Mit einem lässigen Spruch aus seiner Berliner Schnauze verkaufte er uns Kaffee und Brötchen so nonchalant, dass der kommende Tag nicht besser hätte beginnen können.
  • Papieriger Bär für die schönste Filmüberraschung geht an Tiere von Greg Zglinski. Ich muss zugeben, erster Grund warum ich mir den Film anschaute, war, dass es, zumindest teilweise, eine Schweizer Produktion war. Die kurze Synopsis hatte zwar viel versprochen, dass ich den Film dann aber so genoss, hat mich trotzdem überrascht. Und damit meine ich ein ehrlich gemeintes gut, kein Für einen Schweizer Film ist der Film schon noch gut-gut. (Aber gegen jenen verallgemeinernden Satz, der das helvetische Filmschaffen vorneweg negiert, wehre ich mich sowieso vehement).
  • Hölzerner Bär für beste Filmmusik geht an Ana, mon amour. Zugegeben dieser Preis ist absolut persönlich. Future Islands, einer meiner liebsten Bands, hatte im rumänischen Film einen unverhofften Auftritt. Für mich war es einer der Highlights des Festivals. Wer die Band übrigens noch nicht kennt, sollte dies umgehend ändern. Regisseur Călin Peter Netzer würde mir sicherlich zustimmen.




Titelbild: Goldener Bär für den Besten Film: Testről és lélekről (On Body and Soul) von Ildikó Enyedi – Regisseurin Ildikó Enyedi mit FestialdirektorDieter Kosslick und ihren Produzenten Ernő Mesterházy, Monika Mécs und András Muhi
© Alexander Janetzko / Berlinale 2017

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