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18. April 2011, 00:00 Music Interview

Von ABBA bis Zappa ... mit Büne Huber

Patrick Holenstein - Nur Stunden vor seinem umjubelten Auftritt im Kaufleuten hat sich Patent Ochsner-Frontmann und Mundart-Poet Büne Huber viel Zeit für Students genommen, um sich unserer Playlist zu stellen.

Von ABBA bis Zappa ... mit Büne Huber
Dabei war seine fast göttliche Beziehung zu Bob Dylan ein Thema, die Tücken der iTunes-Generation rückten ins Zentrum, er entpuppte sich als Ärzte-Fan und Büne hat verraten, wie er zum Co-Piloten wurde.

* Die Ärzte - Jag Älskar Sverige!
* Geräusch (2003)


Ich weiss nicht, ob es Die Ärzte sind oder Farin Urlaub solo.

Es sind Die Ärzte

Ich liebe diese Band!

Schon seit ihren Anfängen?

Ich habe mich kaum mit ihnen beschäftigt. Natürlich habe ich die Klassiker mitbekommen, aber es hat mich nie so richtig mitgerissen. Irgendwann kam meine Tochter mit einem Ärztesong an. Das war die Initialzündung, mich näher mit dieser Band zu beschäftigen. Mir gefällt die verspielte Art, wie sie mit den Worten und den Songszenarien umgehen. Inzwischen habe ich gehört, dass nicht alles auf ihrem eigenen Mist gewachsen sei, dass sie auch mit Textern arbeiten. Ich finde es interessant, dass eine Band so lange unterwegs ist und noch immer so frisch auf mich wirkt.

Das kann daran liegen, dass sie sich selbst nicht bierernst nehmen.

Ich glaube auch, dass diese Art von Musik gar nicht wirklich zu ernsthaft werden kann. Wahrscheinlich könnten sie, selbst wenn sie wollten, gar nicht zu ernst sein. Aber die Bandmitglieder haben ja alle auch ihre Nebenprojekte. Beim Bassisten bin ich mir zwar nicht sicher, was der neben den Ärzten noch so treibt.

Rodrigo Gonzales spielt bei Abwärts und arbeitet als Produzent.

Interessant, das wusste ich nicht. Wie geht es weiter?

  • Felice Brothers - Frankie's Gun
  • The Felice Brothers (2008)

Das erinnert mich an eine Band, aber ich kann nicht sagen, an welche. Ich muss noch etwas länger hören. (hört gespannt zu) Nein, ich komme nicht drauf.

Es sind The Felice Brothers.

Sagt mir gar nichts. Das klingt aber sehr gut. (packt sein iPhone aus) Darf ich mir das kurz notieren? Es wirkt sehr kneipenhaft. Dieses Musikantentum gefällt mir. Es wirkt ziemlich gemütlich. Ich weiss natürlich nicht, wie sie sonst klingen, aber es erinnert mich an die Stehgeiger in den Pubs, die einfach drauflos spielen. Es geht nur darum, Emotionen zu wecken und in Bewegung zu sein. Musikantentum von dort, wo Musik wahrscheinlich herkommt: aus den Beizen, wo man zusammensitzt und sich langsam betrinkt. Ich mag solche Sachen. In der irischen Musik findet man solche Elemente in gehäufter Dosis. Auf mich wirkt der Song sehr beseelt. Ich mag Trinklieder.

  • Adrian Stern - Amerika
  • Herz (2010)

Das muss Adrian Stern sein. Der Song heisst Amerika. Was ich an diesem Text mag, ist zum einen die Bewegung nach aussen. Die Flucht nach Amerika. Und zum anderen die Idee des Ankommens. Ein ziemlich konservatives, bünzliges Ankommen. Hausbauen, Kinderbekommen und so weiter. Ich finde Sterns Umgang mit diesen Bildern wunderschön. „Chumm mir hauet ab und fanget es neus Läbe a“ ...er geht in die Weite und endet in der Enge. Das gefällt mir an diesem Text. Ist überhaupt ein guter Typ, dieser Adrian Stern. Ist mir sehr sympathisch.

War es für Dich denn jemals ein Thema, nicht in Schweizerdeutsch zu singen?

