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24. Juni 2008, 11:50 Music Konzert

Review: Stereophonics

Eray Müller - Als "Highlight zum Saisonabschluss im Kofmehl" wurde es vor etwa sechs Wochen relativ kurzfristig angekündigt. Die Stereophonics erfüllten dieses Versprechen mehr als genug und bewiesen ein weiteres Mal, dass sie zu den besten Livebands Grossbritanniens gehören.Die Halle war b...

Review: Stereophonics
Als "Highlight zum Saisonabschluss im Kofmehl" wurde es vor etwa sechs Wochen relativ kurzfristig angekündigt. Die Stereophonics erfüllten dieses Versprechen mehr als genug und bewiesen ein weiteres Mal, dass sie zu den besten Livebands Grossbritanniens gehören.

Die Halle war bereits vor dem Konzert schon ziemlich heiss, dies nicht nur wegen Carnation, welche das Vorprogramm bestritten, sondern auch wegen den heissen Temperaturen der letzten Tage. Das Kofmehl war gut gefüllt, wenn auch nicht ausverkauft. Gespannt wurde die exklusive Clubshow erwartet. Die Band aus Wales spielt normalerweise in grösseren Hallen und hat sich doch dafür entschieden, auf der Reise von Venedig nach Stuttgart einen weiteren Halt in der Schweiz zu machen und wieder einmal ein kleines Konzert zu spielen.

Fulminant eröffnete die Band um 21.30 Uhr das Set mit "Bank Holiday Monday". Während den ersten Songs war die Band kaum zu stoppen. Kracher reihte sich an Kracher und sowohl Band als auch Publikum kamen kaum zur Ruhe. Erst mit "Vegas Two Times" und dem gegen Boulevardjournalisten gerichteten "Mr. Writer" wurde es für kurze Zeit etwas ruhiger.

Die Stereophonics wurdem ihrem Ruf als eine der besten Bands der Insel mehr als gerecht. Nur wenige Bands haben es in den letzten Jahren geschafft, grandioses Songwriting mit musikalischer Präzision zu paaren. Jeder Song groovte vom ersten Takt an und auch Kelly Jones' Stimme war in absoluter Bestform. Es machte Spass, der Band bei der Arbeit zuzusehen. Die noch vor wenigen Jahren oftmals wegen ihrer Starrheit kritisierte Band schien gut gelaunt zu sein und lächelte immer wieder um die Wette. Die grossen Redner sind sie nicht, aber das störte auch nicht.

Nach neueren Songs folgten das genial dynamische "Devil", der Antikaufsong "Just Looking", "Doorman" sowie "Have A Nice Day", mit welchem vor sieben Jahren versucht wurde, den amerikanischen Markt zu erobern. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig, tönt er doch stark nach kalkuliertem Radiopop.

Nach 75 Minuten verliess die Band die Bühne und machte sich mit Handtüchern bewaffnet auf den Weg in den Backstage. Das Publikum hatte offensichtlich noch nicht genug und tobte. Kelly Jones kam alleine zurück und stimmte zu einer bluesigen Version von "Maybe Tomorrow" an, welche seine stimmlichen Qualitäten optimal zur Geltung brachte. Lauthals wurde mitgesungen. Für den letzten Song vereinte sich die Band nochmals, um "Dakota", den ersten Nummer 1-Hit der Band, anzustimmen. Die Stimmung war auf einem weiteren Höhepunkt und mit einem "See you soon, probably next year" verabschiedete sich die Band und machte den Trennungsgerüchten einmal mehr den Garaus. Wie Kelly Jones in Mr. Writer schon sang: "Mr. Writer, why don't you tell it like it really is".

Die neunzig Minuten waren schnell vorbei. Die Band präsentierte ein Greatest Hits-Set, welches alte und neue Songs vereinte. Der Stilmix war erstaunlich, vom punkigen Song aus den Anfangszeiten bis hin zum bluesigen Unplugged-Solo wurde alles geboten.

Setlist:
Bank Holiday Monday
The Bartender And The Thief
A Thousand Trees
Superman
Vegas Two Times
Mr. Writer
My Friends
Pass The Buck
Hurry Up And Wait
Devil
Just Looking
Doorman
Have A Nice Day
Pick A Part That's New
Traffic
More Life In A Tramp's Vest
Local Boy In The Photograph
Maybe Tomorrow
Dakota

Bilder gibt's hier.

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