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13. August 2008, 22:30 CD / Vinyl Music

Mañana - Interruptions

Silvan Gertsch - Die Basler Band Mañana begibt sich auf ihrem Debutalbum „Interruptions“ in verträumte Sphären, die vor ihnen etwa Sigur Rós oder auch die dänischen Mew bereist haben, um mit einem Koffer voll bepackt mit musikalischen Eindrücken aus zauberhaften Welten zurückzukehren. ...

Die Basler Band Mañana begibt sich auf ihrem Debutalbum „Interruptions“ in verträumte Sphären, die vor ihnen etwa Sigur Rós oder auch die dänischen Mew bereist haben, um mit einem Koffer voll bepackt mit musikalischen Eindrücken aus zauberhaften Welten zurückzukehren. Sie bauen Spannungsfelder auf, türmen Emotionen aufeinander und lassen Stimmungsbilder in ungewohnte Höhen wachsen. In Fahrt gekommen ist die Band um Sänger Manuel Bürkli mit dem Song „Miss Evening“, den sie zum Videogame „FIFA Football 2005“ beigesteuert hat und mit dem sie ein Millionenpublikum erreichen durfte. Konzerte im Vorprogramm von Bands wie Keane und a-ha folgten, bis Mañana im Herbst des vergangenen Jahres in Hamburg, Basel und London die Songs zum Debut „Interruptions“ unter der Regie von Ken Thomas (Sigur Rós, Björk) einspielten.

Das Resultat ist eine verträumte, eigene Klangwelt, die sich Mañana erschaffen. Aber, trotz hohem Niveau schaffen es die Basler nicht ganz, ihrer Musik einen eigenen Stempel aufzudrücken. Zu stark schimmern die Referenzen an besagte Künstler wie Mew oder Sigur Rós durch. Gewiss, Mañana sind kein billiger Abklatsch dieser Genre-Grössen – begibt man sich in der Schweiz auf die Suche nach Bands von ähnlichem melancholischem Kaliber, die in der Lage sind, vergleichbare Stimmungsbilder mit ihrer Musik zu zaubern, dann muss man lange suchen. Und vor allem die Songs „Make A Tiger“ und „Berliner Blau“ sind wahre Glücksgriffe, die das Publikum an Livekonzerten in ein wahres Bad der Gefühle eintauchen lassen dürften.

Mañana

Hörprobe auf CeDe.ch

Kommentare
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silu
silu 17.08.2008 um 19:14
Publizistische Arschlümmelei - niedlich

Ich denke nicht, dass eine Band wie Mañana auf die Kritik eines Journalisten zu den einzelnen Songs angewiesen ist. Bei "Interruptions" macht dies insofern nicht allzu viel Sinn, weil die Grundstimmung vom ersten bis zum letzten Song ähnlich ist, die einzelnen Stücke beinahe nahtlos in einander über gehen. Die schustern nicht einfach ein paar Stile zusammen, um ein möglichst breites Spektrum abzudecken. Und sie haben darauf verzichtet, nur zwei, drei gute Songs aufzunehmen und ein paar Füller dazu zu packen - "Interruptions" ist ein ALBUM.

Eine CD-Kritik richtet sich zudem in erster Linie an Musikinteressierte und nicht an die Band, deren CD besprochen wird. Ausserdem kenne ich niemanden von Mañana oder ihrem Umfeld persönlich, von "netten Gesten" gegenüber "befreundeten Bands" kann hier also keine Rede sein.

Trotzdem schön zu wissen, dass du deine Band über Äusserlichkeiten definierst...