Ich wuchs in einem Haushalt auf, da war Mani Matter der grösste gemeinsame Nenner. Als Jugendlicher begeisterte ich mich für Rumpelstilz und auch für den Bluesmax, der damals noch als Werner Widmer unterwegs war. Für mich war auch Udo Lindenberg sehr wichtig. Plötzlich waren da Songs, die in deiner Sprache und in Bildern, die du verstehst, Geschichten erzählten. Damals wohnte einer bei uns im Haus, der eine Zeit lang nach Berlin ging, um zu studieren. Als er zurückkam, hatte er eine Scheibe von Ton, Steine, Scherben, der Band von Rio Reiser, im Gepäck. Diese Texte haben mich fasziniert und ich kann mich genau erinnern, dass meine ersten wackligen Gehversuche als Songtexter in Hochdeutsch entstanden, weil sie aus dieser Ecke ihre Inspiration kriegten. Aber es stand nie zur Debatte, Englisch zu singen. Ich habe eh das Gefühl, man sollte Songs in der Sprache schreiben, in der man träumt. Ich habe es glücklicherweise stets vermieden in englischer Sprache zu singen. Bei mir klänge es ähnlich wie bei den Scorpions: "Theik mi tu se metschigg of se moument of ä gloori näit..." Dem möchte ich mich lieber nicht aussetzen.

  • Robbie Williams - Mack The Knife
  • Swing when you’re winning (2001)

Ja, natürlich von Kurt Weill.

Kurt Weill ist für Dich wichtig.

Ja, sehr. Die Dreigroschenoper war und ist noch heute sehr wichtig für mich. Der Gemischtwarenladen Patent Ochsner klingt nicht zuletzt wegen Kurt Weill so wie er klingt. Die Verschmelzung von klassischen Elementen mit Blues oder dem Folkloristischen, in Verbindung mit den Texten von Berthold Brecht, hat mir immer sehr gut gefallen. Aber auch das Theatralische, das in den Songs drin ist. Kurt Weill ist für mich wirklich einer der grössten Komponisten des vergangen Jahrhunderts. Mack The Knife ist wahrscheinlich einer der meist gecoverten Songs. Louis Armstrong hat ihn gespielt und Sting fällt mir auch noch ein.

Die Reihe lässt sich wirklich beliebig erweitern. Marianne Faithfull, David Bowie, Frank Sinatra und auch Element of Crime – oder wie hier Robbie Williams – haben den Song aufgenommen.

  • Adele - Rolling In The Deep
  • 21 (2011)

Siehst du, jetzt bin ich wieder an dem Punkt, dass ich den Song kenne, aber nicht sagen kann, von wem er stammt. Die iTunes-Generation hat ja meist keine Ahnung mehr, wer was singt. Ich habe ihn sogar in meiner Playlist, aber ich weiss echt nicht, wie die Sängerin heisst. Ich komme nicht drauf.

Es ist Adele.

Genau.

Wenn Du den Song downgeloadet hast, dann kannst Du damit etwas anfangen?

Gell, du glaubst mir jetzt nicht, dass ich den wirklich runtergeladen habe?

Doch, natürlich glaube ich Dir das.

Hier: Einkäufe. Adele. Siehst du, ich habe sogar die ganze Platte gekauft. Sie hat nämlich noch andere heisse Songs. Don’t You Remember und Set Fire To The Rain oder Rolling In The Deep. Den hören wir gerade. Manchmal schockiert mich, dass ich inzwischen genau gleich wie diese Youngsters bin. Ich höre einen Song, downloade ihn und mache Compilations fürs Auto, aber wenn du mich fragst, wer den Song singt, bin ich bereits überfragt. Ich habe zum Beispiel eine CD zusammengestellt, für die Rückfahrt aus dem Bündnerland, nach einem Gig. Natürlich sassen alle Bandmitglieder im Auto und fast nach jedem Song fragte einer: „Wer ist das?“ Da habe ich gemerkt, dass ich bei vielen Stücken keine Ahnung mehr hatte.

Bei Patent Ochsner, habe ich den Eindruck, ist es schon noch so, dass eher Platten und nicht nur Songs gekauft werden.

