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30. Juni 2008, 21:44 CD / Vinyl Music

Flight of the Conchords - Flight of the Conchords

Simon Knopf - „We’re Flight of the Conchords. Formerly New Zealand’s fourth most popular folk parody duo.” Mit dieser Ansage stecken Jemaine Clement und Bret McKenzie jeweils gleich mal ihr Spielfeld ab, bevor sie als Comedy Duo mit einer Kombination aus Genre-Parodien, Alltags-Komik u...

Flight of the Conchords - Flight of the Conchords
„We’re Flight of the Conchords. Formerly New Zealand’s fourth most popular folk parody duo.” Mit dieser Ansage stecken Jemaine Clement und Bret McKenzie jeweils gleich mal ihr Spielfeld ab, bevor sie als Comedy Duo mit einer Kombination aus Genre-Parodien, Alltags-Komik und Wortwitz das Publikum den Tränen nahe bringt. Den Lach-Tränen, versteht sich!

Seit ihrem ersten Fernsehrauftritt in Wellingtons Lokalsender im Jahre 2000 befinden sich die beiden ehemaligen Filmstudenten Jemaine und Bret im unaufhaltsamen Senkrechtflug. Auftritte an den renommiertesten Comedy-Festivals im englischsprachigen Raum, ein HBO-Special sowie eine eigene TV-Show und ein Grammy in den USA säumen seither ihren Pfad. Und der bisherige Gipfel: das selbst betitelte Album Flight of the Conchords verdrängte in den Staaten mit einem Direkteinstieg auf den dritten Platz der Charts Pop-Sternchen Ashlee Simpson.

Verwunderlich ist dies kaum. Denn Flight of the Conchords sind zweifelsohne zum Schreien komisch. Im Gegensatz zu Jack Blacks Tenacious D! bestechen sie nicht durch Klamauk, sondern viel mehr durch scharfsinnige Parodien von Musikstilen, deren Charakteristiken und Attitüden. Dabei veräppeln Flight of the Conchords einerseits ganze Genre wie Rap (Mutha’uckas), RnB (The Most Beautiful Girl In the Room) und Folk (The Prince of Parties), um andererseits unüberhörbar auch einzelne Musikgrössen wie Barry White (Business Time), die Pet Shop Boys (Inner City Pressure) oder Marvin Gaye (Think About It) zu verballhornen.

Doch das Duo beansprucht nicht nur die Lachmuskeln, sondern fasziniert bisweilen auch gehörig. Seine Parodien zeugen gleichermassen von musikalischem Können, als auch von Beobachtungsgabe. Da werden Peinlichkeiten aus dem Alltag zu Lyrics verwurstet, Gefühlsmomente stimmlich und instrumental überspitzt dargestellt und pseudo-krasse Rap-Texte gleich mal selber entschuldigt. Ein besonderes Highlight ist stets auch Jemaine Clements Stimme, welche David Bowie ebenso nahe kommt, wie Barry White. In dem Sinne: „Girl, tonite we’re gonna make love/you know how I know?/Because it’s Wednesday.”

http://www.conchords.co.nz

Hörprobe auf CeDe.ch

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