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28. Mai 2011, 16:55 Konzert Music Festivals

Review: Schweizer Finale des Emergenza Festival

Katharina Bornhauser - Am diesjährigen Schweizer Finale des Emergenza Band Contest herrschte schon im Bierhübeli Bern Openair-Stimmung. Es wurde gejohlt, geklatscht und…gerockt.

Review: Schweizer Finale des Emergenza Festival
Das erste, was ich sehe, als ich den Saal betrete, ist ein Typ in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Wilde Zeiten“. Da weiss man, was man hat.

Die erste Band spielt bereits, aber herauszufinden, wie sie heisst, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Etwa eine Viertelstunde dauert ein Gig, dazwischen moderiert Matthias Mehwald die Pausen, leider spricht er so undeutlich, dass nicht einmal die Bandnamen zu verstehen sind. Aber das Publikum klatscht und johlt fleissig und streckt die Hände auf, wenn es darum gebeten wird. Die Gewinner des Abends werden nämlich mittels Handaufstrecken ermittelt, eine Jury erledigt den Rest.

Es herrscht schon jetzt Festivalstimmung. Einige Fans haben Seifenblasen mitgebracht und die Blasen schillern im Spotlicht. Die Zuschauer sind eine bunte Mischung aus Mamis, Papis und Halbwüchsigen, die für „ihre“ Band gekommen sind. Trotzdem keine Spur von Konkurrenzkampf, es wird bei jeder Band brav applaudiert und laut gekreischt. Die Wettbewerber kommen aus allen Teilen der Schweiz, Zürich, Basel oder dem Wallis. The Bullet etwa sind einige der wenigen Bands, die Mundarttexte singen. Die Oltener Rag Dolls spielen geradlinigen wie ungeschliffenen Rock und sehen auch aus, als hätten sie Mami und Papi nicht mitgeschleppt. Scutluck fahren ein halbes Blasorchester an: Mit Saxophon, Trompete und Posaune sorgen sie für Stimmung im Saal. Was auffällt: Die Bühnenuniform bei vielen Bands scheint aus dunklen Hemden und Krawatten in grellen Farben zu bestehen. Haben die das abgesprochen?Der Moderator steigt noch mal auf die Bühne und erklärt, wies weitergeht. Die Gewinner des Abends reisen weiter ans Süddeutsche Finale in Stuttgard, danach geht’s ans Deutsche Finale in Berlin und erst danach dürfen die dortigen Gewinner ans Taubertal Openair. Ein langer Weg also. Die Bands lassen sich nicht beeindrucken und geben alles, das Publikum spielt mit und sogar ganz zum Schluss, als der Raum halb leer ist, wird gehüpft und mitgesungen. Grosses Kino für die Newcomer.

Gewonnen haben schliesslich die Rag Dolls, die mit ihrem Rocksound die Jury begeisterten, gefolgt von den Running Artists (im Bild) und Liven. Wir wünschen viel Glück in der nächsten Ausscheidung. Und vor allem: Ganz viel Spass

Die Homepage der Gewinner Rag Dolls

Für die genauen Punktzahlen und Ergebnisse hier klicken

Das Preview ist hier

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