Ich kann das gar nicht richtig abschätzen. Keine Ahnung, wie das Kaufverhalten von unseren Hörern ist. Ich glaube, ein grosser Teil der Fans der ersten Stunde hatte immer auch Freude an den Booklets und am Layout, aber inzwischen hat sich das wahrscheinlich auch geändert und unsere Käuferschaft ist genauso verteilt auf CD- und Mp3-Käufer.

Da ist wahrscheinlich etwas dran.

Ich begann mit Musik ab Kassette. Danach fing man irgendwann an Platten zu kaufen, später kam die CD dazu, noch später die Minidisc und irgendwann ging die Entwicklung zu den MP3s. Die Anlage, die heute bei mir zuhause steht, ist so eingerichtet, dass alles funktioniert. Ich kann Mp3 hören, Vinyl abspielen und Kassetten laufen lassen und natürlich auch CDs. Heute sind doch sicher viele so eingerichtet, wenn sie nicht ihre Vinylsammlung ausgestaubt haben.

  • Bob Dylan - Hurricane
  • Desire (1976)

(Nach drei Tönen) Jaja, Dylan mit Hurricane.

An den ersten Tönen erkannt. Dylan ist für Dich also wichtig?

Schon, ja. Wobei mich das Gesamtwerk von ihm nicht durchwegs begeistert. Er hat Sachen gemacht, die mir nicht viel sagen und die mich nicht so reizen. Desire ist eine jener Platte, bei der ich irgendwann mal sämtliche Songs mitspielen konnte. Dylan war mir wirklich wichtig und seine Text gehören noch heute zu denen, die bei mir riesige Räume aufreissen, die sehr poetisch sind, die mir Deutungsfreiraum lassen und in denen ich meine Fantasie austoben kann. Natürlich nicht bei einem Song wie Hurricane. Hier geht es um die Geschichte eines Verbrechens und der Text erzählt von einem mutmasslichen Mörder, der jahrelang im Gefängnis sass, obwohl er nur aufgrund einer ganz miesen Faktenlage verurteilt wurde. Da ist natürlich alles, von der ersten bis zur letzen Strophe, eine chronologisch erzählte Geschichte. Bei Dylan haben mir eher die bildhaften Songs gefallen, jene, die Räume aufstossen und bei denen man in eine pulsierende, surreale Welt entführt wird..

Hast Du ihn schon live erlebt?

Ich vermeide es. (lacht) Ich habe einen guten Freund, der ein grosser Sammler von Dylan-Bootlegs ist. Wenn Dylan ein Konzert gibt, kannst du wenige Stunden später eine illegale Aufnahme im Internet bestellen. Jener Freund hat enorm viel Musik von Dylan, Konzerte, die irgendjemand mitgeschnitten hat. Ich muss ehrlich sagen, das Material ist zum Teil so erbärmlich. Schülerbandmässiger Bullshit. Ich habe Dylan vor vielen Jahren auf einen Sockel gestellt und ihm einen gottähnlichen Status gegeben. Vielleicht will ich einfach nicht daran rütteln. Wir hätten vor einigen Jahren bei einem Konzert auf der Piazza Grande in Locarno im Vorprogramm von Dylan spielen sollen. Das war jenes Jahr, in dem er schwer erkrankt ist. Als wir gebucht wurden, habe ich mir gedacht: „Jetzt ist es wohl unumgänglich und wenn es sein muss, zieh ich mir Dylan halt rein.“ Ich bin nicht traurig, dass das Konzert nicht stattgefunden hat. (lacht laut) Im selben Jahr erschien dann das legendäre Album Time Out Of Mind. Das war mir bedeutend lieber als ein lieblos hingekacktes Konzert auf der Piazza Grande.

Dylan kann live schrecklich sein. Vielleicht ist es wirklich besser.

Du hast ihn schon live gesehen? Und er war schlecht? Wo denn?

Das war am Out In The Green 1998. Da hatte er einen seiner legendären schlechten Tage und Songs wie Blowin’ In The Wind waren wirklich kaum zu erkennen.

