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29. Oktober 2011, 18:29 Konzert Music

Full House im Komplex, die Kooks überzeugen!

Ramon Göldi - Kreischende Mädchen, tanzende Frauen, faszinierte Damen. Das Publikum liess darauf schliessen, dass die sympathischen Lockenköpfe aus England durchaus auch als eye-candy die weiblichen (und männlichen) Besucherströme anziehen. In gewohnter Manier: Eine Vorstellung der Superlative.

Full House im Komplex, die Kooks überzeugen!
Wer das Komplex 457 zum ersten Mal betritt, ist von der schieren Grösse des Clubs beeindruckt. Da bringt man viele Leute rein, unglaublich viele. Wo das Abart, das Exil oder sogar das Kaufleuten noch als schnucklig klein bezeichnet wird, weist das Komplex in Altstetten ein immens grösseres Platzangebot auf. Bei vielen hundert Besuchern im ausverkauften Hexenkessel war das auch dringend notwendig. Dies tat der Stimmung und der Indie-Atmosphäre, anders als im für solche Events meist zu grossen, unpersönlichen Hallenstadion, keinen Abbruch. So konnten die vier Jungs aus Brighton aus dem Vollen schöpfen.

Nach einigen Liedern ihres neuen Albums (darunter "Junk of the heart") zündete Leadsänger Luke Pritchard den ersten Kracher. „She moves her own way“ mag auf besungene Dame passen, nicht aber auf die Show. We all moved the same way – zum Rhythmus der Musik, und zwar heftig. Auf den Geschmack gekommen steigerten sie ihre Wirkung auf die Zuhörer mit einer Lasershow. Grüne Strahlen, an Schlachten im Weltall erinnernd und aus entgegengesetzten Richtungen kommend, brachten einen Hauch George Lucas in die Zürcher Agglo.

Vielfach werden Längen im Spannungsbogen von Konzerten gestandener Künstler konstatiert. Nicht so die Kooks - eine steil nach oben zeigende Gerade. "Shine on" brachte die Darbietung zum ersten Finale. Natürlich aber liessen es die Engländer nicht nehmen, nach zu doppeln. Nach weiteren 15 Minuten Action in ihren knallengen Skinny-Jeans war dann aber auch ihre Stamina am Ende. Zu Recht. Gute Leistung Kooks. Der nächste Auftritt wird erneut fett im Kalender vermerkt.

Video "She moves her own way" - Quelle: YouTube

Kommentare
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raphaelrueck89 06.11.2011 um 18:55
Mag die Mischung aus Musikreview und Zürcher Club-Führer good job