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8. September 2017, 09:40 students.ch International

Wie das SRK Kirgistans Kinder rettet

students Redaktion - Energy war mit dem Schweizerischen Roten Kreuz in Zentralasien unterwegs.

Wie das SRK Kirgistans Kinder rettet
Nurzat Shadykanova ist 14 Jahre alt und eigentlich das, was man sich unter einem typischen Teenager vorstellt. Bis auf die Tatsache, dass sie sich ihre Zähne im Hof statt im Badezimmer putzt, weil sie kein fliessendes Wasser hat. Und dass sie das Trinkwasser für ihre Familie an einer Wasserstelle 50 Meter von ihrem Zuhause entfernt holen muss. Nurzat lebt in Ozgorush, einem kleinen Dorf im Nordwesten Kirgistans.

Wasser zum Waschen ihrer Kleider holen Nurzat und ihre Mutter an einem kleinen Kanal hinter ihrem Haus. (SRK, Remo Nägeli)

Und Nurzat hat schon mehr erlebt, als die meisten Mädchen in ihrem Alter. Denn das Leben in ihrem Heimatland in Zentralasien ist durch Naturkatastrophen geprägt. Immer wieder gibt es Erdbeben, sowie Schneeschmelze und Wetterextreme die regelmässig zu Überflutungen führen.

Naturkatastrophen und Existenzangst

Vor zwei Jahren wurde Nurzat selbst Zeugin einer solchen Überflutung. Der Kanal hinter dem Haus der Familie stieg über seine Ufer, riss die Brücke in der Nähe mit und überschwemmte die Umgebung und das Grundstück der Familie.

Wir hatten wirklich grosse Angst.

Zwei Tage dauerte die Überflutung und kostete die Familie fünf Schafe, ihren Gemüsegarten und die gesamte Erdbeerernte, die einen wichtigen Teil des Lebensunterhalts der Familie darstellt. Auch ihr Haus wurde beschädigt. Was neben den Rissen in der Wand bis heute bleibt, ist die Angst. Angst davor, dass das wieder passiert und Angst vor dem Existenzverlust.

Nurzat und ihre Mutter zeigen Fotos der Überflutung ihres Dorfes. (SRK, Remo Nägeli)

Seit aber das Schweizerische Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Kirgisischen Roten Halbmond gemeinsam mit den Dorfbewohnern das Flussbett gereinigt und befestigt hat, ist die Angst kleiner geworden. Es werden nun Deiche gebaut und Wasserläufe kanalisiert. Das Land wird sicherer gemacht.

Freiwillige Mitarbeiter des Kirgisischen Roten Halbmonds. (SRK, Remo Nägeli)

Energy hat Nurzat in ihrem Dorf besucht und mit ihr über ihre Erlebnisse gesprochen – und darüber, wie das Schweizerische Rote Kreuz das Leben ihrer Familie verändert hat.


Die Freiwilligen – Unterwegs mit dem SRK
Energy begleitet Menschen, die sich in den verschiedensten Bereichen beim Schweizerischen Roten Kreuz engagieren – freiwillig. Ob als Rettungsschwimmer, Rettungshunde-Teams oder als Botschafter bei Auslandseinsätzen. Wir erzählen ihre Geschichten.

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