Verblüffenderweise findet man aber immer Leute, die sagen, dass die Dekonstruktion seines eigenen musikalischen Schaffens so faszinierend sei. Sie nennen es Dekonstruktion. Das klingt so, als wär’s ein bewusster Akt. Aber es scheint mir bloss unbeseelt und schlecht gehandwerkt. Punt e basta! Man könnte es natürlich auch als eine Form der Provokation bezeichnen, wenn man feststellt, dass das neue Songmaterial, das ihn offensichtlich mehr interessiert, intensiv und beseelt wirkt, während alte Songs langweilig hingenölter Scheiss sind, mit denen er die Leute bedient. Er macht zum Beispiel einen Fehler, den wir bei Patent Ochsner tunlichst zu vermeiden versuchen. Wir spielen die grossen Hits nicht, wenn wir das Gefühl haben, sie seien für uns „abegnudlet“. Wenn das Gefühl so ist, dann muss man die Pfoten davon lassen. Scharlachrot haben wir während langer Zeit nicht mehr gespielt, bis der Moment wieder gestimmt hat und wir wieder Freude daran hatten.

  • Serge Gainsbourg - Overseas Telegram
  • Mauvaises Nouvelles Des Étoiles (1981)

Geil, aber der Name fällt mir gerade nicht ein. (Gesang setzt ein) Ah, Serge Gainsbourg. „I liebe dä Siech!“ Ich habe aber leider den Spielfilm über ihn, der kürzlich in den Kinos lief, verpasst. Vorletzte Woche habe ich eine DVD gekauft, mit allen seinen Musikvideos und Filmbeiträgen aus dem französischen Fernsehen, zu denen er Musik beigesteuert hat. „I verrecke ab däm.“ Der war derart abgedreht und je älter er wurde, desto weniger Grenzen hat er gekannt.

Teilweise war er schon fast frech.

Was heisst da frech? Er war die Frechheit in Person. Das nenn ich Provokation. Der hat bewusst mit der Moral der Leute gespielt. (kichert vergnügt) Er hat zum Beispiel in Frankreich die Rechte an der Marseillaise gekauft, also an der Nationalhymne, hat daraus eine Reggaenummer gemacht und sogar umgetextet. Es hat danach in Südfrankreich Konzerte gegeben, bei denen Fremdenlegionäre gekommen sind um sie verhindert haben. Richtige Sauschlachten soll es aufgrund dieses Liedes gegeben haben.

  • My Heart Belongs To Cecilia Winter – Eighteen
  • Our Love Will Cut Through Everything (2009)

Ist das die Platte mit der Discokugel auf dem Cover? Vielleicht Dabu Fantastic? Keine Ahnung.

Es sind My Heart Belongs To Cecilia Winter.

Ich weiss nicht was sie musikalisch machen. Kann es sein, dass die aus Winterthur stammen?

Nein, die Band stammt aus Zürich.

Da fällt mir ein, dass sie im letzten Sommer auf dem Gurten gespielt haben. Ich trat mit Tsigan auf der Waldbühne auf. Sie haben direkt vor uns gespielt. Ich habe den Auftritt zwar nicht gehört, aber ich erinnere mich, dass ich Backstage neidvoll ihre wunderschönen alten Gitarren begutachtet habe. Verdammt, jetzt wird's aber peinlich ... ich habe nämlich nach dem Gig von ihrem Booker eine CD geschenkt gekriegt. Gott o Gott, hoffentlich liest das keiner von ihnen. Ich habe mir die Scheibe entweder nicht angehört, oder aber ihre Musik hat bei mir keinerlei Spuren hinterlassen. Tschuldigung.

  • Kettcar – Balu
  • Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen (2005)

Der hat einen Namen mit K, kann das sein?

Ja, die Band beginnt mit einem K.

Kettcar? Das ist gut. Ich bin der Band noch nicht konzentriert nachgegangen. Aber während der iTunes-Suche nach unbekannter Musik von Dani Dzuik und seiner Band Dzuiks Küche, bin ich immer wieder auf Alben von Kettcar gestossen. Damit muss ich mich unbedingt genauer befassen. Klingt gut.

