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17. Juli 2011, 23:07 Music Festivals

Gurtenfestival: Der Abschluss

Katharina Bornhauser - Der Gurten-Sonntag trennt die Spreu vom Weizen. Wer zu faul war, sich eine Regen-Pelerine zu besorgen, ist schon im Tal und auf dem Heimweg. Doch die wahren Festivalgänger lassen sich die Headliner des Sonntags nicht entgehen.

Gurtenfestival: Der Abschluss
Nun gut. Es gibt Leute, die schwören, sie hätten Forellen schwimmen sehen auf dem Gurten. Bei der Eröffnung schüttete es nämlich noch wie aus Kübeln. Die einzigen, die sich noch auf den Berner Hausberg wagten, waren vermutlich Berner. Die Mehrheit der Ausserkantonalen dürfte sich nach Hause verzogen haben. Nun ja, Regen gehört eben zum Gurtenfestival dazu. Und diese Headliner zu verpassen wäre auch schade gewesen.

Um 13 Uhr eröffneten die Berner Hot Running Blood den letzten Tag des Gurtenfestival 2011. Trotz Regen und Nebel war die Waldbühne gut besucht, schon vom Eingang her konnte man die vier deutlich hören. Ein gutes Zeichen.
Der Gurten-Sonntag trennt die Spreu von vom Weizen. Wer zu faul war, sich eine Regen-Pelerine zu besorgen, ist schon im Tal und auf dem Heimweg. Nur die Hartgesottenen stehen etwa für The National im Regen. Die fünf Herren aus Ohio glänzen mit Romantik-Rock der Extraklasse. „Wir schreiben alle unsere Songs während des Regens“, meint Frontmann Matt Besinger. Der schönste Festival-Kommentar des Tages (an diesem Konzert): „Heiratsbeschleuniger!“

Danach schon das nächste Highlight: Angus und Julia Stone in der Zeltbühne. Das Konzert ist gut besucht, doch der hippieske Balladenpop ist so schunkelig, dass auch das Gedränge der Zartheit des Duos nichts anhaben kann. Gerade erst waren die Geschwister Stone noch in Bern im Bierhübeli, auf dem Gurten laufen sie zur Höchstform auf und geniessen die Atmosphäre sichtlich.

Die Jungs von Beady Eye können währenddessen kaum überzeugen. Kommentar eines Besuchers: „Beady Eye sind nur ein Synonym für Oasis. Der Unterschied ist minim.“ Dennoch zeigte die Band, wie gut Background-Rock sein kann. Keine Revolution, dafür Perfektion. Wirkt leider etwas künstlich.

Der nächste Höhepunkt sind die Arctic Monkeys auf der Hauptbühne. Der Auftritt ist von technischen Pannen geprägt, die die Band geschickt entschuldigt. Punk-Momente vermischen sich mit der Hitparaden-Augenblicken. Sogar ein als Affe verkleideter Fan ist mit von der Partie. Die Sonne erhellt mit ihren letzten Strahlen das Gelände und taucht das Konzert in ein goldenes Licht. Die Arctic Monkeys sind definitv das Highlight des Tages, sowohl musikalisch als auch atmosphärisch.

Als letzte spielen die Norwegerinnen von Katzenjammer auf der Zeltbühne und die Balkan-Rocker von Destilacija. Auch die Sonne sagt Gute Nacht und das Gurtenfestival findet seinen würdigen Abschluss. Schade, wer nicht dabei war.

Hier gehts zu Tag 1 bis 3
Bild: Partyguide.ch (Gallery Gurtenfestival)

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