  • Patti Smith Group - Because The Night
  • Easter (1978)

(Nach den ersten Tönen) Das muss Patti Smith sein. Because The Night. Der Song stammt aus der Feder von Bruce Springsteen. Als sie in den späten Siebzigern auftauchte, hat es mich so richtig umgeblasen. Horses war damals die Scheibe, die mich begeistert hat. Später kam eine Platte raus, die Radio Ethiopia hiess. Dort war der Song Pissing In The River drauf. Ich habe die Scheibe vor langer Zeit ausgeliehen und nicht mehr zurück gekriegt. Ich muss sie mir unbedingt wieder beschaffen. Patti Smith ist eine sperrige und intensive Frau. Ihre Konzerte damals waren von grenzenloser Energie. Wenn sie auf die Bühne gegangen ist, hatte man immer das Gefühl, es ginge um Leben und Tod. Es war die totale Hingabe. Ich bewundere es, wenn sich jemand auf der Bühne derart verschenken kann.

Heute wirkt sie auf der Bühne allerdings gelassener. Natürlich im positiven Sinn.

Auf der anderen Seite fände ich es auch komisch, wenn es nicht so wäre. Wenn ich mir heute beispielsweise das jugendliche Rumgehopse von Mick Jagger anschaue, berührt mich das peinlich. Es würde mich überraschen, wenn Patti Smith mit ihrem Älterwerden auch so umgehen würde.

Das trifft die Patti von heute ziemlich gut. Sie strahlt Würde aus und sie muss ja auch niemandem mehr etwas beweisen.

Sie ist eine komplexe, gescheite Künstlerin. Macht Kunstausstellungen, veröffentlicht Bücher und weiss der Teufel, was sonst alles noch. Bob Dylan und Patti Smith haben, so weit ich weiss, auch aus der selben Quelle getrunken: Arthur Rimbaud.

  • Stephan Eicher - Campari Soda
  • Louanges (1999)

Schön. Da bin ich sogar der Co-Pilot.

Stimmt, aber es geht mir mehr um Stephan Eicher. Eure Wege kreuzen sich ja immer wieder.

Das ist so und wir sind auch ständig in Kontakt und reden miteinander. Wir waren sogar mal ganz dicht dran, dass er eine Scheibe von mir produziert. Das steht noch immer im Raum und ich würde das wirklich sehr gerne mit ihm machen. Ich bewundere seine Arbeit von A bis Z. Gerade Louanges, auf der Campari Soda ja drauf ist, halte ich für ein Meisterwerk. Für mich ist es vielleicht sein stärkstes Album, das leider im Allgemeinen etwas unterbewertet wurde.

Vielleicht liegt es daran, dass damals der Fokus mehr auf Campari Soda lag und die Platte etwas unterging.

Das weiss ich natürlich nicht, aber auf Louanges hat Stephan eine ungeheuer reiche musikalische Welt geschaffen. Wenn ich das Album mit Kopfhörer geniesse, dann eröffnet sich ein wahrhaftiges Universum. Wunderschön gemischt, warm und kräftig klingt es. Interessanterweise wurde die CD von Malcolm Burn, der auch im Team von Daniel Lanois (Musiker und Produzent von u.a. U2, Bob Dylan, Neil Young. Anm. d. Red.) arbeitet, produziert und ich finde, es ist etwas von seiner rauen, analogen Art auf der CD zu hören und das gefällt mir sehr.

Trotzdem die Frage: Wie kam es, dass Du den Co-Pilot bei Campari Soda sprichst?

Stephan Eicher war einer der wichtigsten Steigbügelhalter für meine Geschichte mit Patent Ochsner. Er hat uns damals während der Tour, die er mit seiner Engelberg-CD gemacht hat, zu sich auf die Bühne geholt. So traten wir an verschiedenen Orten gemeinsam auf und haben Bälpmoos gesungen. Der war damals fester Bestandteil in seinem Repertoire. In dieser Zeit ist unsere Freundschaft entstanden. Ich glaube, es ging ihm wirklich um dieses "Fernweh nach Heimat-Ding", als er mich angefragt hat, ob ich den Part des Co-Piloten auf Campari Soda übernehmen würde.

Herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast.


Von ABBA bis Zappa...



Wer sich für die Konzertkritik interessiert, findet sie HIER.
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